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2 ehemalige Twitter-Mitarbeiter kreieren Alternativplattform Spill

2 ehemalige Twitter-Mitarbeiter kreieren Alternativplattform Spill

Niklas Lewanczik | 19.12.22

Anfang 2023 geht eine neue Social-Plattform namens Spill an den Start. Sie setzt auf Blockchain-Technologie sowie sofortige Creator-Monetarisierung und gilt als Twitter-Alternative – immerhin haben Ex-Twitter-Mitarbeiter sie erschaffen.

Und wieder gibt es eine neue Social-Media-Plattform, die Twitter und Co. Konkurrenz machen möchte. Je unberechenbarer die Lage auf Twitter wird, desto mehr suchen Creator, Social Media Manager und Brands, aber auch Advertiser nach Alternativen. Einige hat es bereits zum dezentralisierten Netzwerk Mastodon gezogen. Wieder andere versuchen, auf der vergleichsweise jungen Plattform Hive Social Fuß zu fassen. Anfang 2023 soll mit Spill eine weitere Plattform für User zur Verfügung stehen, die sich insbesondere auf Echtzeitkonversationen, die Sicherheit der Nutzer:innen und die Monetarisierung für Creator fokussieren soll. Ein Clou der Plattform ist, dass sie von ehemaligen Twitter-Mitarbeitern kreiert wurde. Sie wollen mit Spill einiges besser machen, was auf Twitter und Co. zu Problemen führt.

Das möchte die neue Social-Media-Plattform Spill bieten

Auf der Website für Spill können sich Interessierte bereits ihr Wunsch-Handle für die Plattform reservieren, die in der Alphaversion im späten Januar 2023 starten soll. Wir haben uns dort bereits registriert.

Anzeige nach der Registrierung auf Spill, Screenshot spill-app.com
Anzeige nach der Registrierung auf Spill, Screenshot spill-app.com

Das Ziel von Spill ist kein geringeres, als die Plattform zu werden, auf der weltweit Kultur(elles) entdeckt und diskutiert wird. Wer sich für das soziale Medium angemeldet hat und dort aktiv sein möchte, kann künftig zunächst:

  • einen zufälligen Gedanken, der als Spill bezeichnet wird, erstellen, kommentieren, verstärken und mit der Öffentlichkeit teilen
  • In-App-Chat-Events mit Freund:innen hosten, sowohl virtuell als auch im realen Leben
  • dem (kulturellen) Weltgeschehen und der Kommentierung desselben folgen
  • automatisch bezahlt werden, wenn ein eigener Spill viral geht

Wie auf Twitter wird es auf Spill eine Timeline geben. Statt Tweets wird diese mit den sogenannten Spills gefüllt. Der Name geht auf den Ausdruck „spill the tea“ (in etwa: Gerüchte, aber auch Wahrheiten über etwas oder jemanden erzählen; oft geht es um heikle Themen) zurück; dementsprechend werden Events auch Tea Parties genannt.

Die Gründer setzen auf schnelle Monetarisierungsmöglichkeiten für Creator

Die Gründer von Spill, DeVaris Brown und Alphonzo „Phonz“ Terrell, waren früher für Twitter tätig. Sie sind der Meinung, dass soziale Medien noch in den Kinderschuhen stecken und eine Weiterentwicklung benötigen. Deshalb bauen sie Spill mit einem umfassenden KI-Sprachmodell auf. Damit sollen die Moderation von Inhalten und der User Support optimiert werden. Des Weiteren setzt die Plattform auf die Blockchain-Technologie, um die Creator von originärem Content stets anzuerkennen und zu belohnen. Auf Spill soll es von Anfang an eine Chance zur Creator-Monetarisierung geben. Gegenüber TechCrunch erklärt Terrell:

It’s not a web3 thing. But the use of blockchain is for both crediting creators and setting up a model for us to compensate them automatically. If they have a spill that goes viral and we monetize it, it’s really effective.

Wie genau die Monetarisierung ablaufen wird, ist noch unklar. Allerdings sollen die Creator nicht in Kryptowährung, sondern in US-Dollar (oder anderen Währungen in anderen Ländern) bezahlt werden.

Kooperationen mit großen Unterhaltungsmarken möchte Spill ebenfalls eingehen; mit welchen, ist indes noch nicht bekannt. Damit soll sichergestellt werden, dass die Plattform exklusive Inhalte zu relevanten Themen liefern kann, über die es sich zu sprechen lohnt.

Mehr Gerechtigkeit für benachteiligte Creator

Besonders wichtig ist Spill, dass Vielfältigkeit auf der Plattform herrscht und dass alle Creator vernünftig entlohnt werden. Auf der Website heißt es entsprechend:

Most critically, we are focused on rewarding creators who frequently set new trends yet are routinely overlooked – especially Black women, the queer community and many other vibrant communities outside the U.S.

Mehr Informationen rund um Spill kannst du auf der Website der Plattform und über diverse soziale Medien erhalten. Noch sind Hinweise zur Plattform auch auf Twitter zu finden.

Möglicherweise werden explizite Verweise auf die neue Plattform auf Twitter fortan nicht mehr möglich sein. Denn Elon Musks Social-Plattform hatte kürzlich die Verlinkung sowie Erwähnung von ausgewählten konkurrierenden Social-Media-Plattformen verboten – ehe die Richtlinie wieder gekippt wurde. Und da es sich bei Spill um eine direkte Konkurrenz zu Twitter handelt – die sogar von Ex-Mitarbeitern kreiert wurde –, ist ein künftiges Verbot der (kostenfreien) Promotion dieser Plattform auf dem Kurznachrichtendienst nicht unwahrscheinlich.

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