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Technologie
WordPress will Googles Lösung FloC automatisch blockieren
© Webfactory - Unsplash

WordPress will Googles Lösung FloC automatisch blockieren

Nadine von Piechowski | 19.04.21

Der Suchmaschinenkonzern testet momentan FloC (Federated Learning of Cohorts) als alternative Lösung für Third Party Cookies. Wegen erheblicher Datenschutzbedenken plant WordPress nun eine standardisierte Sperrung des Systems.

Das Content-Management-System (CMS) verkündete auf dem Unternehmens-Blog, dass die FloC-Technologie auf WordPress-Seiten künftig automatisch gesperrt werden soll. Laut den Betreiber:innen des CMS würde mit FloC nur ein Datenschutzproblem durch ein neues ersetzt werden. Daher plant WordPress ein Tracking via FloC ab dem Betriebssystem 5.8 – das im Juli 2021 gelauncht werden soll – per default zu blockieren.

Google testet momentan im Chrome Browser die Einführung des FloC-Systems als Alternative zu den Third Party Cookies. Der Einsatz von Drittanbieter-Cookies ermöglicht Advertisern bisher ein engmaschiges Tracking der User-Aktivitäten und so das Ausspielen von personalisierter Werbung. Der Suchmaschinenkonzern kündigte im vergangenen Jahr an, Third Party Cookies bis 2022 abzuschaffen. Mit FloC soll Marketern eine Tracking-Lösung für den Google Browser angeboten werden, die die Daten der User besser schützt. Denn anstatt eines individualisierten Trackings werden Nutzer:innen basierend auf ihrem Surf-Verhalten in Kohorten zusammengefasst.

WordPress fürchtet, dass FloC Diskriminierung im Internet fördern könnte

Neben WordPress sehen in Googles neuer Tracking-Lösung auch die Suchmaschine DuckDuckGo und zahlreiche Data-Security-Aktivist:innen eine Gefahr für die User. So schreibt die Electronic Frontier Foundation:

The technology will avoid the privacy risks of third-party cookies, but it will create new ones in the process. It may also exacerbate many of the worst non-privacy problems with behavioral ads, including discrimination and predatory targeting.

Und auch WordPress erklärt, dass mit dem FloC-System Diskriminierung gefördert und der Datenschutz erheblich verletzt werden könnte:

[…] placing people in groups based on their browsing habits is likely to facilitate employment, housing and other types of discrimination, as well as predatory targeting of unsophisticated consumers. This is in addition to the privacy concerns of tracking people and sharing their data, seemingly without informed consent – and making it more difficult for legislators and regulators to protect people.

Weiter seien sich viele User nicht gänzlich über die hinter FloC stehende Technologie im Klaren und würden daher uniformiert ihre Zustimmung zu einem derartigen Tracking erteilen, so WordPress. Dies wollen die Betreiber:innen des CMS verhindern. Website Owner, die ein Tracking via FloC dennoch ermöglichen möchten, müssten dies manuell aktivieren.

FloC jetzt schon für ältere WordPress-Versionen deaktivieren

Da angenommen wird, dass Google FloC noch vor der neusten WordPress-Version ausrollt, können Website-Betreiber:innen das Tracking schon jetzt mithilfe von vier Zeilen Code verhindern:

WordPress stellt vier Zeilen Code bereit, mit denen ein FloC Tracking verhindert werden kann, © WordPress

Mit WordPress werden circa 41 Prozent der im Web freizugänglichen Websites betrieben. Die Blockierung von FloC auf all diesen Internetseiten könnte ein klares Zeichen an Google senden, weiterhin verstärkt an einer Alternative für das Tracking via Third Party Cookies zu arbeiten.

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Kommentare aus der Community

alexbeglov1989 am 20.04.2021 um 19:49 Uhr

Another interesting plugin for image optimization: https://wordpress.org/plugins/optipic/ Its automatic convert image to Webp (for webp-supported browsers) and compressed/optimized png/jpeg (for webp-unsupported browsers).

Antworten
Hendrik am 19.04.2021 um 22:35 Uhr

Wer keinen Code verwenden kann auch einfach das entsprechende WordPress Plugin nutzen:

https://de.wordpress.org/plugins/wpm-floc/

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