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SEO - Suchmaschinenoptimierung
Ideale Content-Planung: Google öffnet sein Question Hub für die USA

Ideale Content-Planung: Google öffnet sein Question Hub für die USA

Niklas Lewanczik | 05.01.21

Googles Question Hub erlaubt die Erstellung relevanter Inhalte auf Basis unbeantworteter User-Fragen. Jetzt erweitert Google die Verfügbarkeit des Tools.

Indien, Indonesien, Nigeria – und nun auch die USA: Google hat sein Question Hub erstmals für den größten Tech-Markt der westlichen Welt geöffnet. Mit dem Question Hub können Publisher und Creator unbeantwortete Fragen aus der Suchmaschine für ihre Themengebiete ausfindig machen und Content erstellen, der Antworten gibt. Auch der Einfluss der kreierten Inhalte lässt sich im Question Hub von Google analysieren. Das Tool ist seit 2018 in drei Märkten live gewesen, kommt aber erst jetzt in die USA. Und möglicherweise auch bald in weitere Gebiete. Für Publisher kann sich das Question Hub als starke Unterstützung bei der Optimierung auf Longtail Keywords erweisen.

Erste Einblicke in die US-Version des Google Question Hubs

Der SEO-Experte Barry Schwartz berichtet bei Search Engine Land vom Update bei Googles Question Hub. In den offiziellen FAQs des Hubs ist inzwischen angegeben, dass das Tool in den USA zur Verfügung steht. Publisher und Creator, die von dort aus operieren, können sich mit einem gültigen Google Account anmelden und sollten im Idealfall Zugang zu einer verifizierten Website in der Search Console haben. Sollte eine Person die Seite nicht besitzen, kann sie vom Webmaster aber auch als „uneingeschränkter Nutzer“ für die Organisation eingesetzt werden. Oder der Webmaster registriert sich stellvertretend im Question Hub.

Wer sich registriert und seine Seite im Hub angegeben hat, kann über „Add Questions“ unbeantwortete Fragen zum eigenen Fachgebiet finden und hinzufügen. Auf Basis dieser können die Publisher Content über ihre in der Search Console verifizierten Seiten oder über YouTube-Videos liefern, der die Fragen beantworten soll. Barry Schwartz hat in seinem Artikel dargestellt, wie das aussehen kann. Er hat die Kategorie „Google Search“ ausfindig gemacht und dann zehn Fragen zu seiner Liste hinzugefügt.

Kategorien zu Google im Content Hub
Kategorien zu Google im Content Hub, Quelle: Barry Schwartz
Barry Schwartz hat zehn Fragen im Content Hub zu seiner Liste hinzugefügt.
Barry Schwartz hat zehn Fragen im Question Hub zu seiner Liste hinzugefügt, Quelle: Barry Schwartz

Da er in einem seiner Artikel eine Antwort auf die oberste Frage seiner Liste parat hat, hat er die URL zu diesem Beitrag als Antwort im Question Hub vorgelegt.

Eine Antwort zu einer Frage kann über die Content URL eingereicht werden, Quelle: Barry Schwartz

Auch die Performance von Antwort-Content lässt sich überprüfen

Sobald ein Artikel oder Video als Antwort für eine im Question Hub als unbeantwortet gesetzte Frage eingereicht wurde, können die Publisher über das Performance Tab deren Einfluss verfolgen. So lassen sich beispielsweise Daten zu Impressions und Klicks für diesen Inhalt überprüfen. Auch die User-Aktivität bezogen auf den Content ist einsehbar. Barry Schwartz gibt dafür via Screenshot ein Beispiel:

Performance Tab mit Daten zu einem Beitrag im Content Hub
Performance Tab mit Daten zu einem Beitrag im Question Hub (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), Quelle: Barry Schwartz

Mit dem Question Hub haben Publisher und Creator demnach ein Tool an der Hand, um Ideen für relevanten neuen Content zu finden. Allerdings bedeutet das Einreichen von Inhalten im Question Hub nicht, dass diese automatisch besser bei Google gerankt werden. Trotzdem dürfte sich die sinnvolle Nutzung des Question Hubs für die SEO und den Traffic der Website oder des YouTube Accounts auszahlen, wenn relevante Fragen im passenden Themenspektrum beantwortet werden. Die SEO-Expertin Lily Ray hat sich auf Twitter zum Tool geäußert und hält es für eine gute Option, um nachhaltig relevante Inhalte zu produzieren:

In Deutschland ist Googles Content Hub bislang leider noch nicht verfügbar. Da nun nach einiger Zeit aber die Öffnung für den US-Markt erfolgte, könnte auch die Verfügbarkeit in europäischen Ländern auf Googles Agenda stehen. Bis es soweit ist, können Publisher und Creator aber auf verschiedene andere Tools setzen, um relevanten Content zu erstellen ihre Performance zu steigern. Eine Möglichkeit ist der regelmäßige Blick auf Google Trends, eine weitere ist minutiöses Social Listening. Analysen von Trends, aber auch der eigenen Zielgruppe sind ohnehin stets angebracht. Hier kann auch Googles Search Console Hilfestellung bieten.

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