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Social Media Marketing
Dolly Parton Challenge: So profitieren Brands vom Instagram Hype
© Dolly Parton - Instagram

Dolly Parton Challenge: So profitieren Brands vom Instagram Hype

Aniko Milz | 27.01.20

Eine neue Hashtag Challenge überflutet derzeit Instagram. Das können Marketer von dem viralen Dolly Parton Post mitnehmen.

Es gibt eine neue Challenge auf Instagram, die von keiner anderen als Dolly Parton ins Leben gerufen wurde. Die 74-Jährige hatte wohl selbst nicht vermutet, dass sie mit ihrem Post auf Instagram einen neuen viralen Hit landet. Sie teilte vier Bilder von sich mit dem Verweis auf vier verschiedene Social-Plattformen: Facebook, LinkedIn, Instagram und Tinder. Während sie sich auf LinkedIn im schicken Business Outfit zeigte, trägt sie auf dem Bild für Facebook einen Weihnachtspulli, das für Instagram betont ihre künstlerische und musikalische Seite und für Tinder zeigt sie sich im Playboy-Bunny-Kostüm. Über eine Million Likes hat der Beitrag bereits und unter dem Hashtag „DollyPartonChallenge“ diverse (berühmte) Nachahmer.

Der Hashtag verbreitete sich rasend schnell

Wie so häufig auf Social Media brauchte es nur einen kleinen Funken und die Challenge verbreitete sich rasend schnell. Hashtag Challenges erfreuen sich auf der Plattform stets großer Beliebtheit. Stars wie Mark Ruffalo, Ellen DeGeneres oder Will Smith sprangen auf den Zug auf und posteten ihre eigenen Bilder-Collagen.

Die Challenge spielt mit der Tatsache, dass wir uns auf den verschiedenen Plattformen jeweils anders darstellen. Auf LinkedIn präsentieren sich die meisten von uns von ihrer geschäftlichen, ernsten Seite. Auf Facebook werden oft Bilder mit Freunden und Familie zusammen gepostet. Auf Instagram hingegen werden, um den Ansprüchen der Plattform zu entsprechen, oft inszenierte, ästhetische und bearbeitete Fotos geteilt. Im Tinder-Profil von den meisten hingegen werden sich vermutlich eher freizügige Bilder finden, auf denen sich die jeweilige Person attraktiv findet – soweit die Klischees. Doch diese scheinen anzukommen, denn nicht ohne Grund posten so viele begeistert unter dem Hashtag ihre eigenen Bilder. Fast 400.000 Posts sind bereits unter #dollypartonchallenge zu finden. Nicht nur Personen, sondern auch diverse Fan-Profile finden Spaß an der Challenge.

Marken versuchen mitzumischen

Auch wenn Dolly Parton mit ihrem Original Post vermutlich nur auf ihre Vielseitigkeit aufmerksam machen wollte (siehe die Bildunterschrift: „Get you a woman who can do it all“) zeigt sie doch, wie viel Aufmerksamkeit ein guter Post in kurzer Zeit erreichen kann. Marken und Unternehmen können sich nur immer wieder gelungene Beispiele angucken und versuchen, etwas Ähnliches zu starten, wenn sie auf Social-Plattformen mehr User Generated Content generieren möchten.

Wer an einer bestehenden viralen Challenge teilnehmen möchte, um sich als Unternehmen up-to-date und nahbar zu zeigen, sollte jedoch beachten, dass nicht jede Challenge auch auf jedes Produkt passt. Online Shop Zalando zum Beispiel nutzte die Gunst der Stunde, postete vier Outfit-Inspirationen zu den Plattformen und betitelte das Ganze mit „Get you a fashion retailer who can do it all“ als Anspielung auf Dolly Partons Text.

Nicht jede Challenge passt zur Marke

Anderen Teilnehmern gelang dieser Transfer hingegen nicht so gut. Einige Produkte oder Leistungen sind eben nicht so vielfältig wie Mode. So postete Trinkflaschenhersteller Contigo auf dem peruanischen Account den eigenen Ansatz. Doch Kaffeebecher bleibt irgendwie immer Kaffeebecher.

Es können also mehrere Learnings mitgenommen werden. Zum einen können Posts auch unbeabsichtigt viral gehen, wenn sie den Nerv der Zeit treffen. Natürlich hat Dolly Parton bereits eine große Audience und viele treue Follower, die gerne ihrem Idol nacheifern. Doch auch mit kleineren Followerzahlen kann ein viraler Post gelingen. Zum anderen lassen sich bereits bestehende Hashtag Challenges gut für das eigene Marketing nutzen (siehe Zalando). Dafür muss weder eine Idee noch ein Hashtag eigens erdacht werden. Allerdings müssen Unternehmen oder Marken nicht bei jedem Trend mitmachen. Manchmal passt die Art der Challenge nicht mit den eigenen Produkten zusammen.

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