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Amazon-Gründer Jeff Bezos gibt CEO-Posten ab
© Amazon

Amazon-Gründer Jeff Bezos gibt CEO-Posten ab

Nadine von Piechowski | 03.02.21

Nach beinahe 30 Jahren verlässt Jeff Bezos die Spitze von Amazon und gibt den CEO-Posten an Andy Jassy ab. Völlig zurückziehen, will sich der Gründer des E-Commerce-Riesen allerdings nicht.

Amazon sorgte bei der Verkündung der Quartalszahlen des Unternehmens für eine große Überraschung: Gründer und bisheriger Geschäftsführer Jeff Bezos wird die Spitze des Konzerns als CEO verlassen. Seinen Posten wird künftig Andy Jassy übernehmen. Dieser ist bisher für die Leitung der Cloud-Sparte der E-Commerce-Plattform verantwortlich. In dem Quartalsbericht schreibt das Unternehmen:

Amazon is also announcing today that Jeff Bezos will transition to the role of Executive Chair in the third quarter of 2021 and Andy Jassy will become Chief Executive Officer at that time.

Im dritten Quartal heißt es also für Jeff Bezos Abschied vom Amazon-CEO-Posten nehmen. Allerdings verlässt der Gründer und zweitreichste Mann der Welt das Unternehmen nicht völlig. Bezos wird weiterhin als geschäftsführender Vorsitzender des Verwaltungsrates fungieren und ist auch nach seinem Rücktritt noch größter Einzelaktionär.

Jeff Bezos will sich Projekten außerhalb von Amazon widmen

Bezos kommentierte seinen Rückzug aus der Geschäftsführung des E-Commerce-Riesen wie folgt:

When you look at our financial results, what you’re actually seeing are the long-run cumulative results of invention. Right now I see Amazon at its most inventive ever, making it an optimal time for this transition.

Außerdem wolle sich der Multimilliardär anderen Projekten außerhalb des Amazon-Kosmos widmen – wie beispielsweise seiner Raumfahrtfluggesellschaft Blue Orgin oder seinem Klimaschutzprojekt Earth Fund. Bezos bemühte sich bereits in der Vergangenheit, seinen Einfluss als einer der reichsten Unternehmer für den guten Zweck zu nutzen.


Mehr als 21 Milliarden US-Dollar Gewinn in Q4 2020

Der angekündigte Rückzug Bezos ließ die Quartalszahlen des Unternehmens etwas in den Hintergrund rücken. Dabei übertrafen diese alle Erwartungen. Amazon konnte im Geschäftsjahr 2020 mehr als 21 Milliarden US-Dollar verdienen. Dazu beigetragen hat auch der weiterhin erfolgreiche Cloud Service von Amazon. Der Umsatz konnte so um 44 Prozent gesteigert werden und belief sich damit auf 125,6 Milliarden US-Dollar. Damit knackte Amazon erstmals während der Coronapandemie die Umsatzmarke von 100 Milliarden US-Dollar.

Trotz des Erfolges von Amazon darf nicht vergessen werden, dass die E-Commerce-Plattform immer wieder für die verheerenden Arbeitsbedingungen und die ausbeuterische Behandlung der Angestellten in der Kritik stand. Ob sich hier mit einem neuen CEO eine Umstrukturierung ankündigt, bleibt abzuwarten.



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