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Technologie
Brave Browser ersetzt Google mit eigener Suchmaschine

Brave Browser ersetzt Google mit eigener Suchmaschine

Niklas Lewanczik | 21.10.21

Der datenschutzzentrierte Browser hat nun per Default die Brave Search eingestellt, die weder die User noch deren Suchen oder Klicks trackt. In Europa wird jedoch eine andere Google-Alternative integriert.

Google, die mit riesigem Abstand weltmarktführende Suchmaschine, wird im Brave Browser künftig nicht mehr die Standardoption sein. Einer aktuellen Ankündigung des Unternehmens Brave zufolge wird die Default-Suchmaschine, die auch in der Adresszeile im Browser genutzt wird, für neue User des Browsers umgestellt. In den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich wird der neue Brave Browser voreingestellt. In Deutschland hingegen wird DuckDuckGo als Alternative integriert und in Frankreich Qwant. Weitere Ländern sollen folgen.

Wachstum bei den Suchanfragen: Brave Search soll durch Default-Einstellung noch relevanter werden

Wer den Brave Browser bereits nutzt, wird seine aktuellen Suchmaschineneinstellungen beibehalten. Allerdings können Nutzer:innen die Brave Search aktiv als Default einstellen. Die eigene Suchmaschine von Brave ist noch recht jung, im Sommer 2021 wurde sie für eine umfassende Betaphase ausgerollt. Diese Suchmaschine soll eine datenschutzzentrierte Alternative zu Google, Bing und Co. liefern. Dabei wird ein eigener Index zugrunde gelegt, während weder die User noch deren Suchen oder Klicks getrackt werden. Brave hat sogar sieben Prinzipien aufgestellt, die die Sicherheit der Suchmaschine für User gewährleisten sollen. Aktuell ist die Suche dort noch werbefrei, die kostenlose Version wird aber bald durch Ads unterstützt werden. Eine werbefreie Premium-Version soll dann auch gestartet werden.

So sieht eine Suche bei Brave Search aus, Screenshot Brave Search
So sieht eine Suche bei Brave Search aus, Screenshot Brave Search

Seit dem Beta-Release im Juni konnte die Brave Search bereits ein Wachstum verzeichnen, das Brendan Eich, CEO und Mitgründer von Brave, im Blogpost betont:

Brave Search has grown significantly since its release last June, with nearly 80 million queries per month. Our users are pleased with the comprehensive privacy solution that Brave Search provides against Big Tech by being integrated into our browser. As we know from experience in many browsers, the default setting is crucial for adoption, and Brave Search has reached the quality and critical mass needed to become our default search option, and to offer our users a seamless privacy-by-default online experience.

Brave Search wird weiterentwickelt: Anonyme Datenweitergabe sollen dabei helfen

Für die eigene Suchmaschine launcht Brave nun ebenfalls das Web Discovery Project (WDP). Dieses Projekt ermöglicht es Usern, anonym Daten an Brave weiterzugeben, um die Qualität der Suchmaschine zu optimieren und deren Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen. Dabei sind die weitergegebenen Daten nicht mir Einzelpersonen in Verbindung zu bringen, sodass die Privatsphäre der Nutzer:innen gewahrt bleibt. Und das Feature basiert komplett auf dem Opt-in.

Opt-in-Option für das Web Discovery Project
Opt-in-Option für das Web Discovery Project (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Brave

Mit dieser Weiterentwicklung der Brave Search möchte Brave einen Alternativen Aufbau eines Suchmaschinenindex vorantreiben. Denn Brave gibt an, dass die ermittelten Daten, anders als bei Server-seitigen Aggregationen, die User-Daten zusammenstellen, nicht zur Weitergabe oder zum Weiterverkauf geeignet sind.

The system contributes anonymous search and browsing data made within the Brave browser from users who have opted in. This data helps build the Brave Search independent index, and ensures Brave Search shows results relevant to search queries,

erklärt Brave. Mehr technische Informationen zum Web Discovery Project kannst du bei GitHub finden. Wenn du dich weiter mit dem Brave Browser und der neuen Brave Search auseinandersetzen möchtest, teste die Optionen doch einfach mal als Alternativen zu Googles oder Microsofts Lösungen.

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