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Google Chrome blockt Ads, die den Batterieverbrauch erhöhen
© Nathana Rebouças - Unsplash

Google Chrome blockt Ads, die den Batterieverbrauch erhöhen

Niklas Lewanczik | 15.05.20

Bei Chrome sollen die Ressourcen, die eine Display Ad verbrauchen kann, limitiert werden, damit der Batterie- und der Datenverbrauch der User geschont wird.

Ab Ende August wird Google im Chrome Browser Display Ads, die zu viel Ressourcenverbrauch bei den Geräten der User hervorrufen, rigoros blockieren – und stattdessen auf eine Error-Seite verweisen. Damit sich die Entwickler und Ad Creator darauf einstellen können, läuft bis dahin eine erweiterte Testphase. Für die User dürfte dieser Schritt langfristig zu einer besseren Advertising UX beitragen; was wiederum den Werbetreibenden nur zugute kommen sollte.

Wenn Ads zu viele Geräteressourcen verbrauchen

Auf dem Google Chromium Blog erklärt Marshall Vale, Product Manager für Chrome, dass einige Werbeanzeigen in Googles Werbekosmos sowohl zu viel Batterieverbrauch als auch zu viel Verbrauch von Netzwerkdaten beim Gerät des Users hervorrufen. Als Beispiel führt er Ads an, die schlecht programmiert oder für den Einsatz im Werbenetzwerk ungeeignet sind, mitunter auch solche, die Cryptomining betreiben.

Um die Batterien und Datentarife der User zu entlasten, wird Google deshalb in Chrome künftig derlei Ads blockieren. Dazu werden die Ressourcen, die von den Display Ads genutzt werden können, bevor es zur Interaktion des Users mit der Ad kommt, begrenzt. Sollte eine Ad das vorgegebene Limit erreichen, führt das Anzeigen-Frame zu einer Error-Seite. Diese informiert den User dann, dass die Ad zu viele Ressourcen verbraucht hat.

Beispiel für eine wegen zu viel Ressourcenverbrauch geblockte Ad
Beispiel für eine wegen zu viel Ressourcenverbrauch geblockte Ad, © Google

So sieht das Limit für den Verbrauch aus

Um zu ermitteln, wie viel Ressourcenverbrauch „zu viel“ ist, und welche Grenze Google für die Ads setzen soll, analysierte das Unternehmen diverse Ads in Chrome. Dabei wurden insbesondere die außergewöhnlich verbrauchsintensiven Anzeigen in den Fokus genommen. Besonders solche, die mehr CPU-Auslastung hervorriefen oder Netzwerk-Bandbreite verbrauchten als 99,9 Prozent aller anderen Ads.

Basierend auf der Analyse bestimmt Google nun einen Grenzwert von 4 MB in Bezug auf die Netzwerkdaten und 15 Sekunden CPU-Auslastung je 30-Sekunden-Periode, oder je 60 Sekunden der gesamten CPU-Auslastung. Google gibt an, dass nur 0,3 Prozent der analysierten Ads diese Grenze überschritten. Allerdings waren diese für 27 Prozent der von Ads verbrauchten Netzwerkdaten und für 28 Prozent der von Ads verursachten CPU-Auslastung verantwortlich.

Verbrauchsintensive Ads belasten die Ressourcen der User.
Verbrauchsintensive Ads belasten die Ressourcen der User, © Google

Bis Ende August wird Google also mit der Begrenzung experimentieren. Erst dann soll das Blockieren der Ads umfassend eingeführt werden. Diese Verzögerung kommt auch deshalb zustande, weil Google den Advertisern genug Zeit geben möchte, um sich auf die Veränderung einzustellen und ihre Display-Anzeigen entsprechend anzupassen. Im Zuge dessen stellt Google Berichte bereit, die aufschlüsseln, welche Ads Chrome blockiert hat und künftig blockieren wird.

Diese Veränderung soll allen Usern eine bessere UX bieten und das Erscheinen von Werbung beim Surfen noch reibungsloser gestalten. Und je weniger eine Ad zu Lasten der User geht, desto mehr sorgt sie in einem globalen Kontext für die Akzeptanz der Online-Werbung, in Search, auf Social Media oder auf den Seiten der Publisher.



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