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E-Commerce
Geringes Interesse der User: TikTok cancelt E-Commerce-Pläne

Geringes Interesse der User: TikTok cancelt E-Commerce-Pläne

Caroline Immer | 06.07.22

Vorstöße in Sachen E-Commerce sind für TikTok der nächste logische Schritt – doch die User in Europa begeistern sich kaum für TikToks Shopping Features. Pläne, diese auszuweiten, wurden nun gecancelt.

Während Instagrams Shop Tab bereits seit 2020 fester Bestandteil der Plattform ist, hinkt TikTok in Sachen E-Commerce noch etwas hinterher. Zwar führte die Plattform kürzlich ebenfalls einen Shop Tab ein, der an Instagrams Variante erinnert. Doch Bemühungen, die Initiative „TikTok Shop“ im Vereingten Königreich zu etablieren, sind anscheinend gescheitert.

Das Projekt sollte es Brands sowie Influencern ermöglichen, per Livestream Produkte zu verkaufen. Ursprünglich plante die Plattform, den TikTok Shop in der ersten Hälfte des Jahres in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien zu launchen, später dann in den USA. Doch die Expansionspläne wurden nun auf Eis gelegt, wie Insider gegenüber der Financial Times berichten.

Weder User noch Influencer sind für das Projekt zu begeistern

Laut den Insidern seien mehrere Influencer aus dem Projekt ausgestiegen. Darüber hinaus sei der Shop bei den Usern auf wenig Interesse gestoßen und habe nicht Fuß fassen können. Ein:e TikTok-Angestellte:r erklärt gegenüber der Financial Times, dass das Verbraucher:innenbewusstsein im Vereinigten Königreich noch minimal sei. Viele der Livestreams konnten nur geringe Umsätze erzielen – trotz Bemühungen, Brands und Influencer zu Verkäufen über die App anzuregen. Der Fokus liege nun darauf, das Projekt im Vereinigten Königreich erfolgreicher zu machen, bevor die Shopping Features auf weiteren Märkten erscheinen.

Mehr Erfolg in Asien

Während TikToks E-Commerce-Vorstöße in Europa noch kaum an Boden gewinnen können, sieht es auf dem chinesischen Markt ganz anders aus. In-App Shopping Features sind bereits ein etablierter Teil des chinesischen TikTok-Pendants Douyin. Bis zum Mai 2021 konnte die App bereits 26 Milliarden US-Dollar in E-Commerce-Transaktionen erzielen.

Auch der neue Shop Feed Tab ist bislang hauptsächlich in asiatischen Ländern verfügbar, darunter Vietnam und Singapur. Dieser liefert Usern Produkte verschiedener Kategorien. Nutzer:innen können den Tab durchstöbern und beispielsweise Kleidung oder elektronische Geräte kaufen. Aktuell wird der Tab in Indonesien getestet. Die Vermutung liegt nahe, dass TikTok seine E-Commerce-Bemühungen im asiatischen Raum weiter fortsetzt, während die Pläne in Europa und auch den USA zumindest teilweise zurückgezogen werden.

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