Social Media Marketing
YouTube zählt Views künftig anders – und viele Creator werden davon profitieren

YouTube zählt Views künftig anders – und viele Creator werden davon profitieren

Larissa Ceccio | 18.08.26

Ab dem 24. August genügt auf YouTube bereits der Start eines Videos, damit ein View gezählt wird. Damit folgt die Plattform dem Beispiel von Instagram und TikTok.

Steigende View-Zahlen auf YouTube dürften ab dem 24. August mit Vorsicht zu interpretieren sein. Denn die Plattform definiert neu, was überhaupt als Aufruf gilt. Vorteile bringt die Umstellung dennoch.



Neue Hürden für Einnahmen übers YouTube Partner Program
– aber auch mehr Potentiale mit Premium Lite

Neal Mohan vor YouTube-Logo
© Google, Eyestetix Studio (Unsplash) via Canva


Eine Kennzahl für alle Formate: YouTube folgt Instagram und TikTok

YouTube vereinheitlicht die Berechnung von Views über alle Videoformate hinweg. Ab dem 24. August gelten für Videos on Demand (VOD), Shorts und Livestreams erstmals dieselben Kriterien bei der Zählung öffentlicher Aufrufe. Die View-Zahlen vieler Kanäle dürften dadurch schneller steigen.

Creator mit einem vielseitigen Content-Mix dürften die größten Vorteile aus der Umstellung ziehen. Die einheitliche Berechnung erleichtert den direkten Vergleich verschiedener Formate und macht Reichweitenzahlen für potenzielle Werbepartner:innen transparenter.

TikTok zählt Videoaufrufe bereits seit Jahren ab dem Start der Wiedergabe. Instagram führte 2024 eine einheitliche View-Metrik für sämtliche Formate ein. X setzt dagegen weiterhin eine Mindestdauer von zwei Sekunden voraus.

Neue YouTube Views, alte Regeln für die Monetarisierung

Die neue Zählweise verändert allerdings nur die öffentliche Darstellung von Aufrufen. Auf die Monetarisierung hat die Umstellung laut YouTube keinen Einfluss.

Zwar wird ein View künftig bereits mit dem Start eines Videos gezählt, die Einnahmen basieren jedoch weiterhin auf den Aktiven Wiedergaben bei Shorts (Engaged Shorts Views) und der Wiedergabezeit (Engaged Watch Hours). Auch die Voraussetzungen für die Teilnahme am YouTube Partner Program (YPP) bleiben unverändert.

Wer die tatsächliche Performance eines Videos analysieren möchte, sollte deshalb weiterhin die erweiterten Analytics im Blick behalten. Dort bleibt die Kennzahl Aktive Wiedergaben (Engaged Views) erhalten. Sie zeigt, wie viele Zuschauer:innen ein Video nach dem Start tatsächlich weiter ansehen.

Ein weiterer wichtiger Hinweis für Creator: Ältere Videos lassen sich künftig nur noch eingeschränkt mit neuen Inhalten vergleichen. Denn dieselbe Kennzahl basiert vor und nach dem 24. August auf unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen.



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