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Technologie
Google und Apple geben ersten Einblick in Tracking-Technologie für Corona-App
© Google & Apple

Google und Apple geben ersten Einblick in Tracking-Technologie für Corona-App

Nadine von Piechowski | 05.05.20

Die Tech-Giganten arbeiten gemeinsam an einer App, um die Verbreitung des Coronavirus verfolgen zu können. Jetzt zeigen erste Entwürfe, wie diese aussehen könnte.

Google und Apple arbeiten mit Hochdruck an der Entwicklung einer Corona-Tracking-App. Nun könnten sie einen großen Schritt in Richtung Release gemacht haben. Am Montag veröffentlichten die beiden Tech-Konzerne erste Entwürfe für das Layout der App. Außerdem gaben Google und Apple einen Einblick in den Softwarecode. Die beiden Unternehmen arbeiten seit gut einem Monat gemeinsam an einer Tracking App, die dabei helfen soll, Covid-19-positive Menschen zu identifizieren. So könnte die Ausbreitung des Virus einfacher nachvollzogen und gegebenenfalls nötige Gegenmaßnahmen schneller eingeleitet werden. Apple CEO Tim Cook betonte zu Beginn des Projekts gemeinsam mit Sundar Pichai, Head of Google, dass bei der Entwicklung der App die Privatsphäre der User im Vordergrund stehe.

Erste Entwürfe der Corona-App von Google und Apple (mit einem Klick auf das Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Google & Apple

Corona-App: Kommunikation zwischen iOS- und Android-Geräten via Bluetooth

Die beiden Tech-Konzerne planen eine Corona-App, die den Abstand zwischen zwei Smartphones – egal ob Android-Gerät oder iPhone – über die Bluetooth-Signalstärke feststellt. Gleichzeitig sollen auf diesem Weg auch Krypto-Schlüssel ausgetauscht werden, die sich in regelmäßigen Abständen verändern. So würde laut der beiden Konzerne die Begegnung mit anderen Usern nachvollzogen werden. Allerdings ohne dass ein einzelner Nutzer nachverfolgt werden könne. Sollte sich ein App User infiziert haben und dies melden, werden alle anderen Nutzer benachrichtigt, die in den vergangen Tagen den Krypto-Schlüssel seines Geräts empfangen haben. Der Abgleich findet dabei nicht auf einem zentral Server statt, sondern auf den Smartphones. Hierfür sollen alle Schlüssel von Infizierten aus der Region auf den Geräten gespeichert werden.

Google und Apple: Corona-App soll Ende des Jahres für zwei Milliarden Geräte bereitstehen

Neben ersten Entwürfen, die zeigen, wie die App später aussehen könnte, veröffentlichten die Konzerne auch beispielhafte Softwarecodes für die Entwicklung von Corona-Apps. Dies soll dazu führen, dass Entwickler die Schnittstellen schneller ausprobieren und die Anwendungen einfacher programmiert werden können. Das Framework heißt bei Apple ExposureNotification und bei Google Exposure Notification API. Darüber hinaus gaben die beiden Tech-Giganten bekannt, wie eine mögliche Bedienung der Corona-App ablaufen könnte. Hierbei ist auch von einem Verfikationsmeschanismus für Infektionsmeldungen die Rede, der in Zusammenarbeit mit den Codes von Gesundheitsämtern entstehen könnte.

Google und Apple wollen die App Ende des Jahres auf den Markt bringen. Diese würde dann für weltweit insgesamt zwei Milliarden Geräte zur Verfügung stehen. Die beiden Konzerne verkündeten weiter, dass sie auch in Zukunft freien Softwarecode veröffentlichen wollen. So hoffe man, auch örtlichen Gesundheitsbehörden bei der Entwicklung von Corona-Apps unter die Arme greifen zu können.

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