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SEO - Suchmaschinenoptimierung
Interner Fehler? LinkedIn.com verschwand aus Googles Index
© LinkedIn

Interner Fehler? LinkedIn.com verschwand aus Googles Index

Niklas Lewanczik | 07.05.20

Das globale Business-Netzwerk LinkedIn wurde durch einen Fehler kurzzeitig aus Googles Index entfernt. Das hatte Auswirkungen auf Knowledge Panels von Personen und den Traffic für die Seite.

Gestern staunten User, die via Google nach linkedin.com gesucht haben, nicht schlecht, als die Suchmaschine keine Ergebnisse für die Seite angezeigte. Während die länderspezifischen Subdomains weiterhin gefunden wurden, brachte die Suche nach der zentralen Website LinkedIns keine Resultate – und auch die Links zu den LinkedIn-Profilen in den Knowledge Panels von Personen waren verschwunden. Inzwischen ist die Seite wieder indexiert. Doch der Fauxpas, um den es sich aller Wahrscheinlichkeit nach handelt, zeigt, dass auch bei den größten Plattformen schwerwiegende Fehler mit deutlichen Auswirkungen in der SEO auftreten können.

Eine Zeitlang keine Ergebnisse beim Site Command für linkedin.com

Der SEO-Experte Barry Schwartz berichtete bei Search Engine Roundtable von der Entwicklung. Er selbst prüfte mit dem Site Command [site:www.linkedin.com], ob in der Google-Suche Ergebnisse zur Website auftauchen würden – und fand keine vor.

Keine Ergebnisse für linkedin.com bei Google
Keine Ergebnisse für linkedin.com bei Google, Quelle: Barry Schwartz

Twitter User David Sedley war das Phänomen ebenfalls aufgefallen:

Verschiedene User berichteten von ähnlichen Erfahrungen, wobei die Domains für einzelne Länder, etwa linkedin.fr, weiterhin auch bei Google auffindbar waren. Was zunächst aussah wie eine Deindexierung vonseiten Googles, dürfte ein technischer Fehler bei LinkedIn selbst gewesen sein. Das gab Barry Schwartz bei Twitter bereits an, bevor linkedin.com wieder bei Google auftauchte:

Die mögliche Ursache der Deindexierung

Wie konnte es nun dazu kommen, dass LinkedIn, wenn auch nur für kurze Zeit, mit seiner Haupt-Website aus Googles Index verschwand? Der Fehler dürfte bei LinkedIn gelegen haben. Ein User kommentierte unter Barry Schwartz‘ Beitrag, dass allein die robots.txt-Datei bei linkedin.com das Crawling durch Google erschweren könnte, aber nicht zwingend zur Dexíndexierung geführt haben sollte. Einen besseren Hinweis liefert der Webmaster Trends Analyst von Google, John Mueller. Er gab per Tweet die Warnung heraus, dass durch das Entfernen der „http://“-Version einer Seite in der Search Console sämtliche Varianten entfernt würden:

Denkbar wäre also, dass genau dieser Fehler bei LinkedIn gemacht wurde. Eine offizielle Stellungnahme gibt es vonseiten des Unternehmens diesbezüglich aber nicht. Und so bleibt es Spekulation, was zur Deindexierung geführt hat. Beim Twitter Account von LinkedIn Help gab es zwar einen Tweet, der erklärt, dass Probleme, die einige User gestern auf der Seite hatten, gefixt wurden. Diese scheinen jedoch nicht in Relation zur Deindexierung gestanden zu haben.

Die Folgen des Fehlers

Unabhängig davon, was der Auslöser für diese Deindexierung war, hatte das Fehlen von Suchergebnissen jedoch Auswirkungen. Denn LinkedIn, das inzwischen 690 Millionen User in 200 Ländern und Regionen weltweit aufweist, dürfte gestern einiges an Search Traffic eingebüßt haben. Das gilt auch für LinkedIn Influencer oder andere Persönlichkeiten, deren LinkedIn-Profil-Link im Knowledge Panel bei Google nicht mehr angegeben war, wie Schwartz berichtete.


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Es mag nur ein kleiner Fehler gewesen sein – und LinkedIn ist deutlich weniger auf Search Traffic angewiesen als viele andere Seiten –, doch der Vorfall zeigt, dass schon eine kleine Unaufmerksamkeit große Folgen für die so wichtige Darstellung in der Google-Suche haben kann. Daher ist es trotz der schnellen Reaktion des Unternehmens wichtig, dass die SEO-Maßnahmen dort genau geprüft werden. Das gilt für alle Webmaster; denn nicht jede Seite kann gleich einer Riesenplattform wie LinkedIn einen ungewollten Search-Traffic-Verlust ohne Weiteres verschmerzen.

Zum Glück liefert Google auf seinen Blogs und via Twitter immer wieder ausführliche Hinweise für aktuelle und grundlegende SEO-Optionen und macht dank diverser Prüftools auch das Auffinden von etwaigen Fehlern möglich.

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