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E-Commerce
E-Commerce bei Facebook: Drei neue Features für Unternehmen angekündigt
© grinvalds, Getty Images Pro, Facebook - Canva

E-Commerce bei Facebook: Drei neue Features für Unternehmen angekündigt

Aniko Milz | 23.06.21

Facebook wird immer mehr zur E-Commerce-Plattform und auch Instagram und WhatsApp erhalten neue Shopping-Optionen. Welche Updates Mark Zuckerberg jetzt einführt, erfährst du im Artikel.

Was einst ein revolutionäres – wenn auch recht simples soziales Netzwerk – war, ist heutzutage zu etwas geworden, das weit über das Kontakthalten mit Freund:innen aus dem Auslandsjahr hinausgeht. Auf Facebook können User mittlerweile Geld verdienen. Sei es privat auf dem Marktplatz der Plattform oder als Unternehmen mit Facebook Shops oder beispielsweise Paid Live Events. Doch nun verkündete das Unternehmen neue Features und läutet damit die nächste Phase des E-Commerce Push ein.

Auf Facebook teilte Mark Zuckerberg einen Live Stream, in dem er die neuen Features ankündigte. Dazu gehören Shops in WhatsApp, Shop Listings auf dem Facebook Marketplace und eine visuelle Suchoption auf Instagram. Davon berichtet unter anderem SocialMediaToday. Shops auf Facebook und Instagram launchten erst vor einem Jahr. Seit dem wurden 1,2 Millionen monatlich aktive Shops eröffnet, die von 300 Millionen Usern im Monat besucht werden, so Zuckerberg in dem Live Stream. Hier liegt also noch einiges an offenem Potential für Unternehmen, die durch eine Shop-Eröffnung ab sofort direkt auf Shops auf Instagram, Facebook und nun auch WhatsApp zugreifen können.

Einführung von Shops auf WhatsApp

Zugegebenermaßen ist WhatsApp nicht wie Instagram oder auch Facebook die ideale Plattform, um zu stöbern und nach Produkten zu suchen. Doch im Gegensatz zu den beiden letztgenannten kann WhatsApp für Unternehmen die ideale Plattform sein, um einen engen Kontakt zu Kund:innen aufzubauen. Schließlich werden die meisten WhatsApp eher als Instagram und Facebook für den Nachrichtenaustausch mit Freund:innen und Familie nutzen. Hier in Kontakt mit Unternehmen zu treten, Fragen stellen und Produkte direkt kaufen zu können, bedeutet für User eine attraktive Form des Online Shoppings.

© Facebook

Die Monetarisierung von WhatsApp hatte sich bisher als schwierig herausgestellt. Schließlich würden die wenigsten User Anzeigen im Umfeld ihrer privaten Nachrichten begrüßen. Stattdessen hatten Businesses die Möglichkeit, mit Facebook Ads auf ihren WhatsApp-Auftritt zu verlinken. Dort konnten User Kontakt aufnehmen oder im angelegten Produktkatalog stöbern.

Shop Listings auf dem Marketplace

Wer auf Facebook etwas kaufen möchte, ist hierfür eventuell in bestimmten Gruppen unterwegs, doch der Anlaufpunkt ist eigentlich der Marktplatz der Plattform. Hier verkaufen User Gebrauchsgegenstände, aber auch Immobilienanzeigen und andere Inserate werden hier geschaltet. Mit dem Update von Facebook sollen Shop Listings auch im Marktplatz erscheinen. Dafür müssen Shop-Inhaber:innen nichts unternehmen. Die Listings sollen bei passenden Suchen einfach ausgespielt werden und so eventuell zu mehr Verkäufen führen. Dieses Feature ist zunächst nur für Shops aus den USA mit On-Site Checkout freigeschaltet. Eine weitere Neuerung, die Zuckerberg ankündigte, sind personalisierte Shop Ads:

We’re launching the ability for a business to send shoppers to where you’re going to be most likely to make a purchase based on your shopping behavior.

Bei Pinterest abgeguckt: Visual Search kommt zu Instagram

Das dritte Feature betrifft Instagram und dürfte Pinterest Usern bekannt vorkommen. „Visual Search“ auf Instagram ist quasi Pinterests Lens Tool. Damit können User Items, die sie auf Instagram sehen, direkt auswählen und nach ähnlichen Produkten suchen. Zuckerberg erklärt:

A lot of shopping discovery begins with visual discovery, right, so you see something that you think is awesome. And then, you know, maybe you want to see other products that are like that, or you want to figure out how to get that product. And this is the type of problem that AI can really help out with. 

Unklar ist bisher, ob die Funktion nur in die Kamera eingebaut wird oder ob die Suche auch in Stories und Beiträgen anderer User funktioniert.

Der große Anstieg des Online-Handels war zwar auch schon zuvor zu beobachten, doch die weltweite Coronapandemie hat diesen weiter stark gepusht. Keine der vorgestellten Funktionen ist unbedingt neu oder innovativ. Doch mit der Power, die hinter dem Unternehmen steckt, dürfte zu erwarten sein, dass sich User nur weiter daran gewöhnen, dass sie alles, was sie online sehen, auch kaufen können.

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