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SEO - Suchmaschinenoptimierung
Googles Title Tags Rewriting: Funktion zur Kontrolle für SEOs vorgeschlagen
© Shiwa ID - Unsplash

Googles Title Tags Rewriting: Funktion zur Kontrolle für SEOs vorgeschlagen

Niklas Lewanczik | 23.08.21

Danny Sullivan von der Google SearchLiaison schlägt bei Twitter ein Feature vor, das SEOs bei einigen Title Tags für die Suche ein Mitspracherecht gibt. Aktuell werden viele davon von Google überschrieben, um Suchanfragen gerecht zu werden.

In den vergangenen Wochen gab es in der SEO-Szene Aufregung bezüglich eines speziellen Themas: Title Tags. Beobachtungen von SEOs und SEO-Expert:innen offenbaren, dass Google vermehrt dazu übergeht, festgelegte Title Tags in den Suchergebnissen zu überschreiben. Dafür zieht die Suchmaschine Header Tags und andere Textelemente heran. Auf diese Weise möchte Google die Titel in den SERPs Snippets so gestalten, dass sie besser mit den Suchanfragen korrelieren. Während diese Entwicklung für die Webmaster also hinsichtlich Traffic und Ranking unproblematisch sein sollte, kann es in Einzelfällen dazu kommen, dass sie mit Googles Version nicht einverstanden sind. Für derlei Fälle schlägt Googles Danny Sullivan nun eine Lösung vor.

Funktion in der Search Console für problematische Titel: Fünf bis zehn Änderungen pro Website?

Danny Sullivan leitet Googles SearchLiaison und äußert sich auf Twitter regelmäßig zu SEO-Themen. Nachdem viele Publikationen über Googles Title Tags Rewriting berichtet haben, gab Sullivan auf der Social-Plattform nun auch seine Meinung preis. Dabei sagt er, dass er es bei Google eigentlich einen „I really mean it“-Button geben sollte, der anzeigt, wenn Webmaster einen Titel oder eine Beschreibung tatsächlich behalten wollen und Google diese nicht umschreiben soll. Dabei gibt Sullivan aber ebenso an, dass seine Erfahrung ihn gelehrt hat, dass sehr viele Menschen diese Beschreibungen und Titel nicht zielführend erstellen.

Manchmal zeigen sich Webmaster sogar überrascht, wenn sie keine Seitenbeschreibung in den SERPs vorfinden. Dabei hat Google erklärt, was der Grund ist – die Website hat Google via Blockierung davon ausgeschlossen, eine Beschreibung zu generieren:

Bei einzelnen Title Tags: Google könnte von eigener Titelgenerierung abgehalten werden

Sollte es allerdings problematische Titel geben, die Google für einzelne Seiten von Websites generiert, wäre laut Sullivan eine Funktion für Webmaster hilfreich. Diese sollte in der Search Console verfügbar sein und den Seitenbetreiber:innen und Webmastern erlauben zu entscheiden, ob sie einen selbst gewählten Title Tag stets den Google-generierten Optionen vorziehen. Dabei könnte Google pro Website ein Set von fünf bis zehn Seiten erlauben, bei dem eine manuelle Angabe möglich ist. Hier könnte es auch ein Ablaufdatum für die Vorgabe geben.

Die geringe Zahl – gerade bei großen Publishern könnte sie als verschwindend gering ausgelegt werden – stellt Sullivan in den Raum, da die Funktion nur zur punktuellen Optimierung dienen sollte. Mehr Freiheit bei der Titel- oder Snippet-Erstellung für die SERPs könnte zu langfristigen Fehlern führen; und diese sind für die Webmaster problematischer als ein fragwürdiger Titel.

Noch handelt es sich nur um einen Vorschlag

Das Title Tag Rewriting von Google ist nicht völlig neu, hatte allerdings zuletzt medial hohe Wellen geschlagen. Denn es hatte viele neue dokumentierte Fälle gegeben, in denen die Titel durch die Suchmaschine stark verändert worden waren. Nun soll der Vorschlag von Danny Sullivan eher dazu dienen, über ein paar wenige Titel, die Webmaster nicht mögen, bei der Ausspielung in den SERPs selbst entscheiden zu können.

Noch handelt es sich bei der Idee von Danny Sullivan aber nur um einen Vorschlag, den er selbst in den Raum stellt. Ob Google bereits an einer solchen Funktion arbeitet, ist nicht abzusehen. Dass die Suchmaschine aber die Title Tags zunächst weiter umschreibt, wenn es der Suchalgorithmus für angebracht hält, betont Sullivan ebenfalls. Daran wird sich insgesamt auch nichts ändern; nur die eine oder andere Korrektur wäre mit einer neuen Search-Console-Funktion möglich. Manche aufgebrachte SEOs würde aber wohl auch diese nicht besänftigen. Sie müssen sich mit Googles System und dessen Regeln abfinden. Das Gute daran ist, dass auch die Suchmaschine grundsätzlich nur daran interessiert ist, relevantem Content zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen; und Googles Erfolg gibt den Methoden in der Regel recht. Problematische Ausnahmen bestätigen dabei womöglich die Regel.

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Kommentare aus der Community

René Petry Fa. Sichtbar Online Markerting AG am 24.08.2021 um 13:55 Uhr

Danke für den guten Beitrag!

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