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Performance Marketing
Social Ads vs. Google Ads: Das Duell der Paid Ads im B2B

Social Ads vs. Google Ads: Das Duell der Paid Ads im B2B

Ein Gastbeitrag von Bianca Pieczona | 25.02.22

Sollte dein Unternehmen das Werbebudget auf Social Media, auf Google Ads oder gar auf beide Kanäle fokussieren? Erfahre im Beitrag, welche Vorteile die einzelnen Kanäle bieten.

Vielen Unternehmen stellt sich die Frage, ob sie bezahlte Anzeigen via Social Ads oder Google Ads ausspielen sollen. Besonders im B2B-Umfeld ist es wichtig, sich tiefergehend mit den Kanälen zu beschäftigen und so den passenden Kanal auszuwählen beziehungsweise zu priorisieren. Welche Kriterien für die Auswahl ausschlaggebend sind und welche Vorteile jeweils Social Ads und Google Ads mit sich bringen, erfährst du in diesem Beitrag.

Wie funktionieren Social Ads und was versteht man darunter?

Unter Social Ads versteht man bezahlte Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und LinkedIn. Während Facebook und Instagram nahezu ausschließlich privat genutzt werden, wird LinkedIn oder auch beispielsweise Xing hingegen viel beruflich genutzt, sodass hier passende B2B-Zielgruppen identifiziert werden können.

Um Anzeigen auf Facebook oder Instagram zu schalten, wird die Werbeplattform des Konzerns genutzt – der Facebook Ads Manager. LinkedIn-Werbeanzeigen kannst du hingegen über den LinkedIn Campaign Manager steuern.

Grundvoraussetzung für das Schalten von Social Ads ist eine Unternehmensseite auf der jeweiligen Plattform. Je nach Kampagnenziel bezahlst du hier entweder pro Klick oder pro Impression. Wie viel du bezahlen musst, wird mittels einer Auktion festgelegt. Hier treten im Prinzip alle Anzeigen von Werbetreibenden gegeneinander an und es werden Faktoren wie Gebot und Anzeigenrelevanz bewertet.

Was sind Google Ads und wie funktionieren sie?

Google ist die wichtigste Suchmaschine weltweit. Der Marktanteil liegt bei über 90 Prozent und täglich werden hier Milliarden Suchen gestartet. Somit birgt die Plattform enormes Potenzial für hohe Reichweiten.

Google Ads stellt dir für deine Anzeigen verschiedene Werbenetzwerke zur Verfügung. Neben den klassischen Suchanzeigen, welche unter anderem an oberster Stelle in der Google-Suche platziert werden, kannst du auch Banner im Display-Netzwerk ausspielen lassen. Wer im E-Commerce tätig ist, wird womöglich den Fokus auf Shopping-Anzeigen legen oder auch audiovisuellen Content auf YouTube bewerben.

Die Abrechnung bei Google Ads beruht auf CPC-Basis (Cost per click). Du kannst hier verschiedene Kampagnen anlegen und diese mit einem durchschnittlichen Tagesbudget unterfüttern. Viele Assets sind mittlerweile von Google automatisiert, sodass beispielsweise dein Tagesbudget teils nicht vollständig ausgeschöpft wird oder auch mal überschritten wird. Ähnlich, wie bei den Social Ads, werden die Klickkosten von zahlreichen Faktoren beeinflusst, wie der Anzeigenrelevanz, deinem maximalen Gebot und der Konkurrenz.

B2B Marketing: Social Ads oder Google Ads?

Auch wenn die Werbeplattformen nach ähnlichen Prinzipien aufgebaut sind und funktionieren, weisen diese dennoch viele Unterschiede auf. Im folgenden Abschnitt werden die jeweiligen Vorteile aufgelistet:

Social Ads:

  • Dank vieler persönlicher Informationen über Nutzer:innen kannst du in sozialen Netzwerken deine Zielgruppe sehr genau filtern. Besonders auf LinkedIn geben User in der Regel viele Informationen an, welche für das Targeting im B2B-Segment hilfreich sind.
  • Du kannst Kund:inneninformationen aus deiner Datenbank in den Facebook Ads Manager hochladen. Diese werden dann mit den auf Facebook vorhanden Daten verglichen und deine Anzeige an Personen ausgespielt, deren Daten sich statistisch mit deinen gleichen.
  • Dank (audio-)visuellem Content sind deine Möglichkeiten nahezu endlos.
  • Bereits mit geringem Budget kannst du viele User erreichen und diese in Retargeting- Zielgruppen einfließen lassen – auch wenn sie nicht auf die Anzeige geklickt haben (zum Beispiel View-Dauer einer Videoanzeige).

Google Ads:

  • Du hast eine enorme Reichweite und bist nicht auf ein Netzwerk beschränkt.
  • User, die deine Anzeige auf Google sehen, sind meist bereits auf der Suche nach einem Produkt wie deinem.
  • Du erscheinst auf den Suchergebnisseiten über deiner Konkurrenz und wirst so meist zuerst angeklickt.
  • Mit Google Analytics kannst du deine Performance zahlenbasiert evaluieren und optimieren.

Die Entscheidungskriterien für den richtigen Paid-Kanal

Bei beiden Plattformen kannst du bereits mit einem geringen Budget zielgerichtet passende Zielgruppen ansprechen. Wichtig ist, wo sich deine Zielgruppe aufhält. Im B2B-Bereich ist für Social Ads LinkedIn meist relevanter als Facebook oder Instagram. Mit Google Ads erreichst du in der Regel eine breitere Zielgruppe. Besonders im Retargeting hat Google Ads seine Stärken. Hier werden deine Anzeigen bereits bei kleineren Zielgruppen als bei LinkedIn ausgespielt.

Achte auch darauf, was deine Konkurrenz macht. Du solltest im besten Fall auf den gleichen Plattformen präsent sein, um potenzielle Kund:innen nicht an sie zu verlieren. Außerdem ist das Ziel deiner Kampagne ausschlaggebend. In der Google-Suche erreichst du User, die gezielt nach einem Produkt suchen. Mit Social Ads kannst du dich Personen vorstellen, denen bisher noch nicht klar war, dass sie dein Produkt brauchen. Nichtsdestotrotz hast du auch mit Google Ads die Möglichkeit Push Marketing zu betreiben. Hier sind die Zielgruppen jedoch etwas breiter gefasst.

Solltest du ein sehr geringes Budget zur Verfügung stehen haben, überprüfe welche durchschnittlichen Klickpreise auf Google Ads zu erwarten sind. Sollten die Klickpreise dein Budget übersteigen, ist gegebenenfalls eine Lösung mit dem Fokus auf Social Ads passender.

Fazit: Das Potenzial der Paid Ads im B2B

Das Potenzial von Google Ads und Social Ads ist groß. Beide Plattformen bieten einige Vorteile, weshalb eine Entscheidung sehr individuell ausfallen muss. Gerade im B2B-Bereich kann es sinnvoll sein, beide Kanäle ergänzend auszuspielen. Wichtig ist jedoch die zielgerichtete Planung inklusive der passenden Ansprache der jeweiligen Zielgruppe.

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