Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
E-Commerce
Adobe kauft Magento für 1,68 Milliarden Dollar – Einstieg in den E-Commerce
© Porapak Apichodilok - Pexels

Adobe kauft Magento für 1,68 Milliarden Dollar – Einstieg in den E-Commerce

Anton Priebe | 22.05.18

Mit der Übernahme von Magento Commerce bekommt die Adobe Experience Cloud ein viertes Standbein: die E-Commerce Cloud.

Adobe gibt die Übernahme des beliebten CMS Magento bekannt. Mit dem Einstieg in den E-Commerce-Sektor baut sich die Experience Cloud einen neuen Kapitalfluss auf und macht sich für Online-Shops attraktiver.

Adobe Experience Cloud wächst um einen neuen Zweig

Der Kaufpreis beträgt 1,68 Milliarden US-Dollar, heißt es in dem offiziellen Statement bei Adobe. Eine Partnerschaft der beiden Unternehmen bestand zwar schon vorher, jetzt soll Magento jedoch nahtlos integriert werden. Die Adobe Experience Cloud bekommt neben der Advertising Cloud, Analytics Cloud und Marketing Cloud so eine weitere Säule: die E-Commerce Cloud.

Adobe ist dank der Übernahme in der Lage, den kompletten Weg des Online-Shoppers zu begleiten und die Daten innerhalb des eigenen Systems gewinnbringend zu verwerten, von der ersten Werbeanzeige bis zum Kauf im Shop. John Mellor, VP of Strategy, Business Development & Marketing bei Adobe, betont AdExchanger gegenüber diese ganzheitliche Sicht auf den Kunden:

The old way of thinking about commerce is it’s the destination, the end of a conversion funnel. Our view is that commerce can be built into part of the experience. If I’m doing video or display advertising, I should be able to embed commerce functionality into those touch points.

Sinnvolle Investition im hart umkämpften Marketing Cloud Markt

Das Shopsystem Magento bietet zwei Versionen: die kostenlose Open Source- Variante, auf die Entwickler schon seit jeher fleißig mit diversen Plugins aufbauen, und die bezahlte Version mit erweiterten Funktionen wie Loyalty Management oder Cloud Hosting. Auch wenn Adobe selbst meint, dass die Entscheidung unabhängig von den Moves der Konkurrenz gefallen sei, ist dieser Schritt mit dem Blick auf die Wettbewerber eine logische Konsequenz. So ist SAP schon seit Jahren mit hybris auf dem E-Commerce-Sektor vertreten und Salesforce gab vor zwei Jahren die Übernahme von Demandware bekannt.

Magento bringt für Adobe einerseits eine große Entwickler-Community mit sich und kann andererseits mittlere sowie große Kunden auf dem B2B- und B2C-Markt bedienen. Damit sichert sich das Unternehmen beispielsweise einen Vorteil gegenüber Salesforce, denn deren Demandware zielt auf High-End- und Luxus-Kunden ab. Zu den Kunden von Magento zählen gemeinsame wie Coca-Cola oder Nestlé, aber auch neue wie Canon oder Helly Hansen. Adobe spricht insgesamt von einer Community von über 315.000 Entwicklern, 800 Technologie- und 350 Integrationspartnern, die zum eigenen Ökosystem stoßen.

Magento erwirtschaftete in 2017 rund 150 Millionen Dollar. Der bisherige CEO Mark Lavelle bleibt an Bord, leitet weiterhin das Unternehmen und berichtet zukünftig an EVP und General Manager Digital Experience Brad Rencher. Die Übernahme ist noch nicht durch und soll in Q3 abgeschlossen sein.

Lepojevic am 06.08.2018 um 13:35 Uhr

Lieber Herr Priebe – danke für einen guten Artikel und die hilfreichen Hinweise.
Für die Interessierten hier https://prime-force-frankfurt.de/adobe-kauft-magento.html

Antworten
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*