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Social Media Marketing
Twitch startet neue, weniger disruptive Ads
© Twitch

Twitch startet neue, weniger disruptive Ads

Niklas Lewanczik | 03.08.21

Weil etwa Mid-Roll Ads als zu störend empfunden wurden, experimentiert Twitch nun mit Stream Display Ads. Diese werden am Screen-Rand angezeigt und die Streamer bleiben zu sehen und zu hören.

Das Live-Streaming-Videoportal Twitch hat auf seine User gehört und möchte die Werbeeinblendungen bei Streams nutzer:innenfreundlicher machen. Nachdem im vergangenen Jahr bei Creatorn von der Plattform kontrollierte Mid-Roll Ads ausgespielt wurden, die auf massive Kritik stießen, soll das neue Format Stream Display Ads die Streamer im Mittelpunkt behalten. Die Werbung wiederum wird in diesem Fall eher um sie herum präsentiert. Dabei sind die Clips auf eine sehr kurze Zeitspanne begrenzt. Das soll zu weniger Disruption der Streaming-Erfahrung führen.

Streamer bleiben deutlich zu sehen und zu hören – und verdienen an den neuen Ads mit

Via Twitter teilte Twitch mit, dass aktuell die Stream Display Ads mit einigen Streamern auf der Plattform getestet werden:

Die Werbung als Stream-Anzeige besteht aus einem Spot von nur zehn Sekunden Länge. Diese Anzeige taucht beispielsweise direkt unter dem Stream oder als eine Art Wallpaper Ad um das Video herum auf.

Wallpaper-artige Stream Display Ad bei Twitch
Wallpaper-artige Stream Display Ad bei Twitch, © Twitch

Während die Anzeigen eingeblendet werden, können die Zuschauer:innen den Stream weiterhin ungestört sehen und hören; und das nicht nur in der verkleinerten Bild-im-Bild-Ansicht, wie etwa bei Mid-Roll Ads. Creator müssen darüber hinaus nichts weiter tun, um die Stream Display Ads zu nutzen. Sie selbst erhalten für jede gezeigte Werbung Einnahmen.

User können die Ads nicht schließen

Twitch hat dafür gesorgt, dass dieses Werbeformat möglichst wenig beim Rezipieren von Streams stört. Schließen oder minimieren können die User die Stream Display Ads allerdings nicht. Das Streaming-Unternehmen gibt an, dass zunächst drei solcher Ads pro Stunde bei Streams ausgespielt werden sollen. Bis zu acht zehnsekündige Werbespots könnten es aber noch werden. Die Anzahl könne variieren, da Twitch noch ermitteln möchte, wie es um die Nachfrage bestellt ist. Eine zu hohe Frequenz dieser Ads könnte die User langfristig dann ebenfalls stören und auf eine andere Art für Disruptionen sorgen. Jedoch gibt es werbefreie Alternativen auf der Plattform.

Abonnent:innen, die Creatorn mit einem werbefreiem Abo zuschauen, sehen diese Anzeigen nicht. Darüber hinaus wird diese Art von Werbung beim Launch nicht auf die werbefreie Zeit vor dem Stream angerechnet. Teilnehmende Creator können die entsprechenden Ads auf ihrem Kanal zudem deaktivieren. Wenn sie im Creator Dashboard zu Einstellungen > Partner/Affiliate > Werbung navigieren und dort die passende Einstellung vornehmen, erscheinen diese Ads nicht mehr. Streamer und User, die Feedback zu den Ads haben, können dieses im Bereich Twitch User Voice explizit teilen. Immerhin reagiert die Plattform auf diese Rückmeldungen der Community. Einnahmen möchte die Amazon-Tochter dennoch über Werbung generieren; die User und Streamer können nur beeinflussen, wie das am reibungslosesten funktioniert.

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