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Social Media Marketing
Test erweitert: Twitter will Downvotes für Kommentare einführen

Test erweitert: Twitter will Downvotes für Kommentare einführen

Aniko Milz | 07.02.22

„Reply Downvotes" könnten die Dynamik der Plattform ändern. Mit ihnen können User Missfallen an den Kommentaren anderer ausdrücken.

Social-Media-Plattformen basieren in ihren Grundgerüsten zum einen darauf, dass User Content bereitstellen. Und zum anderen darauf, dass dieser Content durch die Meinung der Community gut oder nicht so gut bewertet wird. Das gilt auch für Twitter. Dort können User Tweets mit „Gefällt mir“ markieren. Downvotes wie zum Beispiel auf YouTube gibt es nicht. Das könnte sich bald zumindest für den Kommentarbereich ändern.


UPDATE

Twitter hat den Test mit den Downvotes für Tweet Replies inzwischen erweitert. So sollen mehr User über die Web-Version sowie bei iOS und Android auf das Feature zugreifen können. Davon erhofft sich das Unternehmen mehr Erkenntnisse darüber, welche Inhalte die User auf der Plattform schätzen und sehen möchten.

Ursprünglich hatte Twitter die Option im Juli 2021 nur für iOS User eingeführt. Die Erweiterung läuft parallel zu einem Test, bei dem mit einem Direct Message Icon direkt im Tweet experimentiert wird – auch dieser Test soll mehr Insights über das Engagement-Verhalten mit Tweets hervorbringen.

Dieses Update stammt vom 07. Februar 2022.


Reply Downvotes auf Twitter

Die Reverse Engineerin Jane Manchun Wong entdeckt regelmäßig noch unveröffentlichte Features im Code der App. Diese Entdeckungen teilt sie auf Twitter. Nun entdeckte sie einen Erklär-Screen zu den „Reply Downvotes“.


Demnach könnten Twitter User Antworten auf Tweets mit Downvotes versehen, wenn diese ihrer Meinung nach irrelevant sind. Der Dislike Count wäre nicht öffentlich einsehbar (so wie es auch YouTube für sich entschieden hat). Doch die Downvotes sollen Twitter helfen, relevanteren Content besser zu ranken.

Das System erinnert stark an Reddit, das seinen Content komplett durch Up- und Downvotes sortiert. In den Kommentaren spalten sich die Meinungen. YouTube entfernte kürzlich die Anzeige der Downvotes, weil diese einige User-Gruppen dazu verleitete, neue Dislike-Rekorde zu brechen. Auch Twitter plant gemäß den Angaben auf dem Screenshot zunächst keine öffentliche Anzeige. Doch die Dynamik auf der Plattform dürfte sich ändern, wenn runtergevotete Inhalte weiter unten im Feed erscheinen.

Kommentare aus der Community

Karlheinz Hahn am 22.04.2022 um 21:55 Uhr

Liebe Onlinemarketinger, ich bin nun seit einiger Zeit bei Twitter mit einem wissenschaftlichen Thema aktiv. Zufällig stieß ich bei einem anderen Beitrag auf einen Pfeil nach unten („Downvote“) und wollte mich informieren was das sein soll. Nach dem Studium mehrerer Artikel über das Thema habe ich immer noch nicht begriffen, was damit eigentlich erreicht werden soll. Die Autoren der von mir gelesenen Artikel, wissen es wahrscheinlich auch nicht und wollen es nur nicht zugeben

Viele Grüße

Karlheinz Hahn.

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Niklas Lewanczik am 25.04.2022 um 08:32 Uhr

Hallo Karlheinz,

Twitter testet diese Funktion weiterhin. Wie auch in diesem Beitrag steht, soll damit erreicht werden, dass sowohl die Ersteller:innen von Beiträgen als auch die Plattformbetreiber:innen erkennen können, welche Beiträge gut und welche weniger gut ankommen. Ein ähnliches Feature hat auch YouTube mit dem Dislike Button oder Reddit mit dem Downvote Button. Bei YouTube wurde die Zahl der Dislikes für die Öffentlichkeit ausgeblendet, Creator sehen sie aber noch. Bei Reddit sorgt der Button für weniger Sichtbarkeit im Feed. Das könnte Twitter letztlich auch bezwecken, doch die Funktion ist zumindest diskutabel. Auf diese Weise könnte Twitter im Feed jedoch relevantere Inhalte stärker hervorheben, müsste sich aber auf die Meinungen der User verlassen, die den Downvote Button betätigen.

Beste Grüße

Antworten
Andrea am 25.11.2021 um 14:40 Uhr

„Doch die Dynamik auf der Plattform dürfte sich ändern, wenn runtergevotete Inhalte weiter unten im Feed erscheinen.“

Na und? Anscheinend kann keiner mehr Downvotes verkraften, wenn er polarisierende Posts ablässt.

Dies führt nicht zu „Hass“, sondern richtigerweise wie von Twitter erwähnt zu „High Quality Content“.

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