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Unternehmensrichtlinien
Google, Meta und Co. schränken auch Ads aus Russland ein

Google, Meta und Co. schränken auch Ads aus Russland ein

Niklas Lewanczik | 01.03.22

Die großen Tech-Unternehmen blockieren nicht nur Plattformen und Websites wie RT, sondern schränken auch die Ads und Monetarisierung der staatlich gesteuerten Medien ein.

Die Invasion Russlands in die Ukraine schlägt auch im Digitalraum hohe Wellen. Konzerne wie Meta, Alphabet und Twitter haben auf den Konflikt reagiert, indem auf Plattformen wie Google, Facebook, YouTube und dergleichen die russischen Staatsmedien eingeschränkt oder blockiert wurden. Dabei gehen die Leitplattformen der Social-Media-Landschaft inzwischen auch so weit, Werbung in Russland einzustellen sowie die Monetarisierung über Ads für russische Staatsmedien zu beschränken.

Keine Monetarisierung durch Ads für russische Medien

Der Social-Konzern Meta bekräftigte bereits in einem Blogpost, dass die Accounts von russischen Staatsmedien auf Facebook demonetarisiert werden. Außerdem sind diesen keine Ad auf der Plattform erlaubt:

We’re taking extensive steps to fight the spread of misinformation by expanding our third-party fact-checking capacity in Russian and Ukrainian. We’re also providing more transparency around state-controlled media outlets, prohibiting ads from Russian state media and demonetizing their accounts.

Der Werbebann gilt zudem global, wie Nathaniel Gleicher, Head of Security Policy bei Meta, via Twitter bekanntgibt:

Bei Twitter wiederum werden Links zu russischen Staatsmedien mit einem Label versehen – mit dieser Option arbeitet auch Meta. Zudem soll die Zirkulation der Inhalte dieser Medien auf der Plattform drastisch eingeschränkt werden. Das erklärt Yoel Roth, Twitters Head of Site Integrity, in einem Tweet:

Alphabet und Microsoft ziehen mit

Und wie Paresh Dave bei Reuters berichtet, enthält auch Alphabet Medien wie RT und weiteren staatlich gesteuerten Medien aus Russland vor, mit Werbung auf Google oder YouTube weiterhin Geld zu verdienen. Auch in deren eigenen Apps und auf deren Websites sollen die Medien nicht mehr mithilfe von Googles Ad-Technologie monetarisieren können. Bei Search, Gmail und Co. können die Medien keine Werbung platzieren.

We’re actively monitoring new developments and will take further steps if necessary,

erklärt Michael Aciman, Sprecher für Alphabet. Auch Microsoft hat in einem ausführlichen Blogpost angegeben, dass russische Staatsmedien wie Sputnik und RT nicht weiter gefördert werden. So heißt es im Post von Microsoft-Präsident Brad Smith:

We are removing RT news apps from our Windows app store and further de-ranking these sites’ search results on Bing so that it will only return RT and Sputnik links when a user clearly intends to navigate to those pages. Finally, we are banning all advertisements from RT and Sputnik across our ad network and will not place any ads from our ad network on these sites.

Beschränkungen für russische Medien und innerhalb Russlands

Vor wenigen Tagen hatte Mykhailo Fedorov, Vizepremierminister und Minister für digitale Transformation der Ukraine, via Twitter YouTube aufgefordert, propagandistische Kanäle wie jene von Russia 24, RIA Novosti und Co. zu blockieren.

Wie Protocol berichtet, hat auch Russlands Föderaler Dienst für die Aufsicht im Bereich der Kommunikation, Informationstechnologie und Massenkommunikation, Roskomnadzor, den Zugang etwa zu Facebook und Twitter mindestens teilweise beschränkt. Russland wirft den US-Plattformen Zensur der eigenen Medien vor.

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