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Social Media Marketing
250 Millionen US-Dollar Strafe? Untersuchung von Privatsphäreverstößen bei Twitter
© Yucel Moran-Unsplash

250 Millionen US-Dollar Strafe? Untersuchung von Privatsphäreverstößen bei Twitter

Nadine von Piechowski | 04.08.20

Twitter droht eine Strafe in Millionenhöhe. Denn das soziale Netzwerk soll zwischen 2013 und 2019 User-Daten für unerlaubtes Ad Targeting verwendet haben.

Die Fedaral Trade Commission (FTC) hat eine Untersuchung gegen Twitter eingeleitet. Der Grund: Der Social-Media-Plattform wird vorgeworfen, persönliche Daten von Nutzenden unerlaubterweise für Werbezwecke genutzt zu haben. Twitter machte die Untersuchungen selbst öffentlich, indem das soziale Netzwerk Dokumente publizierte, die die Ermittlungen bestätigen. Laut dieser Unterlagen untersucht die FTC die Nutzung von Telefonnummern und E-Mail-Adressen, die zwischen 2013 und 2019 ohne die Zustimmung der User für Ad Targeting verwendet wurden. Sollte sich der Verdacht erhärten und ein Missbrauch privater Daten nachgewiesen werden können, könnte dem Unternehmen eine Strafe von 150 bis 250 Millionen US-Dollar drohen.


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Twitter entschuldigt sich für „versehentlichen“ Datenmissbrauch

In einem Blogpost aus dem Jahr 2019 schrieb Twitter, dass der Social-Media-Konzern die Telefonnummern und die E-Mail-Adressen der User, die eigentlich zur Multi-Faktor-Authentifizierung genutzt werden sollten, auch für Marketing-Zwecke eingesetzt habe. Das Ganze sei laut Twitter versehentlich passiert. In dem Statement heißt es:

We recently discovered that when you provided an email address or phone number for safety or security purposes (for example, two-factor authentication) this data may have inadvertently been used for advertising purposes, specifically in our Tailored Audiences and Partner Audiences advertising system.

Privatsphäreverstöße: Twitter ist finanziell vorbereitet

Twitter bestätigte ebenfalls, dass bereits 150 Millionen US-Dollar beiseitegelegt wurden, um das Minimum der Strafe schnell bezahlen zu können. Dass die Social-Media-Plattform von einem schlechten Ausgang der Untersuchungen ausgeht, könnte den Grund haben, dass Twitter nicht der erste Konzern ist, der hart von der FTC abgestraft wurde. Facebook musste bereits fünf Milliarden US-Dollar Strafe für den Missbrauch von sensiblen User-Daten bezahlen. Wie die Ermittlungen gegen Twitter ausgehen und ob die Kooperationsbereitschaft der Plattform zu einem milderen Urteil führt, bleibt abzuwarten.

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