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Amazon enttäuscht mit aktuellen Quartalszahlen

Amazon enttäuscht mit aktuellen Quartalszahlen

Aniko Milz | 29.10.21

Der E-Commerce-Riese kann mit den Quartalszahlen für Q3 nicht überzeugen. Lieferengpässe sorgten für ein geringeres Wachstum. Auch mit Prognosen für das Weihnachtsquartal zeigt sich das Unternehmen vorsichtig.

Amazon verfehlte mit den für das dritte Quartal des Jahres vorgelegten Quartalszahlen die Erwartungen. Dies sei hauptsächlich auf Lieferschwierigkeiten zurückzuführen. Die Anleger:innen waren nicht begeistert, denn Analyst:innen hatten ein Ergebnis pro Aktie von 8,92 US-Dollar erwartet. Stattdessen notiert das Unternehmen lediglich 6,12 US-Dollar in den Quartalsergebnissen. Im nachbörslichen Handel fiel die Aktie zeitweise um fünf Prozent.

Auch der Umsatz fiel etwas geringer aus als erwartet. Amazon vermeldete ein Umsatzwachstum von 15 Prozent auf 110,8 Milliarden US-Dollar, während man zuvor mit 111,6 Milliarden gerechnet hatte. Im zweiten Quartal hatte der Umsatz noch bei 113,1 Milliarden US-Dollar gelegen. Wegen höherer Kosten sank zudem der Nettogewinn auf 3,2 Milliarden US-Dollar.

AWS wächst deutlich stärker als Online-Handel

Im Bereich des Online-Handels, der schließlich Amazons Kerngeschäft ist, stieg der Umsatz nur um drei Prozent. Dagegen gewinnt der Bereich Amazon Web Services (AWS) eindeutig. Hier stiegen die Umsätze um 39 Prozent auf 16,1 Milliarden US-Dollar. Auch der Bereich, in dem Amazon das Geschäft mit der Online-Werbung ausweist, wuchs stark. Hier verzeichnete das Unternehmen einen Anstieg des Umsatzes um 49 Prozent.

Zwar könnte man nun optimistisch auf das vierte Quartal gucken. Schließlich befeuern die Feiertage meist immens das Online-Geschäft. Doch Amazon bleibt vorsichtig und prognostiziert selbst nur ein Wachstum von etwa vier bis zwölf Prozent. Vor allem Engpässe in der Lieferkette und ein Mangel an Arbeitskräften dürften das Wachstum drücken. Das Unternehmen plant zudem, mehrere Millionen US-Dollar auszugeben, um Probleme während der Feiertage zu vermeiden. Das Geld soll für höhere Löhne und Versandkosten herhalten und Lieferengpässe verringern.

It’ll be expensive for us in the short term, but it’s the right prioritization for our customers and partners,

erklärt Amazons CEO Andy Jassy in dem Earnings Release. Er betont außerdem, dass Amazon bei der Entscheidung zwischen Long-Term-User-Zufriedenheit und Short-Term-Profit immer erstere wählen würde. Andere Big Player wie Microsoft oder Alphabet konnten hingegen mit durchweg positiven Zahlen überzeugen. Nur Apple hatte ebenso mit Lieferengpässen zu kämpfen.

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