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Mehr Freizeit trotz ungünstiger Feiertage: So holen Arbeitnehmer:innen das Maximum aus ihren Brückentagen

Mehr Freizeit trotz ungünstiger Feiertage: So holen Arbeitnehmer:innen das Maximum aus ihren Brückentagen

Marié Detlefsen | 26.01.26

2026 ist kein glückliches Jahr für Brückentage, doch mit der richtigen Strategie lässt sich trotzdem überraschend viel Freizeit herausholen. Wir zeigen dir, wann du deine Urlaubstage am cleversten einsetzt, um aus wenigen Tagen lange Auszeiten zu machen.

Urlaub ist kostbar – und meist schneller aufgebraucht, als dir lieb ist. Umso wichtiger ist es, die vorhandenen Urlaubstage strategisch einzusetzen. Genau hier kommen Brückentage ins Spiel. Wer Feiertage geschickt mit einzelnen Urlaubstagen kombiniert, kann aus wenigen freien Tagen überraschend lange Auszeiten machen.

Das Jahr 2026 stellt Arbeitnehmer:innen dabei allerdings vor eine besondere Herausforderung: Viele gesetzliche Feiertage fallen ungünstig auf Wochenenden. Umso mehr lohnt sich ein genauer Blick auf den Kalender. Wer früh dran denkt und gezielt plant, kann trotzdem zahlreiche lange Wochenenden und sogar längere Urlaubsphasen herausholen.

Februar und März bieten keine Brückentage

Ein Blick auf die Lage der Feiertage zeigt schnell: 2026 ist kein klassisches „Brückentags-Jahr“. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte landen viele freie Tage auf Samstagen oder Sonntagen. Ein klarer Nachteil für alle, die regulär von Montag bis Freitag arbeiten. Gerade deshalb empfiehlt es sich, die wenigen günstigen Konstellationen im Jahr besonders konsequent zu nutzen. Dabei gilt: Welche Optionen sich ergeben, hängt stark vom jeweiligen Bundesland ab, denn nicht alle Feiertage gelten bundesweit.

Aber fangen wir vorn an: Im Februar sieht es nüchtern betrachtet schlecht aus. Gesetzliche Feiertage mit Brückentagpotenzial fehlen komplett. Dennoch sorgt die Karnevals- und Faschingszeit in vielen Regionen für lockere Stimmung, verkürzte Arbeitstage oder informelle Freistellungen, auch wenn es sich offiziell nicht um Feiertage handelt.

In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird zudem am 8. März der Internationale Frauentag gefeiert. Da dieser 2026 jedoch auf ein Wochenende fällt, bleibt der erhoffte Zusatznutzen aus. Immerhin bietet sich der Monatswechsel an, um bereits Urlaub für die Osterzeit vorzumerken.

Mai: Der beste Monat für Brückentage

Ostern bringt zwar keine klassischen Brückentage mit sich, bietet aber enormes Potenzial für längere Erholungsphasen. Karfreitag und Ostermontag rahmen ohnehin ein Wochenende ein. Wer zusätzlich Urlaubstage investiert, kann daraus über zwei Wochen Freizeit am Stück machen. Je nach Strategie lassen sich entweder 16 freie Tage mit acht Urlaubstagen realisieren oder eine kompaktere Variante mit zehn freien Tagen bei nur vier eingesetzten Urlaubstagen. Ostern bleibt damit eine der stärksten Urlaubsphasen des Jahres.

Das Osterfest bringt einige freie Tage mit sich (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © kununu
Das Osterfest bringt einige freie Tage mit sich (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © kununu

Insbesondere der Mai zeigt sich 2026 von seiner großzügigen Seite. Der Tag der Arbeit fällt auf einen Freitag und beschert direkt ein langes Wochenende, ganz ohne zusätzlichen Urlaub. Besonders attraktiv wird es rund um Christi Himmelfahrt. Der Feiertag liegt traditionell auf einem Donnerstag und eignet sich perfekt für einen Brückentag am Freitag. Wer mag, hängt weitere Urlaubstage an und formt daraus eine ganze Woche Auszeit. Auch Pfingsten spielt Arbeitnehmer:innen in die Karten: Mit dem Pfingstmontag als gesetzlichem Feiertag lassen sich durch vier Urlaubstage ganze neun freie Tage erzielen.

Der Mai bietet ein hohes Potenzial an Brückentagen (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © kununu
Der Mai bietet ein hohes Potenzial an Brückentagen (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © kununu

Viele Brückentage ungünstig im Herbst platziert

In mehreren Bundesländern, darunter Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen, sorgt Fronleichnam am 4. Juni für zusätzliche Möglichkeiten. Da der Feiertag ebenfalls auf einen Donnerstag fällt, entstehen ideale Voraussetzungen für ein verlängertes Wochenende oder einen Kurzurlaub. Besonders für Beschäftigte in diesen Regionen lohnt sich die frühzeitige Planung. Dennoch enttäuscht der Hochsommer, was die Brückentage angeht. Weder Juli noch August bieten nennenswerte Optionen. Selbst regionale Feiertage wie Mariä Himmelfahrt oder das Augsburger Friedensfest fallen 2026 auf Samstage und verpuffen damit für viele – einige Personen arbeiten am Samstag und dürfen sich über freie Zeit freuen.

Auch der Herbst bringt wenig Grund zur Freude. Sowohl der Tag der Deutschen Einheit als auch der Reformationstag und Allerheiligen fallen auf Wochenenden. Damit bleibt das Brückentagskonto in diesen Monaten weitgehend leer. Eine Ausnahme bildet Sachsen: Dort fällt der Buß- und Bettag auf einen Mittwoch. Mit gezielt eingesetzten Urlaubstagen lässt sich hier entweder eine halbe oder sogar eine ganze Woche Freizeit gewinnen, also ideal, um verbliebene Urlaubstage sinnvoll zu nutzen.


Feiertage am Wochenende:

Beschäftigte müssen 2026 zweieinhalb Tage mehr arbeiten

Feiertage am Wochenende: Beschäftigte müssen 2026 zweieinhalb Tage mehr arbeiten
© Anete Lusine – Pexels


Mit Strategie zu mehr Freizeit und einem entspannten Jahresabschluss

Zum Jahresende wird es noch einmal interessant. Heiligabend und Silvester liegen beide auf einem Donnerstag. Auch wenn sie keine gesetzlichen Feiertage sind, arbeiten viele Beschäftigte an diesen Tagen verkürzt oder gar nicht. Wer zwischen Weihnachten und Neujahr Urlaub nimmt, kann sich, inklusive Wochenenden und dem direkt anschließenden Neujahr 2027, bis zu 16 freie Tage am Stück sichern. Ein krönender Abschluss für das Urlaubsjahr.

Wer zwischen Weihnachten und Neujahr Urlaub nimmt, kann sich bis zu 16 freie Tage am Stück sichern (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © kununu
Wer zwischen Weihnachten und Neujahr Urlaub nimmt, kann sich bis zu 16 freie Tage am Stück sichern (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © kununu

Unterm Strich zeigt sich: 2026 ist kein Selbstläufer für Brückentage. Doch wer gezielt rund um Neujahr, Ostern, den Mai und den Jahreswechsel plant, kann dennoch eine beachtliche Bilanz erzielen. Werden alle relevanten Feiertage konsequent genutzt, lassen sich lassen sich mit 29 Urlaubstagen Freizeitblöcke mit insgesamt 63 freien Tagen schaffen.

Für Arbeitnehmer:innen gilt daher mehr denn je: Kalender prüfen, früh beantragen und Brückentage bewusst einsetzen. Dennoch muss nicht zwangsweise der gesamte Jahresurlaub bereits im Januar verplant werden. Mehr dazu erfährst du in folgendem Artikel:


Urlaub 2026:

Müssen Beschäftigte wirklich schon Anfang des Jahres alles einreichen?

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