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Doch nicht „forever“ kostenlos? Telegram launcht Bezahlabonnement

Doch nicht „forever“ kostenlos? Telegram launcht Bezahlabonnement

Larissa Ceccio | 14.06.22

Der viel diskutierte Messaging-Dienst Telegram möchte User mit erweiterten Features und Limits für ein neues Premium-Abonnement gewinnen.

Telegram gibt es nun bereits seit fast neun Jahren und ist inzwischen zu einem viel genutzten Messaging-Dienst mit über einer Milliarde Downloads avanciert. Jedoch ist dieser auch oft Gegenstand öffentlicher Diskurse, da die App stärker als andere von beispielsweise radikalen Verschwörungstheoretiker:innen und kriminellen Gruppierungen genutzt wird. Eine Recherche der ARD bestätigte beispielsweise, dass in Telegram Chats neben Hassbotschaften täglich Gewalt- und Tötungsaufrufe gegen Menschen aus Politik, Wissenschaft oder Medizin stattfinden.

Telegram erweitert Limits – jedoch nur für Premium User

Fans der App freuen sich seit Bestehen über vielfältige Funktionen und Ressourcen. Vor allem die weiten Limits für Chats, Medien und Datei-Uploads sind für viele User ein Argument für Telegram. Bisher sind diese gänzlich kostenlos. Jetzt reagiert das Unternehmen auf die Forderungen der Nutzer:innen die Limits noch weiter anzuheben, betont hierbei jedoch, dass die Server- und Traffic-Kosten unüberschaubar wären, wenn alle Limits aufgehoben werden würden. Die Lösung könnte Fans jedoch weniger freuen, denn höhere Limits sollen innerhalb einer kostenpflichtigen Option angeboten werden.

Telegram plant demnach, ein Premium-Abonnement für diejenigen anspruchsvollen User, die sich noch mehr Funktionen, Geschwindigkeit und Ressourcen wünschen, anzubieten. Außerdem plädiert die App darauf, dass Fans durch den Erwerb von Telegram Premium die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens unterstützen würden.

Bisher bestehende Funktionen bleiben weiterhin kostenlos und Telegram erklärt, dass trotz eines bestehenden Premium-Abonnements kostenfreie Funktionen für reguläre User hinzukommen werden. Zudem launcht die App bereits jetzt Features für Nicht-Premium-Abonnent:innen, wie die Option, extragroße Dokumente, Medien und Sticker anzusehen, die von Premium Usern gesendet wurden oder auf Premium-Reaktionen zu tippen, die bereits an eine Nachricht angeheftet wurden.

Telegram setzt auf Fans statt Werbepartner:innen

Bisher hatte das Unternehmen stets eine kostenlose Nutzung versprochen. Sogar „forever“, wie es in der englischsprachigen Version beim Start hieß. Doch die Meldung über ein Premium-Abonnement wurde kürzlich offiziell bestätigt. Auf dem Telegram Channel von Pavel Durov, dem Product Manager,  CEO und Gründer der App, teilt Durov regelmäßig News, Informationen und „Thoughts“. Bezüglich Telegram Premium erklärt er:

While our experiments with privacy-focused ads in public one-to-many channels have been more successful than we expected, I believe that Telegram should be funded primarily by its users, not advertisers. This way our users will always remain our main priority.

Damit erläutert er, dass Telegram trotz vorausgegangener Werbetests durch Nutzer:innen statt Unternehmen finanziert werden sollte und betont, dass nur so die Bedürfnisse der User wie gewohnt an oberster Stelle stehen könnten. Wir dürfen gespannt sein, wie die Community auf Telegrams Vorhaben und die diesbezüglichen Argumente reagiert, und wie viele User bereit sind, für den Dienst zu zahlen.

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