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Human Resources
Wieder glücklich auf der Arbeit: So geht Job Crafting

Wieder glücklich auf der Arbeit: So geht Job Crafting

Caroline Immer | 25.04.22

Es muss nicht immer gleich die Kündigung sein: Wer den Spaß im Arbeitsalltag verloren hat, sollte es mit Job Crafting versuchen. Was hinter dem Konzept steckt, erfährst du im Artikel.

Ganze 37 Prozent der Arbeitnehmer:innen sind offen für eine neue Stelle – unter den 30- bis 39-Jährigen sehnt sich sogar fast die Hälfte nach einem neuen Job. Es ist also wichtiger denn je, dass Führungskräfte und Personalverantwortliche Maßnahmen initiieren, die wieder Schwung in den Arbeitsalltag bringen. Ein Weg, einer Kündigung vorzubeugen, ist Job Crafting. Hierbei wird der Job den Wünschen und Bedürfnissen der Arbeitnehmer:innen angepasst.

Job und Persönlichkeit in Einklang bringen

Job Crafting kann mehrere Ziele verfolgen, zum Beispiel einen produktiveren Arbeitsalltag oder mehr Spaß im Job. Um einer Kündigung vorzubeugen, sollte der Fokus vor allem darauf liegen, den Job und die Persönlichkeit in Einklang zu bringen. Erster Schritt ist die Reflektion der eigenen Bedürfnisse, Werte und Stärken. Inwiefern passen diese zum Job? Wo ist noch Verbesserungspotenzial?

Arbeitnehmer:innen können sich hierfür zum einen überlegen, welche Aufgaben im Arbeitsalltag besonders viel Freude bereiten und welche vielleicht eher weniger. Dies ist meist ein guter Indikator dafür, welche der eigenen Fähigkeiten eine Person besonders gern einbringt. Zum anderen kann gemeinsam mit Personaler:innen und Chef:innen überlegt werden, inwiefern die Rahmenbedingungen des Jobs zur eigenen Persönlichkeit passen – etwa, ob lieber im Büro oder Home Office gearbeitet wird.

Mehr Zufriedenheit durch bessere Beziehungen

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Job Crafting sind die Beziehungen am Arbeitsplatz. Der häufigste Grund, der laut einer XING-Studie zur Kündigung führt, ist die Unzufriedenheit über das Verhalten von Führungskräften. Auch Spannungen zwischen Kolleg:innen können dazu führen, dass Angestellte sich auf die Suche nach einem neuen Job begeben. Darüber hinaus ist die Unternehmenskultur für viele Jobsuchende heutzutage ein wichtigerer Faktor als das Gehalt.

Wer Kündigungen vermeiden will, sollte Konflikten am Arbeitsplatz daher möglichst schnell auf den Grund gehen. Hierfür kann zum Beispiel ein:e außenstehende:r Mediator:in hinzugezogen werden. Auch regelmäßige Feedback-Gespräche – denen sich nicht nur Angestellte, sondern auch Führungskräfte stellen müssen – können hilfreich sein.

Die eigenen Erwartungen hinterfragen

Beim Job Crafting geht es nicht nur darum, am Arbeitsalltag etwas zu ändern, sondern gegebenenfalls auch an der eigenen Einstellung. Sind die Erwartungen an den Job zu hoch? Wie wahrscheinlich ist es, dass dich ein anderer Job glücklicher machen wird? Doch auch Führungskräfte und Personaler:innen sollten hinterfragen, ob ihre Erwartungen an die Mitarbeiter:innen realistisch sind. Wird zu viel erwartet und zu wenig Augenmerk auf Employee Wellbeing gelegt, ist eine Kündigungswelle kaum vermeidbar.

Die Optimierung der Arbeitsbedingungen, der Beziehungen am Arbeitsplatz und der persönlichen Einstellung ist also für alle Beteiligten von Vorteil. HR-Verantwortliche können bereits vorbeugend anbieten, das Thema Job Crafting mit den Arbeitnehmer:innen zu besprechen. Sechs Anzeichen dafür, dass diese bereits über eine Kündigung nachdenken, findest du hier.

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