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Vor Amtseinführung: Facebook blockiert Events in der Nähe des Capitols
© Mass Communication Specialist 1st Class Chad J. McNeeley - Wikipedia

Vor Amtseinführung: Facebook blockiert Events in der Nähe des Capitols

Nadine von Piechowski | 19.01.21

Nach den Gewalttaten, die am und im Capitol stattgefunden haben, ergreift Facebook vor der Amtseinführung Joe Bidens Vorsichtsmaßnahmen. Die Social-Plattform sperrt die Event-Planung für alle Veranstaltungen, die in der Nähe des Capitols stattfinden sollen.

Anfang Januar 2021 stürmten Trump-Anhänger:innen, die sich vermeintlich vorher über Facebook und andere Social-Plattformen organisierten, gewaltsam das Capitol in Washington, D.C. Vor der Amtseinführung von Joe Biden und Kamala Harris am 20. Januar 2021 ergreift die Plattform daher Sicherheitsmaßnahmen. Auf Facebook können ab sofort keinerlei Events mehr geplant werden, die als Veranstaltungsort das Capitol, das Weiße Haus oder Ortschaften in der direkten Umgebung festlegen. Facebook schreibt:

We are blocking the creation of any new Facebook events happening in close proximity to locations including the White House, the US Capitol building and any of the state capitol buildings through Inauguration Day. Our operations center is also conducting a secondary review of all Facebook events related to the inauguration and removing ones that violate our policies. And, as we did in the lead up to and following the US presidential election, we are continuing to block event creation in the US by non-US based accounts and Pages. 

FBI warnt vor bewaffneten Trump-Anhänger:innen während der Amtseinführung

Diese Sicherheitsmaßnahme ist dabei keineswegs überraschend. Denn eine Untersuchung zeigt, dass Anhänger:innen des (noch) amtierenden US-Präsidenten Donald Trump bewaffnete Proteste gegen die Vereidigung des Demokraten Joe Biden planen. Laut BBC News warnt sogar das FBI vor abzusehenden Ausschreitungen am 20. Januar.

Welche große Rolle die Social-Media-Plattformen bei den Ausschreitungen rund um die US-Präsidentschaftswahl spielten, zeigte sich bereits in der Vergangenheit. Nachdem klar wurde, dass Donald Trump die Wahl zum 46. US-Präsidenten verlor, nutzte er allen voran Twitter, um Desinformationen bezüglich angeblicher Wahlmanipulation zu verbreiten – ohne jegliche Beweise. Angestachelt von Trumps Worten, zogen seine Anhänger:innen Anfang Januar vor das Capitol und drangen gewaltsam in das Gebäude ein. Fünf Menschen starben in den Aufruhen. Nach dem Sturm auf das Capitol sperrten Facebook, Twitter und Co. die Konten des Staatsoberhauptes, was zu einem deutlichen Rückgang von Desinformationen auf den Plattformen führte.


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