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E-Mail Marketing
Warum die E-Mail auch nach 50 Jahren eines der wichtigsten Marketing Tools ist
© Solen Feyissa - Unsplash

Warum die E-Mail auch nach 50 Jahren eines der wichtigsten Marketing Tools ist

Ein Gastbeitrag von Michael Diestelberg | 03.02.21

Dieses Jahr wird die E-Mail ein halbes Jahrhundert alt. Ihre Relevanz für die Markenkommunikation und das Marketing überhaupt ist so groß wie selten. Hier folgen 8 Gründe, die das untermauern.

Die E-Mail feiert 2021 ihren 50. Geburtstag. Erfunden wurde sie von Ray Tomlinson, der 1971 erstmals elektronische Nachrichten zwischen zwei Computern versendet. Pünktlich zu diesem runden Geburtstag setzt die interaktive E-Mail auf Basis von Industriestandards wie Accelerated Mobile Pages (AMP) neue Maßstäbe bei der dynamischen Content-Erstellung.

Acht Gründe: Darum ist die E-Mail noch immer so wichtig für das Marketing

Erweitert um personalisierte und interaktive Elemente, bietet die E-Mail ganz ohne Kanalwechsel spannende Kund:innenerlebnisse. So können Nutzer:innen durch AMP aus jeder E-Mail heraus Produkte kaufen, Artikel zu Wunschlisten hinzufügen oder Feedback zu interaktiven Umfragen geben. Damit untermauert die E-Mail ein weiteres Mal ihren Status als wirksames Tool für ein regelmäßiges Customer Engagement im Marketing-Mix. Daher überrascht es nicht, dass sich das E-Mail-Marketing als effektiver Marketing-Kanal großer Beliebtheit erfreut: Es folgen acht Gründe, warum die E-Mail längst noch nicht ausgedient hat.

1. E-Mail ist der Kommunikationskanal Nummer eins

Die E-Mail ist der bevorzugte Kommunikationskanal für die meisten Nutzer:innen, die im Internet einkaufen. Für jede Bestellung, die Endverbraucher:innen anstoßen, erhalten sie mehrere E-Mails: Die Auftragsbestätigung, die Rechnung, die Versandbestätigung und den Lieferstatus. Die große Mehrheit der Verbraucher:innen wird zudem im Nachgang per E-Mail aufgefordert, eine Einschätzung zur Service-Qualität und Produktzufriedenheit zu geben und wird über ergänzende Angebote informiert.

Obgleich die Nutzung von sozialen Netzwerken sowie anderen Kommunikationsformen zunimmt, zeigt auch die E-Mail ein regelmäßiges Wachstum. Laut den Marktforscher:innen der Radicati Group steigt die Anzahl der weltweiten E-Mail-Nutzer:innen 2021 auf mehr als vier Milliarden. Rund die Hälfte der Weltbevölkerung nutzt also E-Mails.

2. E-Mails sind kostengünstig

Was bei anderen Marketing-Kanälen oft ausgeblendet wird, ist der hohe Aufwand bei der Erstellung und Verwaltung von Marketing-Kampagnen. Social-Media-Kampagnen etwa binden viel Zeit und Ressourcen, um langfristig erfolgreich zu bleiben. Marketing per E-Mail ist kostengünstiger und erfordert keine großen Startbudgets, benötigt wird nur eine Versand-Plattform mit einigen Basisfunktionen. Die meisten Unternehmen starten zunächst mit professionellen E-Mail-Marketing-Aktivitäten, und fügen anschließend schrittweise weitere Kommunikationskanäle wie Push oder SMS hinzu.

Marketing mit E-Mail ist daher nicht nur günstig pro Einheit, sondern erfordert auch weniger Ressourcen für jede einzelne Kampagne. Aufgrund seines etablierten Status ist E-Mail-Marketing eine der kostengünstigsten Methoden zur Generierung von Leads und Verkäufen. Mit nur wenigen Cent pro E-Mail und Gesamtbudgets von einigen hundert Kund:innen können zielgenaue Kampagnen für Kund:innen und Interessierte gestartet werden.

3. E-Mails sind ein Publikumsmagnet – auch beim ROI

Die E-Mail ist ein Alleskönner. Egal, ob es um Kund:innenbindung, Neukund:innengewinnung, Abverkauf, Cross- und Up-Selling oder die Rückgewinnung von inaktiven Kontakten geht. Das Verhältnis zwischen Budget und Effektivität ist hierbei einzigartig. Gemäß der britischen Data & Marketing Association (DMA) generiert jeder in E-Mail-Marketing investierte Euro einen durchschnittlichen Return on Investment von 46 Euro. E-Mail ist demnach nach wie vor einer der kosteneffektivsten Marketing-Kanäle und zeigt keine Anzeichen von Abschwächung. Eine Voraussetzung für den Erfolg des Marketing mit E-Mail bleiben hohe Öffnungs- und Klickraten und das Engagement der Endverbraucher:innen.

4. E-Mail-Kommunikation datengetrieben – und offen für andere Kanäle

Erfolgreiche E-Mails basieren auf Daten und den entsprechenden Insights. Marketer sind dadurch in der Lage das Kund:innenverhalten zu analysieren und belastbare Erkenntnisse zu nutzen. Laut des aktuellen E-Mail-Marketing Benchmark 2021 von Absolit setzen aktuell 98 Prozent der befragten Unternehmen E-Mail-Marketing ein, um kontinuierlich mit ihren Kund:innen sowie Interessenten in Kontakt zu treten. E-Mail-Marketing-Maßnahmen können ihr Potenzial voll ausspielen, sofern die Ansprache individualisiert und auf die verschiedenen Interessen ausgelegt wird. Voraussetzung für eine solche One-to-One-Personalisierung ist, dass die Maßnahmen technologisch robust erfasst werden. Zugleich lassen sich E-Mails mit anderen Arten des digitalen Marketings wie Affiliate oder Social Media Marketing einfach und effektiv kombinieren.

5. E-Mails sind Türöffner für Sales

Die E-Mail-Nutzung können Marketer genauso verfolgen wie sie es bereits mit ihrer Website tun. Die so generierten Daten und Insights lassen sich dann für Erfolgs-Reportings sowie für die Optimierung von KI-basierten Algorithmen und gezielte Automatisierungsmaßnahmen nutzen.

Was kann nachverfolgt werden? Kurz gesagt: Eigentlich alles. Zumindest alles, was für den Marketer von Interesse sein könnte: Ob, wann, wo, mit welchem Gerät die E-Mail aufgerufen wird. Einzige Voraussetzung: Aktuelle DSGVO-Maßnahmen müssen eingehalten werden.

6. E-Mails erzielen hohe Aufmerksamkeit

Öffnungsraten von mehr als 20 Prozent und Klickraten von mehreren Prozent machen den Erfolg von E-Mails aus. Kaum eine andere Marketing-Disziplin erreicht auf Dauer eine solche Performance. Durch ihre E-Mail-Anmeldung zeigen Endverbraucher:innen ihr Interesse an einer Marke oder einem Produkt. Beim Versand ist wichtig, dass die Kernbotschaften bereits im Betreff zu lesen sind. Leser:innen können die Mail zwar löschen ohne sie zu öffnen, wissen aber anhand des Betreffs oder durch die Vorschau der Mail, welchen Inhalt sie bereithält. Auch ohne sich den Inhalt anzuschauen, nehmen Leser:innen die Betreffzeile wahr und entscheiden anhand dieser Information, ob e sie die E-Mail löschen oder nicht. So bleibt eine E-Mail im Grunde nie ungesehen.

7. E-Mails sind mobil

Seitdem Smartphones und Tablets den PC als Hauptgerät abgelöst haben, werden E-Mails vor allem unterwegs gelesen. Die E-Mail, die ursprünglich als reine Textnachricht begann, entwickelt sich mit den neuen Technologien weiter und es gilt Mobile First. Aus diesem Grund führt kein Weg daran vorbei, E-Mails und Kampagnen-Mails für mobile Endgeräte zu optimieren – und fit für den Einkauf unterwegs zu machen. Optimierte Mobil-Maßnahmen basieren auf responsiven Template-Designs. Im Fokus stehen hierbei die einwandfreie und übersichtliche Darstellung auf den mobilen Displays sowie die einfache Bedienbarkeit.

8. E-Mails sind interaktiv

E-Mail-Technologien wurden im Laufe der Zeit aktualisiert und werden auch für das nächste Jahrzehnt aktuell sein. Mit Accelerated Mobile Pages (AMP) haben Google und einige andere große Technologieunternehmen sowie Publisher einen Standard für sofort ladende, mobile Websites geschaffen. Es handelt sich hierbei um eine Open-Source-Initiative mit dem Ziel, die Ladezeit von Inhalten auf mobilen Endgeräten deutlich zu reduzieren.

AMP ermöglicht die Erstellung von dynamischem und interaktivem Content. Mehr als je zuvor können Marken damit für Personalisierung sorgen, um regelmäßige Kund:innen-Interaktionen zu erzeugen. Endverbraucher:innen erwarten heute Inhalte, die auf ihre individuellen Interessen und Vorlieben zugeschnitten sind. Aus diesem Grund generieren personalisierte und interaktive E-Mails oft höhere Transaktionsraten.

Fazit

Die Relevanz der E-Mail ist ungebrochen – auch nach 50 Jahren. Obwohl beim Aufkommen (neuer) sozialer Netzwerke beziehungsweise neuer Marketing-Disziplinen bereits öfter der Untergang der E-Mail prophezeit wurde, hat sie überlebt und sich weiterentwickelt. Die E-Mail hat sich als innovativ erwiesen und hat als Marketing-Instrument einen festen Platz in den Köpfen der Marketing-Verantwortlichen sowie der Nutzer:innen, die den Kanal täglich intensiv nutzen. Auf dem Grundstein der E-Mail, der mit der Einführung des @-Zeichens durch Ray Tomlinson im Jahr 1971 gelegt wurde, lässt sich auch heute mit zukunftsweisenden und interaktiven Konzepten aufbauen. Der Evergreen E-Mail lebt – more than ever.

Kommentare aus der Community

Frank am 15.02.2021 um 12:51 Uhr

Danke für den schönen Artikel! Der wesentliche Grund, warum die E-Mail der wichtigste Push-Kanal ist (und vorerst bleibt), liegt an dem offenen Standards: Ein jeder kann E-Mail-Clients und Server programmieren. Man ist nicht abhängig von einem Plattformbetreiber.

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