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Social Media Marketing
TikTok erklärt erstmals den Algorithmus der App
©Kon Karampelas - Unsplash

TikTok erklärt erstmals den Algorithmus der App

Nadine von Piechowski | 22.06.20

Die Kurzvideo-App gibt den Usern nun einen Einblick, wie der Algorithmus der Plattform funktioniert und welche Faktoren dazu beitragen, dass sich die Content-Reichweite erhöht.

TikTok stand immer wieder für die undurchsichtigen Richtlinien der Plattform in der Kritik. Neben dem umstrittenen Regelwerk für die Moderatoren und der Verweigerung des Datenzugriffs für die eigenen Mitarbeiter wurde auch regelmäßig über den Algorithmus von TikTok spekuliert. Damit die User der App weltweit weiterhin Vertrauen schenken, wurde geplant in Los Angeles ein Transparency Center einzurichten. In diesem können sich externe Beobachter weitgehend über TikTok informieren.

Nun geht der Social-Media-Konzern noch einen Schritt weiter und erklärt, wie der Algorithmus der Plattform funktioniert. Auf der eigenen Website erklärt das Unternehmen:

When you open TikTok and land in your For You feed, you’re presented with a stream of videos curated to your interests, making it easy to find content and creators you love. This feed is powered by a recommendation system that delivers content to each user that is likely to be of interest to that particular user.

Vorgeschlagene Clips auf der For You Page: Diese drei Faktoren berücksichtigt der TikTok-Algorithmus

Die hauptsächlichen Faktoren dafür, dass Usern ein Video vorgeschlagen wird, sind laut TikTok:

  • User Interactions: Likes und Shares sind auch bei TikTok ausschlaggebend dafür, ob User ein Video sehen oder nicht. Dabei berücksichtigt der Algorithmus ebenfalls, welchen Accounts die Nutzenden folgen und von welchen Profilen diese wiederum abonniert wurden. Auch gepostete und erhaltene Kommentare sowie die Art des hochgeladenen Inhalts (zum Beispiel Tanz-Clips) sind ausschlaggebend dafür, welche Videos dem User auf der For You Page angezeigt werden.
  • Videoinformationen: Wer Hashtags, Clip-Beschreibungen oder spezielle Sounds und Songs zum eigenen Video hinzufügt, hat eine größere Chance, vom TikTok-Algorithmus berücksichtigt zu werden.
  • Gerät und Einstellungen: Diese Faktoren ist zwar weniger entscheidend als die vorherigen beiden, sollten aber trotzdem nicht ganz außer Acht gelassen werden. Sprache, Location und Geräte-Typ sind für TikTok wichtig, um den Content für die User optimal ausspielen zu können.

Hinsichtlich der Content-Empfehlungen berücksichtigt der TikTok-Algorithmus die gleichen Faktoren wie die Algorithmen anderer Social-Media-Plattformen. Interagieren User mit bestimmten Inhalten und Profilen vermehrt, wird ihnen auch zunehmend ähnlicher Content empfohlen und angezeigt.


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Schauen User den Clip bis zum Ende an, bewertet der Algorithmus dies positiv

TikTok liefert allerdings noch einen weiteren Faktor, der ausschlaggebend dafür sein könnte, dass Videos im Feed anderer User angezeigt werden:

A strong indicator of interest, such as whether a user finishes watching a longer video from beginning to end, would receive greater weight than a weak indicator, such as whether the video’s viewer and creator are both in the same country.

​Demnach steigert es die Reichweite eines Videos, wenn User dieses bis zum Ende anschauen. TikTok beschreibt weiter:

To help kick things off we invite new users to select categories of interest, like pets or travel, to help tailor recommendations to their preferences. This allows the app to develop an initial feed, and it will start to polish recommendations based on your interactions with an early set of videos. […] Your For You feed isn’t only shaped by your engagement through the feed itself. When you decide to follow new accounts, for example, that action will help refine your recommendations too, as will exploring hashtags, sounds, effects, and trending topics on the Discover tab. 

​Daher sind alle User Interactions wichtig dafür, welche Clips die App den Nutzenden ausspielt. Das bedeutet auch, dass zum Beispiel Suchanfragen vom TikTok-Algorithmus berücksichtigt werden.

Welche Rolle spielt die Performance und der Profil-Status für den Algorithmus?

Neben den hauptsächlichen Faktoren für die Video-Vorschläge gab TikTok ebenfalls preis, wie User neuen Content entdecken sollen:

[…] sometimes you may come across a video in your feed that doesn’t appear to be relevant to your expressed interests or have amassed a huge number of likes. This is an important and intentional component of our approach to recommendation: bringing a diversity of videos into your For You feed gives you additional opportunities to stumble upon new content categories, discover new creators, and experience new perspectives and ideas as you scroll through your feed.

TikTok versucht den Feed der User so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. So sollen Nutzende neuen Content und noch unbekannte Creator entdecken können. Wichtiger als diese Information dürfte für Brands und User jedoch folgender Insight sein:

While a video is likely to receive more views if posted by an account that has more followers, by virtue of that account having built up a larger follower base, neither follower count nor whether the account has had previous high-performing videos are direct factors in the recommendation system.

Hier unterscheidet sich TikTok nämlich von anderen sozialen Netzwerken. Denn das Unternehmen erklärt, dass die bisherige Performance sowie der Status eines Accounts den Algorithmus nicht beeinflussen. Bekannte TikToker würden hierbei nur eine größere Reichweite haben, da ihrem Account mehr User folgen. Der TikTok-Algorithmus würde aber jeden Clip individuell prüfen und diesen dann in einem passenden User Feed ausspielen.


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Der TikTok-Algorithmus: Das müssen Brands beachten

Der Algorithmus zeigt Nutzenden also basierend auf der User-Aktivität und dem Engagement Content an. Zusätzlich wird jedes Video individuell bewertet und geprüft, ob dieses in den Feed eines Users passt. Die Gewichtung der jeweiligen Faktoren gibt TikTok nicht an.

Advertiser und Brands, die eine Social-Media-Marketing-Strategie für TikTok entwickeln möchten, sollten daher diese drei Faktoren im Hinterkopf behalten, wenn sie die Reichweite ihres Contents maximieren möchten:

  1. Ein virales Video reicht nicht aus, um eine große Reichweite dauerhaft aufrechtzuerhalten
  2. Brands sollten aktuell trendende Themen beachten und Content hierzu erstellen, um mit mehr Usern in Kontakt zu kommen
  3. Clips sollten so konzipiert und produziert sein, dass die Nutzenden diese bis zum Ende anschauen

Alle Insights, die TikTok zum eigenen Algorithmus gibt, findest du hier.

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