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Index Exchange begrüßt Googles geplante Unabhängigkeit von Third Party Cookies
© Index Exchange

Index Exchange begrüßt Googles geplante Unabhängigkeit von Third Party Cookies

Niklas Lewanczik | 22.01.20

In einem exklusiven Kommentar erklärt Jörg Vogelsang, Regional MD DACH & CEE beim Advertising-Marktplatz Index Exchange, warum er Googles Entscheidung für fortschrittlich hält.

Die Werbebranche, ja die ganze Digitalbranche wurde schon früh im neuen Jahr mächtig aufgerüttelt. Google kündigte an, in zwei Jahren im Chrome Browser keine Third Party Cookies mehr zu unterstützen. Damit nähert man sich Browsern wie Firefox oder Safari an, die schon jetzt per Default derlei Cookies blocken. Die Reaktionen auf diese einschneidende Veränderung beim Weltmarktführer unter den Browsern – auf die sich alle Marktteilnehmer jedoch eine Zeit lang vorbereiten können – sind divers. Gegenüber OnlineMarketing.de teilt Jörg Vogelsang von Index Exchange eine im Marketing-Bereich überraschend positive Meinung zu Googles Schritt.

„Kooperativ, konstruktiv und offen“

Der Aufschrei war besonders bei Advertisern groß, als Googles Vorhaben publik wurde. Die großen Werbeverbände aus den USA, die Association of National Advertisers (ANA) und die American Association of Advertising Agencies (4A’s) hatten Google in einem offenen Brief kritisiert und gebeten, erst bei einer gangbaren Alternativlösung auf das Blocking zu bauen.

Eine anders gelagerte Reaktion war der Absturz der Aktie des Adtech-Unternehmens Criteo, der auf die Ankündigung folgte. Doch nicht alle sehen Googles Schritt als großes Problem. Überraschend kommt er in Zeiten erhöhter Datenschutzbestrebungen nur bedingt, vielleicht noch insofern, dass Google selbst mit seinem Werbenetzwerk lange als großer Verfechter der Third Party Cookies im Browser galt. Google aber kann diverse Daten von Usern über verschiedenste Wege erhalten und auch im Werbekontext bereitstellen.

Jörg Vogelsang, Index Exchange
Jörg Vogelsang, Index Exchange

Das angestrebte Blocking der Third Party Cookies in Chrome kann aber auch als ein Schritt in die richtige Richtung und als positive Herausforderung interpretiert werden. So sieht es jedenfalls Jörg Vogelsang. Der Marketing-Experte und heutige Regional MD DACH & CEE bei Index Exchange ist seit mehr als 20 Jahren in leitenden Positionen in der Marketing- und Retail-Branche tätig – und arbeitete bereits für Adform oder auch Google selbst.

In seinem Kommentar für OnlineMarketing.de beschreibt er, dass Index Exchange Googles Entscheidung begrüßt. Sie sei „kooperativ, konstruktiv und offen“. Er erklärt, warum das Nutzerinteresse auch beim Advertising im Vordergrund stehen sollte und wieso er zuversichtlich ist, dass die Branche bis 2022 eine alternative Lösung finden kann.

Der Kommentar von Jörg Vogelsang

Googles Ankündigung, künftig die Abhängigkeit von Third Party Cookies im Chrome Browser endgültig einzustellen, hat letzte Woche für reichlich Gesprächsstoff in der Online Werbebranche gesorgt. Während die Adtech Community schon eine Zeit lang über den Untergang der Third Party Cookies diskutiert hat, wurde jetzt eine konkrete Deadline festgelegt. Alle Marktteilnehmern des programmatischen Werbe-Ökosystems, müssen sich weiterentwickeln, um die Privatsphäre der Nutzer als unsere größte Priorität beizubehalten und gleichzeitig einen effizienteren Werbemarkt zu schaffen. 

Wir von Index Exchange begrüßen diesen Schritt, er ist kooperativ, konstruktiv und offen. Grundsätzlich unterstützen wir alle Initiativen, die die Privatsphäre und das Vertrauen der Nutzer in den Vordergrund stellen. 

Es ist ermutigend zu sehen, dass andere Teilnehmer in unserer Branche die Abhängigkeit der Publisher von Werbeeinnahmen unterstützen. Insbesondere unterstreicht diese Änderung die Notwendigkeit für offene Diskussionen darüber, wie Advertising mit dem Fokus auf den Schutz der Privatsphäre und Kontrolle über die eigenen Daten unterstützt werden kann. Wir sind zuversichtlich, dass die zweijährige Frist es uns ermöglichen wird, als gesamtes Ökosystem zusammenzuarbeiten, um identitätsbasierte Lösungen zu entwickeln, die für alle in der Branche funktionieren – etwas, in das wir bei Index Exchange bereits seit drei Jahren investieren. 

Während sich einige Marktteilnehmer skeptisch und aufgeschreckt sehen, erkennen andere, wie Index Exchange, eine Chance im bald sehr umfassenden Third Party Cookie Blocking in gängigen Browsern, allen voran Chrome. Bei diesem wird übrigens mit dem SameSite Update ab dem vierten Februar von Webmastern gefordert, die Nutzung von Cookies durch Drittseiten aktiv statt wie bislang passiv zu erlauben. Googles Weg in Richtung Browser ohne Third Party Cookies beginnt.

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