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Digitalpolitik
Apple setzt Search Ads im App Store in Russland aus

Apple setzt Search Ads im App Store in Russland aus

Niklas Lewanczik | 08.03.22

Zunächst stoppte Apple die Produktverkäufe in Russland, nun folgen Search Ads. Damit folgt das Unternehmen Googles Beispiel.

Diverse Advertiser und Entwickler:innen haben bei Twitter Screenshots einer Mail von Apple geteilt. Darin verkündet das Unternehmen, Search Ads im App Store in Russland bis auf Weiteres nicht mehr auszuspielen. Damit verschärft Apple die Sanktionen gegen Russland, nachdem kürzlich auch der Produktverkauf in dem Land gestoppt worden war, dessen Präsident derzeit einen ungeheuerlichen Krieg gegen die Ukraine führt. Nach diesem Schritt sind die digitalen Werbeoptionen in Russland inzwischen immens eingeschränkt.

Nach dem Google Play Store bietet auch der App Store keine Werbung mehr in Russland

Apples Entschluss geht aus einer Mitteilung hervor, die das Unternehmen diversen Advertisern und Entwickler:innen sendete – selbst wenn diese keine Kampagnen in Russland umgesetzt haben. Die Meldung wurde vielfach via Twitter geteilt, etwa vom Entwickler James Thomson:

Der Stopp der Search Ads ist auf unbestimmte Zeit angesetzt. Solange der Krieg in der Ukraine anhält, dürfte die Option deaktiviert bleiben. Wie Bloomberg und TechCrunch berichten, ist die geteilte Mitteilung Apples seriös. Das Tech-Unternehmen hat sich bisher nicht offiziell dazu gemeldet. Diese jüngste Maßnahme Apples folgt dem Verkaufsstopp von Produkten der Marke sowie der Einschränkung von Apple Pay in Russland und dem Ausschluss von russischen Staatsmedien wie RT und Sputnik aus dem App Store in den Märkten außerhalb Russlands.

Apple reagiert damit auch auf einen offenen Brief des ukrainischen Vizepremierministers und Ministers für digitale Transformation, Mykhailo Fedorov. Darin hatte dieser Tim Cook, CEO von Apple, unter anderem aufgefordert, Russland zunächst keine Apple-Produkte und -Dienste mehr zur Verfügung zu stellen.

Apple setzt damit ebenso wie Google die digitalen Werbeformate in Russland aus. Auch Player wie Microsoft und Meta hatten in den vergangenen Tagen erklärt, russischen Staatsmedien keine Plattform bieten und eine Ad-Monetarisierung für diese unterbinden zu wollen – und entsprechende Maßnahmen eingeführt.

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