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Update von Google: Third-Party-Cookie-Ende bei Chrome in Q3 2024

Update von Google: Third-Party-Cookie-Ende bei Chrome in Q3 2024

Niklas Lewanczik | 02.02.23

Google hat das Support-Ende für Third Party Cookies bei Chrome mehrfach verschoben. Ein neues Dokument bestätigt offenbar, dass es ab Mitte 2024 tatsächlich so weit kommt.

Für die gesamte Werbebranche war es ein Schock, als Google Anfang 2020 ankündigte, Third Party Cookies in Chrome nicht mehr unterstützen zu wollen. Das Unternehmen gab der Branche jedoch Zeit, um sich auf das Support-Ende vorzubereiten. Der Zeitplan für dieses hat sich jedoch schon mehrfach geändert. Im Sommer 2021 verschob Google die Deadline, die zunächst ein Ende der Cookies für 2022 vorsah, auf 2023. Das Unternehmen erklärte zu jener Zeit, es brauche mehr Zeit, ehe man diesen drastischen Schritt gehen könne. Im Sommer 2022 wurde dann erneut ein Aufschub bekanntgegeben. Anthony Chavez, Vice President von Google, bestätigte die Verzögerung auf dem Google Blog The Keyword:

Now intend to begin phasing out third-party cookies in Chrome in the second half of 2024.

Ein Dokument bestätigt die Pläne von Google

Jetzt zeigt ein Dokument, das Google als Teil einer Übereinkunft mit der britischen Competition and Markets Authority zur Verfügung stellt, wann genau die Third Party Cookies bei Chrome nicht mehr unterstützt werden sollen. Darin heißt es:

Google is working toward the removal of third-pay cookies in H2 2024. In order to get there, Google is taking a phased approach […] In Q3 2024, Chrome will phase out suppo for third-pay cookies over a two-month period.

In der Zwischenzeit möchte das Unternehmen Technologien zur Verfügung stellen, die die Digital- und insbesondere die Werbebranche auf eine cookieless Future vorbereiten. Dazu zählen Optionen aus der Privacy Sandbox wie FLoC (beziehungsweise die Nachfolgelösung Topics) oder FLEDGE, die womöglich aber keine vergleichbaren Targeting-Erfolge für Marketer in Aussicht stellen. Auch die Attribution Reporting API, die Private State Tokens API und die First Party Sets API stehen zur Verfügung. Ab dem dritten Quartal 2023 sollen diese Lösungen aus der Privacy Sandbox nach einer Chrome-Origin-Trials-Phase für 100 Prozent des Chrome Traffics einzusetzen sein. Doch diese Lösung ist nicht frei von Kritik. Die Technical Architecture Group (TAG) des World Wide Web Consortium (W3C) ist der Ansicht, dass diese Funktionen dazu dienen, „den Status quo unangemessener Überwachung im Internet aufrechtzuerhalten.“

Ob Contextual Targeting, Shared IDs oder der Fokus auf First-Party-Daten: Noch hat die Marketing-Welt keine umfassenden anderweitigen Lösungen für das ganze Ökosystem gefunden. Daher dürfte Google für die eigenen Cookie-Alternativen viel Zulauf erwarten. Noch ist aber ein wenig Zeit, um sich auf das Support-Ende vorzubereiten. Doch 2024 scheint nun definitiv das Ende der Third Party Cookies in Chrome zu markieren.


Um Alternativen zum cookie-basierten Advertising zu schaffen, liefert Google mit der Topics API eine Option für interessenbasiertes Targeting. Mehr darüber erfährst du in unserem Beitrag.

Googles neue Cookie-Alternative: Topics ersetzt FLoC

© FLY:D - Unsplash, Google-Logo, gespiegelt
© FLY:D – Unsplash

Kommentare aus der Community

MediaHub360 am 06.02.2023 um 10:57 Uhr

Gibt es schon Erfahrungsberichte zu den möglichen neuen Alternativen von Google?

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