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Technologie
„Willkommen bei Libra“ – Facebooks Kryptowährung wird vorgestellt
© Facebook Libra

„Willkommen bei Libra“ – Facebooks Kryptowährung wird vorgestellt

Niklas Lewanczik | 19.06.19

Facebook hat seine neue Kryptowährung Libra vorgestellt, die die globale Zahlungsökonomie revolutionieren und benachteiligte Gruppen unterstützen soll.

Mit Libra möchte Facebook Milliarden Menschen empowern. Die neue Kryptowährung ist da und sie hat zahlreiche namhafte Partner vorzuweisen. Die Währung soll Zahlungsprozesse weltweit erleichtern und schneller machen, verspricht einfachen Zugang und Sicherheit sowie Stabilität. Wird sie sich durchsetzen?

Libra kommt und will Misstrauen entgegentreten

Facebook erklärt Libra, das jüngst vorgestellt wurde, als „Geld neu definiert“. Auf der Website der neuen Kryptowährung, die auf Blockchain-Technologie basiert, wird man mit dem Fakt konfrontiert, dass gut 31 Prozent der Weltbevölkerung keinen Zugang zu Bankkonten hat und dass Auslandsüberweisungen nicht nur lange dauern, sondern auch im Schnitt 7 Prozent Gebühr verlangen. Diesen und weiteren Problemen möchte Libra begegnen.

Dafür hat man bereits bemerkenswerte Partner gefunden, die dabei helfen sollen, das Misstrauen, was Kryptowährungen bisher gegenübergebracht wird, zu mindern. Zu diesen Partnern zählen MasterCard, Uber, eBay, Lyft, VISA, PayPal, Vodafone, Spotify und viele mehr. So erklärte etwa Spotifys Chief Premium Business Officer Alex Norström bei TechCrunch

One challenge for Spotify and its users around the world has been the lack of easily accessible payment systems – especially for those in financially underserved markets. In joining the Libra Association, there is an opportunity to better reach Spotify’s total addressable market, eliminate friction and enable payments in mass scale.

Wer nun mit Libra zahlt, kann bei diesen Partnern womöglich auf Extra-Gebühren verzichten, die ihm anderswo begegnen würden. Außerdem möchte Facebook weitere Anreize wie Rabatte schaffen. Dazu möchte man die Währung mit noch vielen weiteren Partnerorganisationen in Verbindung bringen.

Der Zugang und die Sicherheit

Der große Vorteil von Libra soll einerseits der simple Zugang sein. Es braucht im Prinzip nur eine Datenverbindung und den Zugang zu einem Smartphone. Dann kann die Währung auf der ganzen Welt genutzt werden. Dabei sollen Transaktionen extrem schnell und aufgrund der zugrundeliegenden Blockchain-Struktur auch sehr sicher sein.

Darüber hinaus stützt eine Reserve von aktuellen stabilen Währungen auch die Stabilität dieser Kryptowährung. Facebooks Ziel ist es, mit zahlreichen Produkten und Dienstleistungen ein System zu entwickeln, dass Libra in den Alltag und die alltägliche Zahlung der Menschen integriert.

Die Libra-Vorteile auf einen Blick (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Facebook Libra

Diese Integration wird erleichtert, da Entwickler eigene Apps etc. erstellen können, die mit Libra operieren. Denn die Kryptowährung basiert auf Open Source-Ressourcen und ein Testnet ist bei GitHub inzwischen live. Zudem wurde mit Move eine neue Programmiersprache konzipiert, um Entwicklern die Integration des Libra-Zahlungssystems so einfach wie möglich zu machen. Weitere Informationen hierzu finden diese hier.

Facebook wird Libra erst 2020 für die Öffentlichkeit launchen; und das Unternehmen wird die Währung nicht allein kontrollieren. Auch das ist ein Schritt, um mehr Vertrauen dafür zu erlangen. Vielmehr wird ein Konsortium von Firmen, die mindestens zehn Millionen US-Dollar für das Projekt investiert haben, Entscheidungen treffen. Dazu gehören auch VISA, Uber und Andreessen Horowitz. Schließlich soll eine Unterfirma mit dem Namen Calibra dafür sorgen, dass Facebook-Daten nicht mit Bezahlvorgängen über Libra vermischt werden.

Wer mehr über die Kryptowährung, ihre Einsatzmöglichkeiten, die Währungsstabilität, die Partner usf. erfahren möchte, kann sich Facebooks ausführliches Libra Whitepaper zu Gemüte führen oder auf der jüngst gelaunchten Website stöbern. Die Ambitionen für diese Währung sind groß. Aber mit dem Rückgang von Bargeld und einer digital-mobil-zentrierten Welt könnte sich Libra tatsächlich als eine Währung der Zukunft etablieren.

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