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Karriere Tipps
Mid-Career Crisis: So gehst du mit ihr um

Mid-Career Crisis: So gehst du mit ihr um

Caroline Immer | 04.05.22

Viele Menschen fallen nach einigen Jahren im Beruf in ein Karrieretief – die sogenannte Mid-Career Crisis. Im Artikel stellen wir dir Wege vor, der Krise zu begegnen und sie vielleicht sogar als Chance zu nutzen.

Von der Midlife Crisis hat wohl jede:r schon einmal gehört – doch was hat es mit der Mid-Career Crisis auf sich? Die Krise im Arbeitsleben tritt meist bei Personen im Alter von 35 bis 45 Jahren auf und beschreibt eine auf die Arbeit bezogene Sinnkrise. Dass diese jede:n treffen kann, ist kein Wunder – schließlich nimmt die Arbeit im Leben viel Raum ein und ist für viele ein wichtiger Teil der eigenen Identität. Was also, wenn der Job nicht mehr zum Selbstbild passt oder schlichtweg keinen Spaß mehr bringt? Im Folgenden erklären wir, was zur Mid-Career Crisis führt und was du tun kannst, wenn du selbst betroffen bist.

Das führt zur Mid-Career Crisis

Die Ursachen für ein Karrieretief in der Lebensmitte können vielseitig sein. Oftmals hat sich die Gewohnheit eingeschlichen und dir fehlen neue Herausforderungen und Chancen. Doch auch übermäßiger Stress (bis hin zum Burnout) kann dafür sorgen, dass dein Job sich mehr und mehr nach Krise und weniger nach Erfüllung anfühlt.

Oftmals tritt die Krise bei Menschen ein, die in ihrer bisherigen Karriere zwar viel Erfolg verzeichnen konnten – doch irgendwann merken, dass der Job nicht mehr den eigenen Werten entspricht, denn diese verändern sich schließlich mit den Jahren. Ist das der Fall, fällt es schwer, noch den Sinn in der eigenen Arbeit zu sehen. Wer unter einer Mid-Career Crisis leidet, hat es demnach vor allem mit einer Sinnkrise zu tun.

Das kannst du tun

Hinterfrage deine Gedanken

Wenn dein Job (oder gewählter Karriereweg) dich plötzlich unglücklich macht, solltest du zunächst innehalten und deine Gedanken hinterfragen. Denn nicht jeder negative Gedanke spiegelt auch Tatsachen wider. Ist die Situation wirklich so ausweglos, wie sie dir vorkommt? Auch Gedanken, die deine eigenen Fähigkeiten betreffen, können verzerrt sein. Hier kann es helfen, deine Kolleg:innen um eine Einschätzung zu bitten. Versuche, für dich selbst zu beantworten, ob dein Problem nur ein unpassender Job ist – oder es sich um eine grundlegende Unzufriedenheit handelt, die womöglich professioneller Hilfe bedarf.

Versuche es mit Job Crafting

Du hast deine Einstellung zu deinem Job mit der Realität abgeglichen und kommst zu dem Schluss, dein Arbeitsalltag ist für dich tatsächlich nicht (mehr) das Wahre? Dann musst du nicht gleich die Kündigung einreichen. Solange bestimmte Aspekte deines Jobs dich nach wie vor glücklich machen, ist es auch eine Option, deine Arbeit nach deinen Vorlieben umzugestalten. Hier kommt der Trend Job Crafting ins Spiel, bei welchem du – am besten gemeinsam mit Personaler:in und Führungskraft – versuchst, deinen Job den eigenen Werten und Persönlichkeitsmerkmalen anzupassen.

Starte ein Coaching oder eine Therapie

Ein weiterer Weg, mit der Mid-Career Crisis umzugehen, kann ein Coaching oder auch eine Therapie sein. Ersteres ist hilfreich, um etwas Orientierungshilfe für deinen weiteren Karriereweg zu erhalten. Erkundige dich nach Coaching-Angeboten, die speziell auf Karrierefragen zugeschnitten sind. Eine Therapie wiederum ist die bessere Option, wenn es dir psychisch nicht gut geht. Sollte womöglich ein Burnout oder eine andere Erkrankung vorliegen, kann dein:e Therapeut:in dich krankschreiben, so dass du Zeit hast, wieder zu Kräften zu kommen. Sobald du dich erholt hast, kannst du die Situation mit einem klareren Blick betrachten.

Wage den Neustart

Erst, nachdem du dir Zeit für Reflektion, aber auch gedanklichen Abstand von deiner beruflichen Situation genommen hast, kann unter bestimmten Umständen ein Neustart in Betracht gezogen werden. Du kannst in der Mid-Career Crisis nämlich auch eine Chance sehen – die Chance, die beruflichen Karten neu zu mischen und noch einmal etwas ganz Anderes auszuprobieren. Den Job oder auch das Karrierefeld zu wechseln, ist heutzutage ganz normal. Ernsthaft in Frage kommen sollte dieser Schritt allerdings nur nach gründlicher Überlegung und nicht, wenn er dem spontanen Bedürfnis nach schneller Veränderung entspringt. Erste Inspiration für einen beruflichen Wechsel findest du zum Beispiel in unserem Artikel über die besten Jobs für Quereinsteiger:innen.

Nicht nur Menschen im Alter zwischen 30 und 45 Jahren sind gefährdet, eine Krise zu durchleben. So tritt bei vielen jungen Menschen zwischen 20 und 30 Jahren die sogenannte Quarterlife Crisis auf. In unserem Artikel zum Thema erfährst du, wie Betroffene und auch deren Führungskräfte mit dieser umgehen können.

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