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Büroalltag
Freude über Rückkehr ins Büro? So sehen Angestellte dem Ende des Home Office entgegen

Freude über Rückkehr ins Büro? So sehen Angestellte dem Ende des Home Office entgegen

Michelle Winner | 01.10.21

Die einen freuen sich auf die Kolleg:innen, die anderen fürchten sich davor, die Vorteile von Remote Work komplett zu verlieren. Nicht alle sind dazu bereit, sich wieder der Präsenzpflicht unterzuordenen.

Impfkampagne und 3-G-Regeln sorgen dafür, dass immer mehr Unternehmen ihre Mitarbeiter:innen zurück ins Büro holen. Doch was halten die Angestellten davon? Überwiegt die Vorfreude darauf, die Kolleg:innen wiederzusehen? Oder herrscht immer noch die Angst vor möglichen Infektionsrisiken vor? Glassdoor hat genau dazu eine Studie durchgeführt.

Vorfreude bei verschiedenen Altersgruppen unterschiedlich

Insgesamt fühlen sich 77 Prozent der Befragten wohl damit, ins Büro zurückzukehren. 32 Prozent freuen sich sogar darauf. Gleichzeitig sind einige Angestellte aber auch noch nicht bereit dazu, die Vorteile und den Schutz des Home Office wieder aufzugeben. 20 Prozent möchten nicht zurückkehren. Unterschiedliche Sichtweisen gibt es diesbezüglich vor allen zwischen den verschiedenen Altersgruppen. Bei den 18- bis 24-Jährigen freuen sich 44 Prozent darauf, endlich wieder im Büro zu arbeiten. Bei den Befragten im Alter zwischen 45 und 54 Jahren sind es hingegen nur 19 Prozent. Ein Drittel dieser Gruppe gibt an, lieber nicht an den Arbeitsplatz zurückkehren zu möchten.

Die Angst davor, sich im Büro mit dem Coronavirus zu infizieren sowie die Vorteile der Arbeit im Home Office sind wohl die Hauptgründe, wieso einige Befragte noch nicht zurückkehren möchten. Für Vorfreude sorgt hingegen der Gedanke, endlich der sozialen Isolation zu entkommen. Denn 45 Prozent geben an, dass sie sich durch die Pandemie weniger mit ihren Kolleg:innen verbunden fühlen. Und auch die Identifikation mit den Vorgesetzten (26 Prozent) und dem Unternehmen selbst (22 Prozent) hat durch die Lockdowns stark nachgelassen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass 53 Prozent der Angestellten den persönlichen Kontakt mit den Kolleg:innen als guten Grund sehen, um wieder ins Büro zurückzukehren.

Pandemie hat der Karriere Steine in den Weg gelegt

62 Prozent der Befragten haben das Gefühl, dass sich durch die Pandemie ihre Fortbildungs-, Aufstiegs- und Gehaltschancen verschlechtert haben. Bei den Frauen ist dieser Anteil größer als bei den Männern. Besonders die jüngeren Angestellten (18 bis 34 Jahre) fürchten um ihre Möglichkeiten. Das deckt sich mit den Aussagen der Befragten im Karrierebarometer von JobTeaser, über das wir kürzlich berichteten. Die Befürchtungen vieler Angestellter scheinen nicht ganz unbegründet. Denn knapp 55 Prozent geben an, dass ihre Karriere seit dem Beginn der Pandemie stagniert oder sich sogar verschlechtert hat. 45 Prozent meinen aber gleichzeitig, dass sich ihre Karriere verbessert hat. Diese Aussage trafen vor allem Männer (51 Prozent im Vergleich zu 39 Prozent bei den Frauen). Doch trotz dieser Ergebnisse finden nur 19 Prozent, dass es durch die Pandemie weniger Möglichkeiten gibt, im Job voranzukommen.

Dennoch ist anzunehmen, dass auch die Angst vor dem beruflichen Stillstand im Home Office einer der Gründe ist, wieso viele Angestellte der Rückkehr ins Büro positiv gegenüberstehen. Gleichzeitig befürchten aber auch 29 Prozent der Befragten, dass sich ihre Work-Life-Balance verschlechtert, wenn sie nicht mehr im Home Office sind. 32 Prozent haben keine Lust, Zeit beim Pendeln zu vergeuden und 27 Prozent denken mit Grauen daran, sich wieder jeden Morgen fürs Büro „schick“ zu machen. Im Home Office tat es meist die Jogginghose. Weitere 15 Prozent haben kein Interesse daran, wieder Smalltalk führen zu müssen.

Die Zukunft ist hybrid

Es zeigt sich, dass zwar der Großteil der Arbeitnehmer:innen einverstanden mit der Rückkehr ins Büro ist, aber vor allem, weil sie nach der langen sozialen Isolation und der Stagnation der Karriere wieder nach vorn blicken wollen. Ängste hinsichtlich des Infektionsrisikos sowie der Rückkehr zum Prä-Corona-Status herrschen ebenfalls. Die wenigsten wollen ihre Arbeit komplett ins Home Office legen, aber möchten gleichzeitig auch nicht die Annehmlichkeiten wie Flexibilität verlieren, die es mit sich bringt. Wieder einmal zeigt sich, dass hybride Arbeitsmodelle vermutlich die beste Lösung sind, um die verschiedene Interessen der Arbeitnehmer:innen auf einen Nenner zu bringen.

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