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X möchte die Daten von Usern für KI-Training nutzen

X möchte die Daten von Usern für KI-Training nutzen

Larissa Ceccio | 05.09.23

Im Zuge einer Richtlinienänderung plant X, den Umfang der erfassten Daten zu erweitern und diese Informationen für das Training von KI-Systemen zu nutzen.

Mit der steigenden Verbreitung generativer KI-Tools reagieren auch Unternehmen und Konzerne vermehrt auf diese Veränderungen. Meta arbeitet beispielsweise derzeit an Maßnahmen und Vorkehrungen, die den Nutzer:innen von Social Media mehr Optionen und Sicherheiten in diesem Kontext bieten sollen. X hingegen verfolgt auf gleicher Ebene schon bald einen neuen Weg, der zu Kritik führen könnte.


Meta hat einen bedeutenden Schritt hinsichtlich des Datenschutzes im Zuge der KI-Entwicklungen unternommen und stellt neue Steuerelemente zur Verfügung, die es Usern ermöglichen, ihre Daten aus generativen KI-Trainingssätzen zu entfernen.

Datenschutz:
Ab sofort können Meta User gegen KI-Modelltraining stimmen

Meta-Logo
Meta-Logo, © Muhammad Asyfaul – Unsplash


Ende September treten bei X, ehemals Twitter, neue Datenschutzrichtlinien in Kraft. Konkret plant die Plattform die Erfassung biometrischer Daten sowie der Berufs- und Schulgeschichte von Usern. Außerdem möchte das Unternehmen die erhobenen Daten künftig für KI-Training nutzen. Somit möchte X von Nutzer:innen bereitgestellte Inhalte und gesammelte User-Daten aus anderen Quellen schon bald dazu verwenden, KI-Modelle zu trainieren. Die Informationen stammen aus den aktualisierten Datenschutzrichtlinien des Unternehmens. Elon Musk erläuterte in diesem Kontext kürzlich in einem Tweet, dass die neuen Regeln nur öffentliche Daten umfassen – also keine Direct Messages oder andere private Inhalte auf Twitter.

Gesammelte X-User-Daten dürften Musks Firma xAI nützen

Obwohl X keine offiziellen Informationen dazu preisgegeben hat, ist es wahrscheinlich, dass die Daten hauptsächlich für die hochentwickelte KI von Musks erst im Juli gegründeten Unternehmen xAI bestimmt sind. Primär soll sich xAI wissenschaftlichen Rätseln widmen. Die seit 2006 auf Twitter und nun auf X veröffentlichten Inhalte sind äußerst wertvoll für das Training solcher KI-Systeme. Im Frühjahr dieses Jahres hat Twitter rechtliche Schritte gegen Microsoft angekündigt, da der Konzern angeblich „illegal“ auf die Daten des Unternehmens zugegriffen hat, um Software zu trainieren. Dieser Schritt hat vermutlich das Bewusstsein für den Wert dieser eigenen Daten geschärft.

Laut der kürzlich veröffentlichten neuen Datenschutzrichtlinien wird X in Zukunft biometrische Informationen für Sicherheits- und Identifikationszwecke „zur Verfügung stellen“, sofern User ihre Einwilligung dafür geben. Diese Informationen könnten laut eines Berichts von Bloomberg aus Ausweisdokumenten und Fotos stammen, die für die Registrierung und Nutzung des Bezahlabos X Premium erfasst werden. Zusätzlich plant X, Daten zu beruflichem Werdegang, Bildung, Beschäftigungspräferenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu sammeln, um Jobangebote zu unterbreiten oder potenzielle Arbeitgeber:innen zu informieren.


Auf X können Unternehmen ab sofort Jobs ausschreiben und allen Usern präsentieren. Erfahre, wie das funktioniert und wer auf das neue Feature zugreifen kann.

Recruiting auf X:
Die X Hiring Beta ist da

X-Logo vor blauem Qualm
X-Logo vor blauem Qualm, © X (bearbeitet mit Canva)


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