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YouTube löscht Videos und Kanäle der QAnon-Verschwörung
© Sam Albury - Unsplash

YouTube löscht Videos und Kanäle der QAnon-Verschwörung

Aniko Milz | 16.10.20

YouTube geht als letzte der großen Social-Plattformen gegen Inhalte der Verschwörungstheorien von QAnon vor. Diverse Konten wurden bereits gelöscht.

YouTube nimmt sich ein Vorbild an Facebook und Twitter und verstärkt das eigene Vorgehen gegen Verschwörungstheorien. In einem Blogpost verkündete die Videoplattform die Pläne, um hasserfüllten Content und Belästigungen von der Plattform fernzuhalten. Im Detail nennt der Blogpost dabei die Inhalte der Verschwörungstheoretikergruppe QAnon.

Keine gewaltverherrlichenden Inhalte mehr auf YouTube

YouTube folgt dabei den anderen Social-Plattformen, die bereits erste Maßnahmen ergriffen haben. Anders als diese verbietet YouTube dabei nicht grundsätzlich alle Inhalte der QAnon-Gruppe. Das Ziel besteht darin, vor allem Content von der Plattform zu entfernen, der Gewalttaten verherrlichen könnte. Die QAnon-Bewegung entstand 2017, als ein 4Chan User Verschwörungstheorien über Hillary Clinton verbreitete. Der User „Q“ behauptete, dass Clinton einen Kinderpornographie-Ring in einer Washingtoner Pizzeria leiten würde. Aufgrund dieser Anschuldigungen kam es dazu, dass ein Mann die Pizzeria stürmte und um sich schoss. Die neuen Regeln auf YouTube werden ab sofort durchgesetzt. Diverse Kanäle wurden bereits gesperrt.

Auch andere Plattformen gehen bereits gegen QAnon vor

Nach der Schießerei entstand eine Art Kult um den User „Q“. Doch weit verbreitet wurden die Theorien erst über Facebook und Co., die den Anhängern von „Q“ ein großes Publikum boten. Mittlerweile hat jede Plattform einen eigenen Ansatz, wie sie mit den Inhalten umgeht. Twitter hatte als erste Plattform angekündigt, etwas gegen QAnon Content unternehmen zu wollen. Seit Juli sperrt der Kurznachrichtendienst alle Accounts, die Theorien der Gruppe QAnon posten. TikTok entschied sich dazu, einschlägige Hashtags zu verbannen und so die Reichweite der dazugehörigen Videos einzuschränken. Facebook startete den eigenen Kampf gegen die QAnon-Anhänger im August, als die Plattform mehrere Gruppen und Pages löschte, die mit der Verschwörungstheorie um „Q“ in Verbindung standen. Vor einigen Tagen verschärfte Facebook die Richtlinien und möchte ab sofort jeglichen Content löschen, den Anhänger der Verschwörungstheorie QAnon posten. YouTube folgt nun diesem Beispiel und hat bereits begonnen, Inhalte zu löschen und Konten zu sperren. Dabei betont die Plattform, dass News- oder Erklärvideos zu dem Thema online bleiben können. Der Kontext sei hierbei entscheidend. Die Richtlinien werden ab sofort durchgesetzt und sollen in den kommenden Wochen noch verschärft werden.

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