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Viewability Benchmarks: Sichtbarkeit von Display-Werbung sinkt
© Rebecca Li - Unsplash

Viewability Benchmarks: Sichtbarkeit von Display-Werbung sinkt

Aniko Milz | 21.01.20

Der vierteljährliche Viewability Benchmarks Report zeigt eine sinkende Sichtbarkeit für Display-Werbung. Video hingegen steigt weiter.

Der kürzlich veröffentliche Viewability Benchmarks Report von Meetrics zeigt die Auswirkungen des Weihnachtsgeschäfts. Die erhöhte Nachfrage nach Werbeinventar führte zu einer Reduzierung der Sichtbarkeit, wie bereits im letzten Jahr zu beobachten war.

Viewability Rate sinkt in Q4

Im vierten Quartal 2019 lag die Sichtbarkeitsrate von Display-Werbung in Deutschland bei 55 Prozent und ist damit im Vergleich zum dritten Quartal um drei Prozentpunkte gefallen. Für Bewegtbildwerbung hingegen lag die Sichtbarkeit bei 92 Prozent, was eine Steigerung von einem Prozent bedeutet.

Gründe für die Non-Viewability. International (links), Deutschland (rechts)© Meetrics

Im vierten Quartal ist der Grund Nummer 1 für Non-Viewability in Deutschland immer noch eine schlechte Platzierung „Below the Fold“. 38 Prozent der Anzeigen werden nicht gesehen, weil sie erst nach Scrollen sichtbar würden. Im dritten Quartal betraf dies nur 33 Prozent. Vor dieser Herausforderung stehen Werbetreibende nicht nur in Deutschland. Für alle untersuchten Länder war das der ausschlaggebendste Grund für eine schlechte Sichtbarkeit. In Frankreich, Polen, Schweden und der Schweiz betraf es sogar noch mehr Anzeigen.

Unter dem internationalen Durchschnitt

Deutschland liegt in Sachen Sichtbarkeit im internationalen Vergleich also unter dem Durchschnitt. Besonders Display-Mobile-Anzeigen senken die Viewability Rate. Hier weist Deutschland eine Rate von 46 Prozent auf, während die Sichtbarkeit im internationalen Vergleich bei 53 Prozent liegt. Display Desktop schneidet besser ab. Hier liegt die Sichtbarkeit von Anzeigen in Deutschland nur einen Prozentpunkt unter dem internationalen Durchschnitt.

Die Viewability von Video hingegen liegt deutlich vorne: Mit einer Sichtbarkeitsrate von 92 Prozent liegt Deutschland im Vergleich ganze neun Prozentpunkte über dem Durchschnitt. Im Vergleich zum letzten Quartal bestätigt dies eine positive Entwicklung, auch die Viewable Viewtime stieg von 18,2 Sekunden auf 20,2 Sekunden.

Mehr Orientierung und Transparenz in der Branche

Ein hoher Anteil an Video und Display-Werbung, der nicht sichtbar wird, stellt für viele Werbetreibende ein Akzeptanzproblem dar. Durch Ad Verification-Maßnahmen und vertraglich eingeräumte Leistungsgarantien versuchen sich eine zunehmende Anzahl an Werbetreibenden vor nicht einkalkulierten Verlusten zu schützen,

erklärt Philipp von Hilgers, Managing Director und Co-Founder von Meetrics. Mit dem vierteljährlichen Benchmark Report möchte Meetrics für Klarheit in der Branche sorgen. Der Bericht basiert auf der 50/1-Regelung, die besagt, dass mindestens 50 Prozent der Werbefläche eine Sekunde lang im sichtbaren Bereich des Browsers sein müssen, um als gesehen zu gelten. Für Videos hingegen gilt 50/2. Also 50 Prozent des Werbemittels für zwei Sekunden sichtbar.

Der gesamte Viewability Benchmarks Report mit weiteren Insights in die verschiedenen Märkte und Anzeigenformate kann hier heruntergeladen werden.

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