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SEO - Suchmaschinenoptimierung
Page Experience wird Ranking-Faktor für Desktop – Search Console mit eigenem Bereich

Page Experience wird Ranking-Faktor für Desktop – Search Console mit eigenem Bereich

Niklas Lewanczik | 18.01.22

Ab Februar 2022 führt Google den Ranking-Faktor Page Experience auch für Desktop ein. Ein Bericht in der Search Console unterstützt Webmaster bei der Vorbereitung.

Google hat im vergangenen Jahr einen neuen Ranking-Faktor eingeführt und damit für Furore in der SEO-Welt gesorgt. Der Roll-out für das Page Experience Update startete im Juni und bezog sich zunächst nur auf Mobile. Im November kündigte das Suchmaschinenunternehmen dann an, dass die Signale für die User-Freundlichkeit von Seiten ab 2022 auch auf dem Desktop das Ranking beeinflussen werden. Der zu der Zeit ebenfalls angekündigte neue Bericht in der Search Console, der Usern Hilfestellung bei der Anpassung an die Page Experience geben soll, steht ab sofort bereit. Von Februar bis Ende März 2022 wird Google das Update für den Desktop schließlich ausrollen. Erfahre im Beitrag, worauf Seitenbetreiber:innen dann besonders achten müssen.

Vor dem Page Experience Update: Google unterstützt User in der Search Console

Im Blogpost auf der Developers Website erklärt Google, dass ein neuer Search Console-Bericht Website-Betreiber:innen dabei helfen soll, die Leistung der Seiten im Kontext der User-Freundlichkeit zu bewerten. So heißt es:

Wir werden Websiteinhaber auch mithilfe eines Search Console-Berichts dabei unterstützen, die Leistung ihrer Desktopseiten in Bezug auf die Nutzerfreundlichkeit zu beurteilen. Der Bericht wird eingeführt, bevor die Darstellung auf Computern zu einem Ranking-Signal wird.

Beim Roll-out das Ranking-Faktors Page Experience und der entsprechenden Signale werden die gleichen Core Web Vitals-Messwerte herangezogen wie beim entsprechenden Ranking-Faktor für den Mobile-Bereich. Dabei sind die Elemente Largest Contentful Paint (LCP), Cumulative Layout Shift (CLS) und First Input Delay (FID) für eine Website und die Experience, die sie Nutzer:innen bietet, essentiell.

Core Web Vitals von Google
Die Core Web Vitals von Google, © Google

Die Grenzwerte für die Website-Elemente sind für Mobile und Desktop die gleichen. Um eine möglichst gute Page Experience zu gewährleisten, sollten Website-Betreiber:innen auch die HTTPS-Sicherheit der Seite sowie die Abwesenheit störender Interstitials gewährleisten. Einzig die Optimierung für Mobilgeräte fällt beim geplanten Update für den Desktop-Bereich natürlich nicht ins Gewicht.

Zentrale Faktoren für Googles Page Experience, © Google
Zentrale Faktoren für Googles Page Experience, © Google

Google selbst bietet eine Anleitung zur Verbesserung der User-Freundlichkeit in diesem Kontext. Zusätzlich kannst du unseren Beitrag mit sieben detaillierten Tipps zur Optimierung der Core Web Vitals lesen, um die Website beziehungsweise Page Experience Schritt für Schritt zu verbessern. Darüber hinaus hat Google einen FAQ-Bereich explizit für die Core Web Vitals zur Verfügung gestellt.

Auch Seiten mit schlechter User Experience können gut ranken

Der Ranking-Faktor Page Experience wird also schon demnächst auch für den Desktop an Relevanz gewinnen. Dabei sollten Webmaster zwar die User Experience ihrer Seiten immerzu optimieren. Immerhin zeigte eine Auswertung von Searchmetrics aus dem Frühjahr 2021, dass in Deutschland nur rund drei Prozent der Websites gute Werte für Core Web Vitals aufweisen konnten. Doch bleibt die Page Experience mit ihren an Core Web Vitals, HTTPS-Sicherheit und dem Fehlen störender Interstitials orientierten Signalen nur einer von vielen Ranking-Faktoren.

Google zieht verschiedene Aspekte heran, um zu bewerten, welchen Content die Systeme bei spezifischen Suchanfragen weit oben in den SERPs ranken. Deshalb können auch Seiten mit schwacher Page Experience gut ranken – sofern sie für die Suchenden sehr relevante Inhalte bieten können. Das bestätigte Google selbst. Die User Experience ist laut Google insbesondere dann wichtig für die Sichtbarkeit, wenn mehrere Seiten „ähnlich relevante Inhalte“ vorweisen können. Seitenbetreiber:innen sind also schlichtweg angehalten, die beste Erfahrung für Nutzer:innen zu bieten. Um eigene Seiten auf ihre Messwerte hin zu überprüfen, gibt es von Google verschiedene Prüf-Tools sowie den neuen Bericht in der Search Console. Fragen und Feedback zum Update können Webmaster zudem in Googles Search Central-Hilfeforum sowie über Twitter loswerden.

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