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Human Resources
Jobwechsel: So klappt es auch in unsicheren Zeiten

Jobwechsel: So klappt es auch in unsicheren Zeiten

Hauke Eilers-Buchta | 19.08.22

Ein neues Jobangebot klingt verheißungsvoll, doch der aktuelle Job ist krisensicher. Wie kann der Jobwechsel auch in unsicheren Zeiten ohne großes Risiko gelingen?

Ist man in einem guten Job und kann krisensicher arbeiten, ist dies in vielen Fällen ein positiver Umstand. Dennoch kommt es nicht selten vor, dass man in dieser Situation neue Jobangebote bekommt. Doch was soll man tun, wenn dies in unsicheren Zeiten geschieht und man zum Beispiel Angst vor platzenden Arbeitsverträgen hat oder davor, dass die aufkommende Rezession zu Problemen führen kann. Ist ein Jobwechsel dann überhaupt sinnvoll? Wie kann der Jobwechsel in solch einem Fall trotzdem risikofrei gelingen?

Schon ungeachtet der aktuellen wirtschaftlichen Umstände in Deutschland und der Welt, ist ein Wechsel des Arbeitsplatzes eine Angelegenheit, die das ganze Leben beeinflussen kann. Natürlich muss dies immer individuell betrachtet werden, allerdings gibt es einige Anhaltspunkte, die hierbei eine Rolle spielen sollten. Neben der Sicht auf die eigene Karriere spielen die Wirtschaft sowie die eigene Psychologie eine nicht zu vernachlässigende Rolle.

Jobwechsel in Krisenzeiten: Wie stabil ist die Psyche?

Plant man in unsicheren Zeiten den Jobwechsel, sollte man sich so beispielsweise auch fragen, wie stabil die eigene Psyche ist. Denn der Arbeitsplatzwechsel beansprucht die eigene Psyche in jedem Fall. Einerseits hat man aktuell eine hohe Sicherheit, wünscht sich aber unter Umständen auch Veränderung. Für die meisten Menschen ist dies ein ganz normales Muster im Leben und somit völlig gängig. Die Aspekte Sicherheit und Selbstentfaltung kommen hier zusammen, wenngleich sie völlig konträr arbeiten.

Dies beginnt bereits im jungen Alter. Auf der einen Seite hält man die Risiken im Leben oft niedrig, auf der anderen Seite erkundet man bereits als Baby und Kleinkind seine Umgebung und entwickelt sich auf diese Weise weiter.

Und auch wenn die beiden Faktoren augenscheinlich im Widerspruch zueinander stehen, spielen sie in unserem Leben gleichermaßen eine Rolle. Solange sie sich dabei die Waage halten, sind sie durchaus auch dienlich – beispielsweise für die eigene Karriere.

Wer allerdings am Jobwechsel zweifelt, weil die Zeiten aktuell von vielerlei Problemen geprägt sind, hat vielleicht ein größeres Bedürfnis nach Sicherheit. Eventuell, weil man die Familie versorgen muss, Geld beiseite legen möchte oder auch Kredite abzuzahlen hat. In einem sicheren Arbeitsverhältnis lebt man in Stabilität, weiß um die psychologische Verlässlichkeit. Man kann sich seitens des Unternehmens auf Zusagen verlassen, Absprachen sind einheitlich und sicher und das Arbeitsverhältnis an sich bietet ein hohes Maß an Sicherheit im Leben.

In dieser Situation kann es sich vor dem möglichen Jobwechsel lohnen, einmal zu schauen, was eine:n selber motiviert und woran man im Job Spaß hat. Arbeitet man aktuell, weil der Job Erfüllung bietet, weil das Gehalt super ist oder es weitere lukrative Benefits gibt?

Wie steht es um die ökonomische Seite?

Auch die wirtschaftliche Situation, also die Ökonomie, spielt eine Rolle. In vielen Branchen gibt es zur Zeit eine wirtschaftliche Krise und somit ist eine pauschale Aussage hinsichtlich der wirtschaftlichen Chancen, die Jobs in diesen Bereichen bieten, kaum möglich, da vieles von der Branche abhängig ist, in der man aktiv ist.

Man kann unter Umständen die gesamtwirtschaftliche Lage als Anhaltspunkt hinzuziehen, in einzelnen Branchen kann es allerdings auch gänzlich anders aussehen. Und auch in an sich stabilen Branchen kann sich die Ökonomie teilweise kurzfristig verändern. Arbeitgeber:innen können somit nur schwer eine Garantie geben, dass die Jobs tatsächlich auch langfristig sicher sind. Auch Geschäftsmodelle verändern sich und so kann es passieren, dass selbst erfolgreiche Unternehmen in finanzielle Schieflage geraten und zum Beispiel Personal abbauen müssen.

Natürlich scheint es zunächst einmal sicher, bei einem großen, etablierten Unternehmen anzuheuern und einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Doch die wirtschaftliche Lage kann sich ändern, der Konzern neue Wege gehen wollen – und so kommt es nicht selten vor, dass Umstrukturierungen stattfinden. Dies sollten (neue) Mitarbeiter:innen vor dem Jobwechsel ebenfalls in Betracht ziehen und bei der Entscheidung abwägen. Insbesondere im Hinblick auf Zeitverträge und die Aussicht auf unbefristete Verträge, ist diese Überlegung im Kontext der Sicherheit relevant.

Was für Auswirkungen hat der Jobwechsel auf die eigene Karriere?

Nicht zuletzt spielt natürlich auch der eigene Karriereweg eine wichtige Rolle. Was für Auswirkungen hat der potentielle Jobwechsel beispielsweise für den eigenen Lebenslauf? Was für Folgen kann es haben, wenn man aufgrund eigener Unsicherheit auf den Jobwechsel verzichtet und stattdessen lieber auf Stabilität setzt?

Bleibt man beispielsweise im bisherigen Arbeitsverhältnis und ist dort eher unzufrieden oder gar unglücklich, verpasst man möglicherweise eine neue Herausforderung, wenn man auf die bestehende Sicherheit setzt und nicht wechselt. Zudem kann die aktuelle Krise auch noch weitergehen und ein Ende ist nicht eindeutig vorhersehbar. Ein mögliches Szenario: Man bleibt im bisherigen Unternehmen, ist dort unglücklich und weint zu einem späteren Zeitpunkt der verpassten Chance nach. Es kann allerdings auch eine ganz andere Entwicklung nehmen.

Tipp: Den Fokus auf den Job an sich lenken

Im Großen und Ganzen bietet es sich an, bei einem Jobwechsel äußere Faktoren außer Acht zu lassen und stattdessen den Fokus ganz auf den Job zu richten.

Kann sich der Wechsel des Arbeitsplatzes lohnen, sollte man sich überlegen, ob dieses Risiko nicht kalkulierbar ist und ob man im neuen Job nicht mehr Spaß bei der Arbeit haben wird. Wer letzten Endes Spaß im Job hat, ist oftmals motivierter und kommt beruflich dann auch weiter voran – und dies kann der eigenen Karriere nie schaden.

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