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Sechs Plattformen, unendlich viele Möglichkeiten: Der Werberguide für Social Media

Die Möglichkeiten, in sozialen Netzwerken Werbung zu schalten, sind mittlerweile riesig. Dieser Werberguide für Social Media zeigt die wichtigsten sechs Plattformen für den deutschen Markt mit ihren Targeting Möglichkeiten auf.

© Halfpoint / Fotolia

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Social Media Advertising boomt – doch welche Möglichkeiten gibt es?

Glaubt man der englischen Wikipedia und nimmt an, dass die dort aufgeführte Liste vollständig ist, gibt es derzeit über 200 aktive Social Media Plattformen auf der Welt – alle finanzieren sich (zumindest teilweise) über Einnahmen aus dem Verkauf von Werbung und Reichweite. Dieser Artikel soll Licht ins Dunkel der sozialen Netzwerke bringen und beleuchtet Reichweiten und Möglichkeiten, auf den unterschiedlichen Plattformen zu werben.

Da die Relevanz der meisten Plattformen für deutsche Marketer eher gering ist (die Werbemöglichkeiten bei der Sci-Fi und Fantasy Community „Elftown“ eines mutmaßlich schwedischen Machers mit unter 200.000 Mitgliedern dürfte für die meisten Leser eher uninteressant sein), wird sich dieser Werberguide für Social Media auf insgesamt sechs Plattformen fokussieren:

  • Facebook,
  • Twitter,
  • Instagram,
  • Pinterest,
  • Tumblr
  • und Snapchat.

Der große Werberguide für Social Media: Diese Möglichkeiten bieten Facebook, Snapchat & Co.

Welche Möglichkeiten und Reichweiten und zu welchen Abrechnungmodellen bieten nun also die angesprochenen Plattformen?

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Facebook

Mit 1,5 Milliarden Nutzern weltweit und 28 Millionen Nutzern alleine in Deutschland, von denen international rund zwei Drittel die Plattform täglich nutzen, ist Facebook zum Inbegriff der Social Media geworden. Das Netzwerk von Mark Zuckerberg bietet dank umfangreicher Nutzerdaten zahlreiche Targeting Möglichkeiten – etwa auf Basis großer soziodemographischer und verhaltensbasierter Daten anhand von E-Mail Adressen über statistische Zwillinge. Die Werbemöglichkeiten sind dabei mittlerweile so vielschichtig wie das Netzwerk selbst – praktisch nichts, was organisch zu erreichen ist, kannst du bei Facebook nicht auch in irgendeiner Form kaufen.

Abgerechnet wird dabei auf TKP-, PPC, Engagement- oder App-Install-Basis.

Twitter

Twitter hat im Gegensatz zu Facebook gerade mal ein Drittel der Nutzerschaft zu bieten: 316 Millionen Menschen nutzen den Dienst laut AdWeek mindestens monatlich. Die deutschen Nutzerzahlen schwanken – je nach Erhebung – zwischen einer halben Million und elf Millionen. Fest steht jedoch: Durch Follower-Angaben und demographische Daten lassen sich mittlerweile auch bei Twitter gute Targeting-Optionen auswählen, zumal der Dienst gefühlt gerade im Digital-Bereich für die Ansprache von B2B-Kunden eine dankbare Nutzerschaft aufzuweisen scheint.

Wer auf Twittter werben möchte, kann dies vor allem in der Timeline tun und dort unter anderem Postings und Accounts bewerben. Abgerechnet wird auf TKP- oder View-Basis sowie zu Festpreisen für Spezialformate.

Instagram

Instagram ist zwar nicht gleich Facebook, gehört aber bekanntlich schon lange zum Konzern. Die gerade bei jungen sowie Selfie- und Quicksnap-verliebten Menschen beliebte Plattform bietet in Kombination mit den vorliegenden Facebook Daten ebenso umfangreiche Targetingmöglichkeiten und gilt unter vielen Marketern mit dem Fokus auf Bildern – und damit starken Emotionen – als beliebt. Weltweit können rund 400 Millionen monatlich aktive Nutzer zum Beispiel mit gesponsorten Bildern angesprochen werden.

Abgerechnet wird auch hier auf TKP-, PPC-, Engagement- oder App-Install-Basis.

Pinterest

Gerade in Anfangszeiten als wahre Traffic-Maschine gelobt und ähnlich wie Instagram ausschließlich auf Bilder setzend, gilt Pinterest heute als eine der wichtigsten Plattformen, die man als Marketer bedienen kann. Zu Recht? Obgleich viele Statistiken schier unfassbar hohe Warenkörbe und Conversion Rates sowie attraktives Brand Building versprechen, ist die Plattform mit gerade einmal hundert Millionen Nutzern weltweit derzeit noch in den Kinderschuhen – allerdings weiterhin auf deutlichem Wachstumskurs. Insbesondere in den Bereichen Fashion, Beauty, Accessoires, Food und Pet wird Pinterest gerne verwendet und kann für Marketer eine attraktive Alternative beziehungsweise Erweiterung zu Facebook und Instagram darstellen.

Abgerechnet werden Sponsored Pins & Co. bei Pinterest auf TKP-, View- oder Engagement-Basis.

Tumblr

Irgendwo zwischen Blogspot (Blogger.com), WordPress & Co. reiht sich der Blogging Dienst Tumblr ein. 550 Millionen Nutzer sind auf der Plattform monatlich aktiv und betreiben zusammen rund 260 Millionen Blogs, die im Gegensatz zu vielen anderen Blogging-Plattformen eher bildlastig ausfallen. Was die Anzahl der deutschen Nutzer angeht, finden sich keine eindeutigen Zahlen – anzunehmen ist eine Zahl im deutlich unteren einstelligen Millionenbereich, wie auch Daniel Rehn in seinem Blog nahelegt.

Die Targeting Möglichkeiten bei Tumblr beschränken sich dabei auf Geschlecht, Interessen und den Standort – unter anderem der Telekommunikationskonzern AT&T wirbt auf Tumblr mit Sponsored Posts und Sponsored Videos.

Abgerechnet wird dabei wieder auf TKP-, View- und Engagement-Basis.

Snapchat

Teenager, die Schmuddelbilder von sich durch das Internet jagen und sich am nächsten Tag wundern, dass alle Mitschüler schon bestens informiert sind – so oder so ähnlich ist Snapchat bekannt geworden: Inhalte auf Snapchat kommen von Nutzern für Nutzer und sind im Regelfall (eigentlich) nur kurzzeitig verfügbar und verschwinden anschließend wieder von der Plattform.

Das Konzept hinter Snapchat ist mittlerweile nicht nur für 100 Millionen User weltweit interessant, sondern auch für die ersten Werbetreibenden, die sich hier auf View- oder Festpreis-Basis einkaufen können: Kurzvideos lassen sich per Snapchat zu bestimmten Events oder Orten aussteuern, wahlweise auch nur für bestimmte Geschlechter, mindestens Volljährige oder Android- beziehungsweise iOS-Nutzer.

Auch wenn die Plattform für Werbetreibende in Deutschland noch eher Neuland sein dürfte: Snapchat bietet die Chance, auf neue Art absolut neue Zielgruppen anzusprechen.

Schlusswort: Die eine, ultimativ richtige Plattform für alle Fälle?

Ob es am Ende die eine Plattform für ein Unternehmen gibt, um Social Media Advertising zu betreiben, ist deutlich in Frage zu stellen. Auch ist zu berücksichtigen, dass die Statistiken, die sich zu Erfolgsstories im Netz finden, kritisch zu beäugen sind und deutlich vom Unternehmen, dessen Produkten, der jeweiligen Kampagne und eben der Plattform selbst abhängen: Was auf Plattform X für Unternehmen A funktioniert, muss auf Plattform Y oder für Unternehmen B noch lange nicht zum gewünschten Erfolg führen. Hier hilft nur: Ausprobieren!

Welche Plattformen nutzt ihr privat? Und welche auch für eure Online Marketing Maßnahmen?

Quelle: Adweek

Über Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe berichtet für OnlineMarketing.de über aktuelle Entwicklungen der Branche mit Fokus auf Webanalyse, SEO und Datenschutz. Parallel zu seinem Studium zum Master of Science in E-Commerce an der FH Wedel ist er im Bereich E-Mail Marketing Consulting tätig.

3 Gedanken zu „Sechs Plattformen, unendlich viele Möglichkeiten: Der Werberguide für Social Media

  1. Anne

    @ David: Danke für deinen Kommentar :-) Ja, wir sind noch nicht allzu groß, aber wir wachsen und dazu ist es wichtig, zu wissen, wo ich, was sende, um mehr Traffic erreichen zu können. Also danke für deine Erfahrung, somit werde ich mich darauf einstellen, dass es mit Facebook am besten funktioniert. Ich persönlich bin auch nur in Facebook tätig und denke ebenso, dass es da die besten Möglichkeiten gibt, Kunden anzulocken.

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  2. David

    @Anne dann hast du vermutlich eine schwache Marke?
    Ich spreche gerade aus der Erfahrung einer starken Mittelstandsmarke und kann dafür sagen an Facebook kommt international gesehen derzeit einfach nichts vorbei. Dazu die Targetingoptionen und Ad-Möglichkeiten, das ist für mich absolut alternativlos. Twitter ist im europäischen Raum für uns nicht so der Hit – in Nordamerika ist Twitter dafür ne gute Wahl. Instagram funktioniert für uns bis jetzt auch ganz gut, aber dann eher international orientiert ;-). Snapchat kann man meiner Meinung nach noch nicht wirklich als gute Werbemöglichkeit einstufen, außer man hat es auf kleine Kiddies abgesehen. Tumblr & Pinterest? Wenn man zuviel Zeit und Budget hat wegen mir. Davor würde ich Service über Whatsapp bieten!

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  3. Anne

    Das ist eine sehr interessante Aufstellung. Ich selbst finde, dass bisher auf Twitter die meisten Kommentare und Sternchen gegeben werden. Wenn ich über unser Unternehmen Neuigkeiten poste, bekomme ich bei Facebook kaum Antworten oder Likes. Wie geht es euch? Deswegen ist Twitter wahrscheinlich der beste Weg, Werbung zu schalten.

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