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Shopify Merchants können jetzt auf ChatGPT werben

Shopify Merchants können jetzt auf ChatGPT werben

Niklas Lewanczik | 25.02.26

ChatGPT wird zur Commerce- und Werbeumgebung. Während der Einkauf über die Plattform etabliert wird, kommen auch Ads hinzu. Shopify Merchants können über Shop Campaigns jetzt Ads für ChatGPT integrieren.

In den USA sind die ChatGPT Ads jetzt ausgerollt. Sie ergänzen die Umwandlung des KI-Ökosystems hin zu einer Art Marktplatz, über den User mit Instant Checkout direkt einkaufen können. In diesem Werbekontext können Shopify-Händler:innen jetzt ihre Ads einsetzen. So können sich Seller auf die Zukunft des Agentic Commerce vorbereiten.


Adobe, Audible und Co.

– Advertiser verraten, warum sie auf ChatGPT werben

Einkaufstaschen-Icon mit Haken darin, Farbverlauf violett-blau im Hintergrund
© OpenAI via Canva


ChatGPT Ads über Shopify Shop Campaigns

Jetzt sind sie also da, die ersten ChatGPT Ads in den USA. Erste Erwachsene User ab 18 Jahren sehen ab jetzt Werbung. Das gilt aber nur für jene, die ChatGPT Free und Go (für acht US-Dollar im Monat) nutzen. Genau diese User, die nichts oder nur wenig pro Monat für die ChatGPT-Nutzung zahlen, möchte OpenAI mit der Werbung monetarisieren. Dabei sollten die Ads die Antworten im Chat nicht beeinflussen. Auch nicht visuell, denn das Unternehmen gibt an, dass die Ads markiert und deutlich von der Antwort getrennt werden. Außerdem sollen Advertiser keinen Zugriff auf Konversationen, Erinnerungen und persönliche Daten oder den Chat-Verlauf erhalten. Auch können User einzelne Anzeigen ausblenden und Informationen über die Anzeigen einholen.

Für Advertiser ist schon absehbar, was Werbung bei ChatGPT kosten soll. 60 US-Dollar werden für 1.000 Views im CPM-Modell aufgerufen, während für die ersten Werbetreibenden hunderttausende US-Dollar an Ausgabezusagen gefordert sind. Trotz dieser Kosten hat OpenAI eine Reihe interessierter Unternehmen und Konzerne für das Pilotprogramm gefunden. Dazu zählt zum Beispiel WPP Media mit Klient:innen wie Adobe, Audemars Piguet, Audible, Ford, Mazda und Co. Aber auch Target und HelloFresh sind erste Kund:innen. Ihre Werbung erscheint ebenso wie Anzeigen von Expedia oder Canva in den ersten User-Umgebungen.

Und neuerdings können sogar Händler:innen von Shopify ihre Werbung dort platzieren. Das berichtet The Information. Denn Shopify bietet ihnen an, über Shop Campaigns ihre Werbung für die ChatGPT User bereitzustellen, die das E-Commerce-Unternehmen für sie dort ausspielt. Mit über 800 Millionen wöchentlich aktiven User und dem Status als fünftmeistbesuchte Website der Welt ist ChatGPT ein enorm wichtiges Umfeld für die Sichtbarkeit von Marken. Daher erkennt auch Shopify-Expertin Veronica Lopez einen wichtigen Shift in der Werbeadaption für ChatGPT.

Ohnehin entwickelt sich die Branche hin zu einem agentischen E-Commerce-Erlebnis, das über ChatGPT, aber ebenso Google, Perplexity und den Copilot mit Checkout-Optionen und Shopping Ads – neu etwa im AI Mode – ermöglicht wird. Direkt auf ChatGPT verkaufen können die Shopify Merchants schon seit 2025.

Dieses Jahr wird nun der Weiterentwicklung des AI Commerce gewidmet, bei vielen Tech-Unternehmen und nicht zuletzt Shopify. Dessen Präsident Harley Finkelstein erklärte kürzlich im Rahmen der Quartalszahlenvorstellung:

2025 was Shopify at full throttle – driving compounding growth, while laying the rails for the new era of AI commerce2026 will be the year of the builders, and we’ll be powering them – from first sale to full scale.

Die ChatGPT Ads befinden sich unterdessen noch in einer experimentellen Phase. Erste Anzeigen brechen aber schon mit den Versicherungen vonseiten OpenAIs in Bezug auf eine möglichst native Einbettung.


ChatGPT Ads brechen mit OpenAIs Versprechen

Smartphone Mockup mit Ad bei ChatGPT, Wolken im Hintergrund
© OpenAI via Canva

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