Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Social Media Marketing
Mehr Monetarisierung: YouTube liefert Shorts Creatorn 45 Prozent der Werbeeinnahmen

Mehr Monetarisierung: YouTube liefert Shorts Creatorn 45 Prozent der Werbeeinnahmen

Niklas Lewanczik | 21.09.22

YouTube macht einen großen Schritt bei der Monetarisierung von Shorts, aber auch Videos mit lizenzierter Musik. Super Thanks und Revenue Sharing kommen zu Shorts und erlauben Creatorn, künftig deutlich mehr mit ihren Inhalten zu verdienen.

Der Konkurrenzkampf zwischen TikTok, Meta und YouTube tobt. Und wer die besten Monetarisierungsprogramme für Creator bieten kann, wird langfristig Wettbewerbsvorteile gewinnen können. YouTube hat kürzlich gleich mehrere neue Monetarisierungsfunktionen bekanntgegeben, die Creator hellhörig werden lassen. Die Videoplattform wird Shorts Creator im großen Stil an Werbeeinnahmen beteiligen. Außerdem kommt das Bezahl- beziehungsweise Trinkgeld-Feature Super Thanks in den Kurzvideobereich. Zusätzlich können Creator nunmehr dank des Programms Creator Music auf populäre lizenzierte Musik in längeren Clips zugreifen – und diese weiterhin monetarisieren.

45 Prozent der Werbeeinnahmen: YouTube lässt Creator im Partner Program mitverdienen

Seit dem Frühjahr 2022 können Creator auf TikTok endlich an Werbung mitverdienen, die im Umfeld ihrer Inhalte ausgespielt wird. Mit TikTok Pulse können sie rund 50 Prozent der Ad-Einnahmen für sich beanspruchen. Damit hat die ByteDance-Tochter im Wettbewerb um die Gunst der Creator einen wichtigen Monetarisierungsansatz hervorgebracht, der lange Zeit fehlte. Immerhin konnten Creator von YouTube-Videos im YouTube-Partnerprogramm (YPP) schon lange an Werbung mitverdienen – und zwar kolportierte 55 Prozent der Ad-Einnahmen.

Eine entsprechende Option steht bald endlich auch für Shorts Creator zur Verfügung. Allerdings sollen diese ab Anfang 2023 nur mit 45 Prozent an den Werbeeinahmen beteiligt werden. Die Ausschüttungen erfolgen basierend auf den Shorts Views der Creator. Ads laufen in diesem Bereich zwischen den Videos und sämtliche Einnahmen YouTubes werden künftig mit Creatorn geteilt.

YouTube bietet insgesamt zehn Wege, um über die Plattform Geld zu verdienen, und weitet die Monetarisierungsoptionen für Shorts aus. Neben der Möglichkeit, an Werbeeinnahmen beteiligt zu werden, wird auch das Feature Super Thanks für den Kurzvideobereich geöffnet. Dieses erlaubt Zuschauer:innen und Followern, Creatorn Geld zukommen zu lassen, während sie selbst eine Animation erhalten, die im Video des begünstigten Creators erscheint. Die Creator Colin und Samir erklären im Video für den YouTube Creators Account, welche Vorteile die neuen Monetarisierungsfunktionen liefern.

Videos mit lizenzierter Musik monetarisieren

Im Clip wird auch das neue Feature Creator Music für das YouTube Studio angesprochen. Dieses Programm ist noch in der Betaphase und nur in den USA verfügbar, soll aber ab 2023 in weitere Märkte kommen. Es erlaubt den Creatorn, aus einem großen Katalog populärer und lizenzierter Musik Inhalte für die eigenen Long-Form-Videos auszuwählen und zu nutzen. Der Clou ist für die Videoproduzent:innen, dass sie diese Videos trotz der Lizenzen für die Musik monetarisieren können. Amjad Hanif, Vice President of Creator Products bei YouTube, erklärt im Blogpost:

We’re introducing Creator Music, a new destination in YouTube Studio that gives YouTube creators easy access to an ever-growing catalog of music for use in their long-form videos. Creators can now buy affordable, high-quality music licenses that offer them full monetizing potential—they will keep the same revenue share they’d usually make on videos without any music. And for creators who don’t want to buy a license up front, they’ll be able to use songs and share revenue with the track’s artist and associated rights holders.

Schon 50 Milliarden US-Dollar ausgezahlt: So kannst du am YouTube-Partnerprogramm teilnehmen

Amjad Hanif erklärt im Blogpost außerdem, dass YouTube in den vergangenen drei Jahren bereits über 50 Milliarden US-Dollar an Creator, Medienunternehmen und Künstler:innen ausgezahlt hat. Und Creator, die ihre Videos nachhaltig monetarisieren möchten, können das insbesodere dank des YouTube-Partnerprogramms tun.

Ab Frühjahr 2023 sollen Shorts Creator sich beim Programm registrieren, sofern sie mindestens 1.000 Follower haben und zehn Millionen Shorts Views binnen 90 Tagen aufweisen können. Zudem müssen sie auf mindestens 4.000 valide Stunden Rezeptionszeit in den vergangenen zwölf Monaten verweisen können. Der frühere Zugriff auf das Fan Funding durch Features wie Super Thanks, Super Chat, Super Stickers und Channel Memberships kann ab 2023 allerdings auch erlangt werden, wenn nur geringere Voraussetzungen erfüllt werden – diese spezifiziert YouTube jedoch nicht.

Monetarisierungsoptionen und Voraussetzungen im YPP
Monetarisierungsoptionen und Voraussetzungen im YPP, © YouTube

Seit 15 Jahren gibt es das YPP inzwischen. Und die vielfältigen Verdienstmöglichkeiten für Creator könnten dafür sorgen, dass viele ihren Content im Bereich Shorts weiter fördern, oder dass sogar TikTok und Reels Creator vermehrt zu Shorts übergehen. In Sachen Watchtime, Trendaffinität und Popularität hat TikTok im Dreikampf mit Meta und YouTube aber noch die Nase vorn; und weitere Monetarisierungs-Features werden folgen. Beim Geldverdienen aber hat YouTube, vor allem mit der Werbemacht Googles im Rücken, schon seit Jahren eine starke Grundlage für Creator geschaffen.

Alle News zu Werbeeinnahmen mit Shorts, Änderungen am YPP und zum früheren Zugriff auf Funktionen zur Finanzierung fasst der Creators Account in einem Video zusammen.

Es ist so weit: Unser populäres Digital-Event bekommt die ganz große Bühne. Mit dem Digital Bash – Main Event erwartet dich am 12.10.2022 von 9 bis 18 Uhr eine hybride Konferenz mit einem hochkarätigen Programm💥 2 Bühnen, 40 Speaker, über 600 Minuten Content, 10+ Masterclasses, Networking, Stadiontour und vieles mehr…

Ob online oder live vor Ort – du entscheidest.

Jetzt anmelden!

Kommentare aus der Community

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*
*