SEO - Suchmaschinenoptimierung
Gut für Publisher: Googles AI Mode erhält prominentere Links

Gut für Publisher: Googles AI Mode erhält prominentere Links

Larissa Ceccio | 19.02.26

Google baut Links im AI Mode jetzt sichtbarer ein. Hover Pop-ups, größere Icons und neue Quellen sollen User zurück auf Websites holen. Für Publisher wirkt das wie eine neue Chance, gleichzeitig bleibt die Diskussion um sinkende Click-Through-Rates bestehen.

Der Search-Primus Google baut den AI Mode weiter aus und reagiert mit einer Neuerung auf eine der größten Herausforderungen für Publisher. Wie Robby Stein, Vice President of Product für Google Search, ankündigt, sollen Link-Gruppen künftig automatisch als Pop-up erscheinen, sobald User auf dem Desktop mit der Maus darüberfahren. Gleichzeitig werden Link Icons größer und prominenter dargestellt. Die Anpassungen betreffen nicht nur den AI Mode, sondern auch die AI Overviews.

Laut Google soll die neue Darstellung die Navigation vereinfachen und Nutzer:innen schneller zu Websites führen. Hintergrund ist eine Entwicklung, die die Branche seit Monaten beschäftigt. Generative KI-Antworten liefern immer mehr Inhalte direkt in der Suche, während der Klick auf und Besuch von Websites seltener werden.

Warum Google die Link-Darstellung jetzt verändert

Die Sichtbarkeit von Links innerhalb KI-generierter Suchergebnisse gehört aktuell zu den meistdiskutierten Themen im SEO- und Publisher-Umfeld. Mehrere Analysen zeigen, dass Nutzer:innen deutlich seltener auf externe Quellen klicken, wenn Antworten bereits umfangreich direkt in der Suche erscheinen. So verweist etwa das Pew Research Center, dessen Untersuchung Search Engine Journal aufgreift, darauf, dass Nutzer:innen nur in rund einem Prozent der analysierten Fälle auf einen Link innerhalb einer KI-Zusammenfassung klicken. Eine GrowthSRC Media-Analyse ergab, dass die Klickrate klassischer Top-Rankings nach der Ausweitung generativer Such-Features von etwa 28 Prozent auf 19 Prozent gesunken ist. Das entspricht einem Rückgang von rund 32 Prozent und verdeutlicht, wie stark sich das Klickverhalten im Kontext generativer Suche verändert.

Schon im vergangenen Jahr testete Google vor dem Hintergrund wachsender Kritik aus dem Publisher-Umfeld Link-Karusselle am Ende von Antworten sowie Inline Links direkt im Text. Diese sollen mehr Kontext zu Quellen liefern und Nutzer:innen stärker zum Weiterklicken bewegen. Die neuen Hover Pop-ups wirken nun wie der nächste konsequente Schritt dieser Entwicklung.



Link-Karusselle und Links im Text:
Wichtiges Update für Googles AI Mode

Schriftzug Ask anything with AI Mode vor bunten Streifen in Suchleiste und dunklem Hintergrund
© Google via Canva


Hover Pop-ups, Inline Links und größere Icons: So funktioniert die neue Darstellung

Das Beispielbild im Post von Robby Stein zeigt, wie die neue Darstellung funktionieren soll. Mehrere Quellen werden innerhalb einer KI-Antwort zu einer Link-Gruppe zusammengefasst. Sobald Desktop User mit der Maus darüber fahren, öffnet sich ein Fenster mit verschiedenen Websites, Vorschaubildern und kurzen Beschreibungen. Die eigentliche KI-Antwort bleibt im Hintergrund sichtbar, während das Pop-up zusätzliche Informationen liefert.

Screenshot des Google AI Mode auf Desktop mit geöffnetem Hover-Pop-up, das mehrere Website Links mit Vorschaubildern innerhalb einer KI-Antwort anzeigt.
Google AI Mode mit Hover Pop-ups für Link-Gruppen, © Screenshot des Google AI Mode von Robby Stein auf X

Nutzer:innen müssen nicht mehr lange nach Quellen suchen, sondern können direkt aus der Antwort heraus auf eine Website wechseln. Die Links wirken dadurch weniger versteckt und muten eher wie eigenständige Einstiegspunkte für Websites an. Zusätzlich platziert Google auffälligere Link-Symbole innerhalb der Antworten – sowohl auf dem Desktop als auch mobil.

Für Publisher bleibt die Entwicklung trotzdem ein Balanceakt. Sichtbarere Links könnten zwar neue Traffic-Chancen schaffen. Gleichzeitig liefern KI-Antworten immer mehr Informationen direkt in der Suche. Der AI Mode zerlegt Suchanfragen zudem in mehrere Teilfragen und sammelt Antworten aus verschiedenen Quellen. Dadurch besteht die Gefahr, dass viele Nutzer:innen ihre Recherche bereits innerhalb der KI-Oberfläche abschließen, ohne externe Seiten zu besuchen.

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