Conversion Optimierung

Website-Optimierung: Wie du deine Nutzer dazu bekommst, tiefer in deine Seite einzutauchen

Die Absprungrate ist ein wichtiger Maßstab für die Performance deiner Website, dessen Bedeutung häufig unterschätzt wird. Wir zeigen dir 7 Tipps, die helfen können, diese zu verringern.

©Dudarev Mikhail - Fotolia.com

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Prinzipiell ist es – wenn man über das nötige Geld verfügt – relativ einfach Traffic zu erhalten: Man investiert in zahlreiche Ads, um möglichst viele Leute anzusprechen und kann sich daraufhin mit einer Website rühmen, die unzählige Besucher im Monat verzeichnet.

Viele vergessen dabei jedoch, dass viel Traffic längst nicht alles ist, was eine erfolgreiche Website ausmacht. Wenn die Besucher deine Website wenige Sekunden, nachdem sie auf dieser gelandet sind, wieder verlassen, war die Mühe mehr oder weniger umsonst. Schließlich möchte man die Leute auch dazu bekommen, profitable Handlungen auszuführen – im besten Falle etwas zu kaufen.

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Ein besserer Maßstab für die Performance einer Seite ist deshalb die sogenannte Absprungrate (englisch: Bounce Rate). Diese wird als der Prozentsatz der Besucher einer Website definiert, der lediglich eine Seite oder ausschließlich die Landing Page anschaut. Das bedeutet: Je geringer die Absprungrate, desto länger bleibt ein Nutzer auf einer Website und desto mehr wird er auf dieser entdecken. Marketing Spezialist Sid Bharath nennt sieben Faktoren, die verhindern, dass Besucher deiner Seite die Reise frühzeitig abbrechen.

Wichtig: In manchen Fällen ist eine hohe Absprungrate auch ein Zeichen für ein positives Nutzererlebnis. Zum Beispiel bei einer Wetterseite, auf der man dem Nutzer so schnell wie möglich die Wettersituation zukommen lassen möchte und dieser die Seite, unmittelbar nachdem er die Information erhalten hat, wieder verlässt.

1. Finde die ideale Zielgruppe für deine Reise

Falls deine Website durchschnittlich eine Million Besucher verzeichnet, wird die Absprungrate zeigen, ob diese sich auch wirklich für dein Produkt oder deinen Service interessieren. Wenn du nicht weißt, wer deine Zielgruppe ist und du einfach versuchst jeden anzusprechen, sind wahrscheinlich alle Bemühungen umsonst. Wichtig ist es also, ein Profil des idealen Kunden zu entwerfen und herauszufinden, welcher Content diesen in verschiedenen Phasen am besten ansprechen und unterstützen könnte.

2. Hochwertiger Content: Erzähle den Besuchern nur das, was sie wissen wollen

Content ist einer der bedeutensten Faktoren, um Besucher auf deiner Seite zu halten. Allerdings wird es immer schwieriger noch mit gutem Content herauszustechen: Mehr als 350 WordPress Posts werden pro Minute veröffentlicht. Umso wichtiger ist es, mit Qualität zu überzeugen, um sich von der Masse abheben zu können.

Alles, was du veröffentlichst, sollte laut Bharath deshalb folgende Kriterien erfüllen:

  • Ein Bezug zur Zielgruppe ist vorhanden. Stelle sicher, dass du deine Nutzer gut genug kennst, damit du Content kreieren kannst, den diese für wertvoll halten.
  • Es werden Empfehlungen für weitere Seiten und Inhalte gegeben. Nur weil ein Nutzer einen Post deiner Seite liest, heißt das nicht, dass dieser auch andere Bereiche deiner Seite entdeckt. Es ist also immer auch eine gute Idee, einen kleinen Anstoß zu geben, indem man Linkempfehlungen zu anderen Unterseiten (ähnliche Themen oder Produkte) platziert. Ein einfaches Plugin kann helfen dies zu erreichen und Nutzer dazu bringen, tiefer in deine Seite einzutauchen.
  • Die Veröffentlichungen bieten Raum für Interaktionen.  Versuche immer – wo möglich – interaktive Inhalte wie beispielsweise Videos, Social Share Buttons etc. zu schaffen, um deine Nutzer dazu zu bewegen, mit deiner Seite zu interagieren. Dies hält die Besucher auf deiner Website und die Absprungrate wird automatisch vermindert.
Gutes Beispiel für Hinweise auf andere Bereiche einer Seite, © Crazy Egg

Gutes Beispiel für Hinweise auf andere Bereiche einer Seite, © Crazy Egg

3. Design und Usability – Zeige ihnen das, was sie sehen wollen

Der Durchschnittbesucher braucht 2/10 einer Sekunde, um sich einen Eindruck über eine Website zu verschaffen. Wenn deine Seite eigentlich nützlich und relevant für den Nutzer ist und trotzdem eine hohe Absprungrate verzeichnet, kann der Grund hierfür ein schlechtes Design oder eine ungenügende Usability sein. Aktualität und eine einfache Bedienung sind somit wichtige Grundvoraussetzungen: Verwende eine gute Navigation, ein ansprechendes und zeitgemäßes Layout und ein hervorstechendes Design. Die Aufmerksamkeit der Nutzer sollte dadurch auf positive Weise auf den Content gelenkt werden.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Design gut ankommt, bitte deine Nutzer um Feedback, frage Freunde nach ihrer Meinung oder engagiere ein Unternehmen, die dir eine objektive Bewertung deiner Seite geben.

4. CTAs – Lenke sie geschickt in die richtige Richtung

CTAs sind wichtig, da sie eine entscheidende Verlinkung zwischen Browsing und Converting darstellen. Bei der Wahl der richtigen CTAs solltest du vor allem eines beachten: Sei anders. – Klassische CTAs wie „Download now“ tun deiner Seite zwar nicht weh, sind aber eher unauffällig und langweilig. Die besten CTAs sind diejenigen, die die Botschaft geschickt, auf eine besonders ansprechende Weise rüberbringen. Probiere es zum Beispiel mal mit Humor oder einer Botschaft, die so besonders ist, dass man sie zweimal lesen muss. CTAs sind einfach zu ändern und auch zu testen, nutze diese Möglichkeiten.

Humorvoller CTA von Dollar Shave Club, © Crazy Egg

Humorvoller CTA von Dollar Shave Club, © Crazy Egg

5. Verbessere die Ladezeiten – Vermeide unnötige Wartezeiten

Langsame Ladezeiten können schnell zum Verhängnis werden. Wenn der Durchschnittsnutzer eine Wartezeit von unter 5 Sekunden erwartet, kann schon eine Verspätung von einer Sekunde laut Crazy Egg sieben Prozent weniger Conversions, elf  Prozent weniger Page-Views und eine Verminderung der Zufriedenheit um 16 Prozent zur Folge haben.

Mit diesen Schritten kannst du die Ladezeiten deiner Seite verbessern:

  • Verringere die Größe deiner Bilder
  • Priorisiere Content: Die wichtigsten Inhalte zuerst
  • Reduziere Plugins
  • Verbessere das Hosting

6. Mit Vertrauen und Glaubwürdigkeit gewinnst du neue Kunden

Social Signals wie Share Buttons und Social Feeds, aber auch Rezensionen und Bewertungen, können die Besucher davon überzeugen, dass deine Website wertgeschätzt wird. Zudem können Vertrauenssiegel sinnvoll sein, die neuen Besuchern zeigen, dass dein Unternehmen seriös ist und Datenschutz sowie Sicherheit garantiert wird.

7. Mobilität – Guter Service durch mobile Verfügbarkeit

Die mobile Suche hat mittlerweile die Anzahl der Desktop-Suche überschritten. Dennoch gibt es viele Seiten, die immer noch nicht für mobile Geräte optimiert wurden. Deine Seite sollte sich automatisch an das jeweilige Gerät, das verwendet wird, anpassen; hierzu zählt beispielsweise, dass die Größe des Textes auf die mobile Nutzung ausgerichtet ist.

 Quelle: The Daily Egg

Über Lisa Schubert

Lisa Schubert

Lisa Schubert studiert Digitale Medienkommunikation im Master an der RWTH Aachen, wo sie ebenfalls ihren Bachelor in Kommunikationswissenschaft und Literaturwissenschaft abgeschlossen hat. Dank mehrerer Praktika hat sie bereits Erfahrungen im Online Marketing, insbesondere in den Bereichen SEO und Social Media, sammeln können. Nicht nur ihr großes Interesse am Online Marketing, sondern auch ihre Freude am Schreiben brachte sie zu OnlineMarketing.de.

Ein Gedanke zu „Website-Optimierung: Wie du deine Nutzer dazu bekommst, tiefer in deine Seite einzutauchen

  1. Severin

    Guter Beitrag, vielen Dank! Bringt mal wieder auf den Punkt dass es eben gescheite Qualität braucht, um eine Website in Google zu positionieren.

    Antworten

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