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Mobile Marketing
Werbeanzeigen im Messenger: Telegram startet mit Sponsored Messages

Werbeanzeigen im Messenger: Telegram startet mit Sponsored Messages

Aniko Milz | 29.10.21

Telegram bietet ab sofort Advertisern die Möglichkeit, Ads in dem Messenger zu platzieren. Bei uns erfährst du alles über das Ad-Format der Sponsored Messages.

Telegram hat vor allem während der Coronapandemie viele neue Nutzer:innen dazugewinnen können. Die WhatsApp-Alternative hat mittlerweile etwa 500 Millionen monatlich aktive User und knackte zuletzt die Marke von einer Milliarde Downloads. WhatsApp selbst hat etwa zwei Milliarden User. Doch das Unternehmen verlor einige seiner User durch die neuen Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinie im Januar. Statt diese zu akzeptieren, wechselten viele zu Alternativen wie Telegram oder auch Signal.

Zur Finanzierung: Telegram startet Anzeigen in der App

Um sich finanzieren zu können, setzt Telegram nun auf Werbeanzeigen. Noch befinde man sich in einer Testphase, doch potentielle Werbepartner:innen könnten sich bereits ein Konto anlegen, so heißt es auf dem Unternehmensblog.

Telegram welcomes all responsible advertisers. Anyone can study Telegram’s Ad Policies and Guidelines, create an account on the Ad Platform and try out the interface,

wird unter dem Punkt „Getting Started“ erklärt. Hier findet sich auch eine Erklärung zu dem Anzeigenformat, das Telegram anbieten möchte: Sponsored Messages. Diese werden in den öffentlichen „One-to-Many“ Channels ausgespielt, die mehr als 1.000 Follower haben. Sponsored Messages können bis zu 160 Zeichen haben und werden nur in Channels ausgespielt, die thematisch passen. Das heißt, so betont Telegram, dass keine User-Daten analysiert werden, um Ads passend an User auszuspielen:

Advertisers can choose the language and approximate topics of channels where their ads will be displayed. It is also possible to choose specific channels where a certain ad will be shown [….]

Ads inmitten von Verschwörungsideologien?

Als Kritikpunkt an dem Unternehmen wurde stets hervorgebracht, dass zu wenig gegen Hassrede und Desinformationen unternommen werde. Die App gilt als Sammelpunkt für Menschen, die Verschwörungsideologien austauschen und verbreiten möchten. Advertiser zu finden, die in diesem Umfeld werben möchten, könnte sich schwieriger als auf anderen Plattformen herausstellen. Doch Advertiser bekommen auch die Möglichkeit, bestimmte Channels für die Ausspielung ihrer Ad auszuschließen. Noch sind die Ads in einer Testphase. Sobald sie vollständig ausgerollt sind und Telegrams „basic costs“ abdecken, wird der Ad Revenue auch mit den Channel-Betreiber:innen geteilt.

Im Werben in Messengern liegt ein enormes Potential, schließlich werden dort Werbebotschaften in ein familiäres Umfeld eingebunden. So nutzt beispielsweise Meta (ehemals Facebook), schon seit 2017 Ads im Facebook Messenger. Für WhatsApp wurde dieser Plan vergangenes Jahr zunächst auf Eis gelegt. Damals fürchtete man zu sehr die negativen Reaktionen der User. Wie wir es von anderen Features in Social Apps kennen, ist jedoch zu erwarten, dass auch Ads in Messengern schnell eingeführt werden, sobald es bei anderen erfolgreich läuft.

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