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Digitalpolitik
So reagieren Google, Meta und Co. auf den Krieg in der Ukraine

So reagieren Google, Meta und Co. auf den Krieg in der Ukraine

Caroline Immer | 28.02.22

Im Zuge der Zuspitzung der Lage in der Ukraine haben die großen Tech- und Social-Unternehmen Maßnahmen ergriffen, um den Missbrauch der Plattformen sowie die Verbreitung von Fehlinformationen einzuschränken. Wir geben einen Überblick.

Russlands Invasion der Ukraine sorgt weltweit für Entsetzen und Angst. Im Zeitalter von Social Media verbreiten sich irreführende Informationen zur Lage besonders schnell. Es ist daher Aufgabe der sozialen Medien, die Verbreitung von Fehlinformationen sowie jegliche andere missbräuchliche Nutzung der Plattformen einzuschränken und die digitale Sicherheit der ukrainischen Bevölkerung zu stärken. Wir erklären, welche Maßnahmen Meta und Co. bislang ergriffen haben.

Meta

Das Unternehmen hat in einem Blogpost eine Reihe von Maßnahmen aufgelistet, die es im Zuge der Invasion der Ukraine ergriffen hat. Hierzu gehört die Möglichkeit für ukrainische User, ihr Facebook-Profil zu sperren, was den Zugriff auf Inhalte des Accounts erschwert. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Option der Nachrichtenweiterleitung auf Facebook, Instagram und WhatsApp eingeschränkt. Schwerpunkt der Maßnahmen ist die Reduzierung der Verbreitung von Fehlinformationen. Nach Russlands Ankündigung, den Zugang zu Facebook einzuschränken, nachdem die Plattform Fehlinformationen mit einem Label kennzeichnete, geht Facebook nun noch einen Schritt weiter und verbietet jegliche Anzeigen russischer Staatsmedien:

We’re taking extensive steps to fight the spread of misinformation by expanding our third-party fact-checking capacity in Russian and Ukrainian. We’re also providing more transparency around state-controlled media outlets, prohibiting ads from Russian state media and demonetizing their accounts.

WhatsApp hat auf Twitter darüber hinaus auf verschiedene Sicherheits-Features, wie die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, für User in der Ukraine und weltweit hingewiesen:


Google

Auch Google kündigte verschiedene Mittel an, mit welchen das Unternehmen den Missbrauch seiner Plattformen reduzieren will. So deaktivierte Google Maps in Absprache mit regionalen Behörden verschiedene Live Traffic Tools. Die Tochterfirma YouTube schränkte darüber hinaus auf Bitte der ukrainischen Regierung den Zugang zu russischen Staatsmedien, darunter RT, für User in der Ukraine ein.


Twitter

Twitter will eine bestmögliche Informationsversorgung der betroffenen Regionen gewährleisten und geht dafür noch einen Schritt weiter als Meta: Die Plattform kündigte an, vorübergehend alle Werbeanzeigen in der Ukraine und Russland zu sperren.


TikTok

TikTok äußerte sich bislang nicht zur Lage in der Ukraine und scheint keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen zu haben, um die Verbreitung von Fehlinformationen auf der Plattform einzuschränken. Aktuell werden zahlreiche irreführende Inhalte auf der Plattform geteilt. Es bleibt abzuwarten, ob und wie die Tochterfirma des chinesischen Unternehmens Bytedance auf die Situation reagieren wird.


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