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Social Media Marketing
Kontakt zu Labels: Snapchat plant Musik-Features für Snaps und Messages
© Christian Wiediger - Unsplash

Kontakt zu Labels: Snapchat plant Musik-Features für Snaps und Messages

Niklas Lewanczik | 27.05.19

Derzeit ist Snapchat in Gesprächen mit Musiklabels, um die Integration von Songs bei Snaps zu ermöglichen, von der man sich mehr Engagement erhofft.

Im Konkurrenzkampf mit Facebook und insbesondere auch TikTok möchte Snapchat künftig vermehrt auf Musik als Element setzen. Daher ist man Medienberichten zufolge in Verhandlungen mit großen Musiklabels, sodass künftig neue Optionen für die Integration von Songs bei Snaps oder Messages auftauchen könnten. Denn Musik-Features erweisen sich als populär, gerade bei jüngeren Zielgruppen – die Snapchat anspricht.

Bald eine Songauswahl als Ergänzung bei Snapchat?

Anne Steele und Georgia Wells berichten beim Wall Street Journal von intensiven Gesprächen zwischen Snap Inc. und großen Musiklabels. Zwar können einzelne Songs von Künstlern bei der App Snapchat bereits verwendet werden. Doch im Konkurrenzkampf gegen andere populäre Social Media ist ein Zugriff auf umfassende Musikrepertoires relevanter denn je. Die Kataloge der Universal Music Group, von Sony Music Entertainment und der Warner Music Group sollen bei Snapchat integriert werden, wie es bei unternehmensnahen Quellen heißt. Dabei sollen die Songs nicht als Stream abspielbar sein, sondern vielmehr als Integrationsoption bei Features wie Messages oder Stories dienen. Zwar gebe es bisher keine Einigung, aber die Gespräche seien weit fortgeschritten, heißt es beim Wall Street Journal weiter.

Auch Facebook hat Ende letzten Jahres die Integration von Songs in den Stories ermöglicht und dafür eigens eine App entwickelt. Im eigenen Profil können Nutzer inzwischen ebenfalls Songs einbinden.

Songs können bei Facebook im Profil angehängt werden, © Facebook

Während Snapchat mit Facebook konkurriert, ist vor allem auch TikTok, die populäre Lip Sync App, ein Kontrahent für Snapchat im Social Media-Markt. Denn beide buhlen um die Gunst gerade der jüngeren Generationen. Allein im ersten Quartal 2019 konnte TikTok 188 Millionen Downloads verzeichnen. Die Beliebtheit der musikzentrierten App könnte Snapchat, das lange als Vorzeigeoption für Teenager und Co. galt, ein Dorn im Auge sein. Daher arbeitet man nun an der eigenen Musikintegration.

Am Ende profitieren auch Labels und Künstler

Ein ehemaliger Mitarbeiter Snapchats gab gegenüber dem Wall Street Journal an, dass Musik ein unabdingbarer Faktor für erfolgreiche Social Apps geworden sei. So tut Snapchat nun alles, um dieser Erwartungshaltung, die auch bei vielen Usern vorherrschen könnte, gerecht zu werden. Während musikalisch optimierte Features für Nutzer von Snapchat als Nice-to-have erscheinen dürften, zeigt der Konkurrenzkampf der Social Apps in diesem Fall, wie Medienbranchen von ihm profitieren können. Denn Künstler und Labels erhalten für die Nutzung ihrer Werke zusätzliche Gelder, weil Lizenzgebühern für diese gezahlt werden müssen. Darüber hinaus bleibt Künstlern die Hoffnung, dass ihre Songs in der sozialen Kommunikation via App Beachtung und gegebenenfalls mehr Aufmerksamkeit erlangen. Ob ihre Werke für derlei Kontexte geschrieben wurden, sei dahingestellt. Die Macht der Musik ist den sozialen Medien jedoch nicht verborgen geblieben. Wir dürfen also gespannt sein, ob – womöglich eher wann – Snapchat den Nutzern neue musikalische Integrationen ermöglicht.

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