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Grok 4.7 ist da: Was SpaceXAIs neues KI-Modell wirklich kann
© SpaceXAI (via Canva)

Grok 4.7 ist da: Was SpaceXAIs neues KI-Modell wirklich kann

Marié Detlefsen | 22.09.26

Grok 4.7 ist da. Wir zeigen dir, was SpaceXAIs neues KI-Modell bietet und was sich beim Programmieren, bei Wissensarbeit und in Sachen Sicherheit ändert.

SpaceXAI schickt die nächste Generation seines KI-Modells ins Rennen: Grok 4.7 ist ab sofort verfügbar. Der Schwerpunkt liegt diesmal vor allem auf Programmierung und längeren Arbeitsaufträgen. Das Modell soll also nicht nur schnelle Antworten liefern, sondern auch an Aufgaben dranbleiben, Zwischenschritte überprüfen und mit großen Kontexten besser umgehen können.

Dafür hat SpaceXAI die technische Grundlage gegenüber Grok 4.6 erweitert und das Training stärker auf komplexe Aufgaben ausgerichtet. Im Fokus standen laut Unternehmen Probleme, deren Bearbeitung mehrere Stunden dauern kann. Das betrifft etwa umfangreiche Coding-Projekte, technische Fragestellungen oder die Erstellung von Dokumenten und Präsentationen.

Grok auf demselben Niveau wie andere KI-Spitzenmodelle

Laut eigenen Angaben soll Grok 4.7 die eigenen Ergebnisse gründlicher kontrollieren und auch bei längeren Arbeitsabläufen den Überblick behalten. Gerade beim Programmieren kann das relevant sein: Statt nur einen Code-Schnipsel auszuspucken, kann ein Modell über mehrere Schritte hinweg an einer Aufgabe arbeiten.

Auch bei typischer Wissensarbeit will SpaceXAI zugelegt haben. Getestet wurden unter anderem Aufgaben aus Recht, Medizin, Finanzwesen und Büroarbeit. Nach den von SpaceXAI veröffentlichten Ergebnissen liegt Grok 4.7 bei einigen Benchmarks vor dem bisherigen Modell Grok 4.6 und bewegt sich teilweise auf dem Niveau anderer aktueller Spitzenmodelle. Die genannten Benchmark-Ergebnisse stammen allerdings vom Unternehmen selbst. Sie zeigen damit vor allem, wie das Unternehmen sein Modell in ausgewählten Tests einordnet. Wie sich Grok 4.7 im täglichen Einsatz schlägt, müssen unabhängige Tests erst noch zeigen.

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Nach den von SpaceXAI veröffentlichten Ergebnissen liegt Grok 4.7 bei Benchmark-Tests auf dem Niveau anderer aktueller KI-Spitzenmodelle, © SpaceXAI

Besonders stark setzt SpaceXAI auf Software-Entwicklung. In mehreren Coding Benchmarks konnte Grok 4.7 gegenüber der vorherigen Version zulegen. Außerdem wurde Grok 4.7 darauf trainiert, direkt mit der technischen Umgebung von Grok als KI-Agent zu arbeiten. Das soll dem Modell bei längeren, mehrstufigen Aufgaben zugutekommen. Das Prinzip dürfte vor allem für KI-Agents interessant sein.

Neben den Leistungsdaten hebt das Unternehmen die überarbeitete Sicherheitsarchitektur hervor. Grok 4.7 soll gefährliche Anfragen zuverlässiger ablehnen, ohne bei legitimen Aufgaben unnötig häufig die Arbeit zu verweigern. Das spielt insbesondere bei Cybersecurity eine Rolle: Das Modell soll bei der Abwehr und Analyse von Angriffen helfen können, gleichzeitig aber problematische oder missbrauchsorientierte Anweisungen stärker begrenzen.

Für sicherheitskritische Bereiche wie Cybersecurity und biologische Forschung nennt SpaceXAI eigene Benchmark-Ergebnisse: Beim Biosicherheitstest LatchBio erreichte Grok 4.7 laut Unternehmen 62,4 Prozent. Im HackerBench-Test wurden nach Angaben des Unternehmens 3,3 Prozent der riskanten Dual-Use-Anfragen zugelassen. Solche Werte sind allerdings stark vom jeweiligen Testaufbau abhängig und sollten deshalb nicht als allgemeines Sicherheitsmaß für KI-Systeme verstanden werden.

Was kostet Grok 4.7?

Grok 4.7 ist laut SpaceXAI unter anderem über Cursor, Grok Build und die Grok API verfügbar. Auch verschiedene externe Coding-Umgebungen und Modellplattformen sollen den Zugang anbieten. Für die API startet der Preis bei zwei US-Dollar pro einer Million Eingabetoken. Eine Million ausgegebene Token kosten bei Kontexten unter 200.000 Token sechs US-Dollar. Bei längeren Kontexten ab 200.000 Token steigen die Preise auf vier US-Dollar für eine Million Eingabetoken und zwölf US-Dollar für eine Million ausgegebene Token. Die Preise bleiben im Vergleich zum vorherigen Modell konstant. Daneben gibt es eine schnellere Variante, bei der die Ausgabe doppelt so schnell erfolgen soll – allerdings zum doppelten Preis. Diese Fast-Variante ist laut SpaceXAI derzeit nur über Cursor und Grok Build, aber nicht über die öffentliche API verfügbar.

Grok 4.7 ist damit weniger ein kompletter Neustart als ein Ausbau des bisherigen Modells. Mehr Ausdauer bei komplexen Aufgaben, bessere Selbstkontrolle und stärkere Fähigkeiten beim Programmieren gehören zu den wichtigsten Änderungen. Ob das im Alltag tatsächlich einen großen Unterschied macht, wird sich aber erst zeigen, wenn das Modell außerhalb der von SpaceXAI ausgewählten Benchmarks auf die Probe gestellt wird.


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