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Wie Hashtag-Challenges uns zum Aufräumen, Cola trinken und vom Stillen Örtchen tweeten bringen

Hashtag-Challenges sind ein beliebtes Format, um Nutzer zu Aktionen anzustiften und sich deren UGC zunutze zu machen. Viele der Kampagnen verhelfen Unternehmen schnell zu mehr Followern und größerer Bekanntheit.

©Pixabay - Pexels

Hashtag-Challenges auf Twitter, Instagram und Reddit sind hinlänglich bekannt. Während viele von ihnen keinen Nutzen bringen, sorgt die #trashtag Challenge für eine bessere Welt. Der Hashtag #trashtag existiert bereits seit Jahren, doch über das vergangene Wochenende hat er an Popularität gewonnen und ist viral gegangen. Beiträge wie der von thescientistfacts haben die Challenge wieder ans Licht geholt und so tausende Nutzer darauf aufmerksam gemacht. Der Post von thescientistfacts wurde über 57.000 mal geliked und über 25.000 Beiträge wurden bereits unter dem Hashtag auf Instagram veröffentlicht.

Die Erklärung zur #trashtag Challenge. © thescientistfacts – Instagram

Worum geht es in der Challenge? Jeder, der die Challenge annehmen möchte, sucht sich eine Fläche, meist in der näheren Umgebung, die vermüllt ist, räumt sie auf und postet ein Vorher-Nachher-Bild mit dem #trashtag. Ähnliches hat die österreichische vanillaholica mit ihrem #mülltagebuch für den deutsprachigen Raum ins Leben gerufen. Und da Aufräumen und Gutes tun gemeinsam viel mehr Spaß macht, sind es vor allem Gruppenbilder, die man unter dem Hashtag findet. Menschen räumen ganze Strände, Wiesen und Waldabschnitte auf und posten ihre gute Tat.

Ein Beitrag, der unter dem #trashtag gepostet wurde. © themostwholesomememes – Instagram

Über die letzten Jahre sind immer wieder Hashtag-Challenges viral gegangen und haben gezeigt: Social Media User sind stets für guten UGC zu haben. Durch eingängige Hashtags lassen sich die Challenges besonders gut verbreiten. Meist verschwindet der Hype um einen Hashtag nach einigen Wochen von alleine, einige halten sich aber beständig in den News Feeds.

Während einige der Challenges durchaus gefährlich sind (Bird Box Challenge, Tide Pod Challenge) und einige ziemlich sinnfrei (Cheese Challenge), sind andere raffinierte Marketingkampagnen von Unternehmen, die durch die clevere Nutzung von Hashtags einiges an Aufmerksamkeit und neue Followern gewinnen konnten. Es folgt ein Siegertreppchen der gelungensten Hashtags.

1. Coca-Cola’s #ShareACoke

Coca-Cola’s #ShareACoke ist eine der erfolgreichsten Hashtag-Kampagnen gewesen. Die Flaschen mit aufgedruckten Namen statt des Coca-Cola Schriftzugs erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden ausgiebig fotografiert und geteilt. Das Geheimnis des Erfolgs war hierbei die Personalisierung sowie das Zugehörigkeitsgefühl, das durch die gemeinsame Aktion geschaffen wurde.

Seit 2014 entwickelt Coca-Cola die Kampagne weiter. Auch diesen Sommer sollte die Coca-Cola Fans etwas Neues erwarten. Nach einem kleinen Skandal im Februar, der ein afrikanisches Schimpfwort auf einer Coca-Cola Dose beinhaltete, ist die Produktion von personalisierten Colaflaschen jedoch vorerst gestoppt.

Eine personalisierte Colaflasche. © Coca Cola

2. RedBull’s #PutACanOnIt

Auch RedBull’s Kampagne von 2015 wurde sofort angenommen und umgesetzt. Unter dem Hashtag #PutACanOnIt wurden Nutzer dazu aufgerufen, ihre eigenen kreativen Bilder mit einer RedBull Dose zu posten. RedBull musste nichts weiter tun, als den besten User Content zu teilen. Für RedBull bedeutete das: viel Werbung ohne Arbeit.

Viele Nutzer wurden unter dem #PutACanOnIt kreativ. © redbull – Instagram

3. Charmin’s #TweetFromTheSeat

Auch Produkte, von denen man keine große Social Media-Präsenz erwartet, wie beispielsweise Klopapier, schaffen es durch gute Hashtags viral zu gehen. Charmin’s #TweetFromTheSeat erfreut sich größter Beliebtheit bei Twitter-Nutzern. Kein Wunder, wo doch viele Smartphone-Nutzer mittlerweile ganz offen zugeben, das Handy mit auf Toilette zu nehmen.

Die besten Tweets lassen sich auf dem stillen Örtchen verfassen. © Bianca Oblivion – Twitter

Was macht eine erfolgreiche Hashtag-Kampagne aus?

Der Hashtag sollte simpel und gut zu merken sein. Der einprägsame Hashtag von Charmin #TweetFromTheSeat ist einfach zu gut, um nicht unter ihm zu posten. Der Aufforderung, die dahinter steht – im Falle der drei Marketingkampagnen offensichtlich im Namen verbaut – muss einfach nachzukommen sein. So wird sichergestellt, dass viele Nutzer mitwirken und die Aktion teilen. Besonders Instagramnutzer sind hierbei ein dankbares Publikum für kreative Challenges, wie man im Fall RedBull gesehen hat. Im Fall der #trashtag Challenge reizt das Publikum wohl eher das positive Bild, das sie dadurch von sich auf Social Media verbreiten können.

Die Aktion sollte zudem authentisch sein und zu der Marke passen. Wenn der Hashtag dann regelmäßig und passend genutzt wird, werden auch bald User anfangen, den Hashtag aufzugreifen und ihren eigenen Content zu produzieren.

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