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Performance Marketing
Zoom führt Ads ein – aber nicht im Meeting selbst

Zoom führt Ads ein – aber nicht im Meeting selbst

Niklas Lewanczik | 03.11.21

Das populäre Videokonferenz-Tool rollt ein Advertising-Pilotprogramm für Free User aus. Mithilfe der Werbeeinnahmen möchte Zoom neue Investitionen fördern.

Bei Zoom wird es bald Werbung geben. Das Unternehmen gab bekannt, dass Nutzer:innen, die nicht für den Service zahlen, Werbeanzeigen zu sehen bekommen. Das Pilotprogramm für Advertising im Rahmen der Videokonferenzen sieht allerdings nicht vor, dass direkt im Meeting Interface eine Ad ausgespielt wird – noch nicht.

Werbeanzeigen nach Ende des Meetings: Zoom startet Ad-Einbindung

Auf dem offiziellen Zoom Blog erklärt Janine Pelosi, Chief Marketing Officer des Unternehmens, wie das neue Werbeprogramm aussehen soll. Dabei sollen User Ads nur dann sehen, wenn auch der Host eines Meetings die kostenfreie Variante von Zoom nutzt. Die Werbeanzeige selbst wird ihnen ausgespielt, sobald sie ein Meeting beenden oder verlassen. Sie erscheint dann auf der Browser Page von Zoom, die nach der Beendigung des Meetings sichtbar ist.

Die Zoom Ads werden zunächst auf der Browser Page der Free User erscheinen
Die Zoom Ads werden zunächst auf der Browser Page der Free User erscheinen, © Zoom

Damit würden auch die User, die Zoom kostenfrei nutzen, im Meeting selbst weiterhin keine Werbung sehen. Doch das könnte sich ändern. Denn die Werbeplatzierung gilt zunächst nur für das initiale Programm zur Werbeeinbindung.

Mehreinnahmen sollen helfen, die Services weiterzuentwickeln

Die Werbeeinnahmen, die das Unternehmen mit dem neuen Programm generieren möchte, sollen dafür sorgen, dass Zoom auch zukünftig umfangreiche kostenfreie Services zur Verfügung stellen kann. Darüber hinaus möchte das Videokonferenz-Tool mit dem erwarteten Umsatzplus neue Investitionen anstoßen.

Die Einnahmen aus Werbemaßnahmen dürften dabei ein relevanter wirtschaftlicher Faktor werden. Denn das Unternehmen konnte zuletzt über 3,3 Billionen Meeting-Minuten pro Jahr vorweisen. Dabei kommt der größte Teil des Umsatzes aber von den zuletzt angegebenen rund 505.000 Geschäftskund:innen. Dieser belief sich im zweiten Quartal des Fiskaljahrs 2022 auf 1,02 Milliarden US-Dollar.

Janine Pelosi betont im Blogpost zudem, dass Zoom keine Inhalte aus Webinaren, Meetings und Chats für das Advertising miteinbeziehen wird. Das geht aus der Datenschutzerklärung des Unternehmens hervor. So erklärt Pelosi:

There is one thing we want to make very clear: as noted in our Privacy Statement, we will not use meeting, webinar, or messaging content (specifically, audio, video, files, and messages) for any marketing, promotions, or third-party advertising purposes.

Dass es früher oder später zu einer Werbeintegration im Rahmen der kostenfreien Version des Tools kommen würde, war absehbar. Immerhin hätte das Unternehmen andernfalls weiterhin beträchtliche Advertising-Potentiale nicht ausgeschöpft. Ob auch Ads im Meeting bei Free Usern eingeführt werden – wie es in ähnlicher Form bei Twitch Streams zu sehen ist –, bleibt abzuwarten. Um die Akzeptanz der Nutzer:innen auszuloten, startet Zoom also zunächst das Pilotprogramm. Allerdings ist noch fraglich, wie stark die Performance für Advertiser auf der Browser Page sein kann; vielleicht würde zu wenig Erfolg in diesem Bereich den Druck auf Zoom erhöhen, auch innerhalb der Konferenzen Ads einzubinden.

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