Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Performance Marketing
Amazon bringt Sponsored-Display-Zielgruppen erstmals nach Europa
© Christian Wiediger - Unsplash

Amazon bringt Sponsored-Display-Zielgruppen erstmals nach Europa

Niklas Lewanczik | 15.04.21

Erste Verkäufer:innen aus Europa können inzwischen auf die Targeting-Strategie bei Amazon zugreifen, um User in der gesamten Purchase Journey zu erreichen.

Die Bewerbung der eigenen Produkte an konkreten Zielgruppen ausrichten zu können, eröffnet Retailern die Chance, einzelne User-Segmente an relevanten Stellen in der Customer Journey anzusprechen. Amazon hat eine entsprechende Option mit den Sponsored-Display-Zielgruppen für das Advertising bereits im Herbst 2020 für die USA eingeführt. Jetzt berichten erste Seller von der Verfügbarkeit in Europa.

Sponsored-Display-Zielgruppen: Diverse Platzierungen einnehmen und das Targeting verfeinern

Nach Angaben von Amazon dauert es im Durchschnitt sechs bis sieben Tage, ehe Konsument:innen nach der ersten Suche einen Kauf tätigen. Dazu kommt, dass nur vier Prozent dieser Käufer:innen überhaupt zu einem sofortigen Kauf bereit sind. Daher müssen Retailer auf der Plattform dafür sorgen, dass sie Usern ihre Produkte möglichst in deren gesamter Customer Journey erneut präsentieren können.

Ermöglicht wird dies mit der Werbeoption der Sponsored-Display-Zielgruppen, die Amazon im vergangenen Jahr bereits für die Werbekonsole und auch in der Amazon Advertising API verfügbar machte. Allerdings zunächst nur in den USA. Doch das dürfte sich jetzt ändern. Zwar gibt es noch keine offizielle Verlautbarung des Unternehmens. Doch erste User, darunter Alexander Swade, Head of Performance Marketing bei der KW-Commerce GmbH, geben an, inzwischen auch in Europa auf die Funktion zurückgreifen zu können.

Dank der Zielgruppen für Sponsored Display können Händler:innen und Verkäufer:innen zum Beispiel Personen ansprechen, die sich eine Produktdetailseite angesehen, das Produkt aber innerhalb von 30 Tagen nicht gekauft haben. Doch die Verkäufer:innen können noch weitere Einschränkungen vornehmen, beispielsweise Amazon Prime Lookalikes und Amazon Student Lookalikes adressieren oder besonders User ansprechen, die mobil nach Produkten recherchiert haben. Die Gebote für die einzelnen Zielgruppen lassen sich separat zuweisen. Ein Ausschluss bestimmter Zielgruppen ist unterdessen noch nicht möglich.

Allerdings erlauben die Sponsored-Display-Zielgruppen „Platzierungen sowohl auf als auch außerhalb von Amazon verschafft – einschließlich gut sichtbarer Platzierungen auf der Amazon-Homepage“, wie Amazon angibt. Kampagnen mit bis zu 10.000 ASINs (Amazon Standard Identification Numbers) und ohne Mindestgrenze für Ausgaben können mit nur ein paar Klicks erstellt werden. Ob die Verfügbarkeit der Werbeoption vorerst auf einige Seller beschränkt oder für alle gegeben ist, ist angesichts der fehlenden offiziellen Angabe noch unklar.

Diverse Funktionen zur Weitervermarketung dank Sponsored-Display-Zielgruppen

Die Option der Sponsored-Display-Zielgruppen verspricht unterschiedliche Ansätze, um den Umsatz zu steigern. So können Verkäufer:innen nicht nur das Bewusstsein für ihre Produkte steigern und ganz neue Kund:innen ansprechen, sondern auch das Interesse von Käufer:innen erneut wecken. Amazon liefert für letzteres auf dem Blog ein Beispiel:

Angenommen, Sie verkaufen auch ein Puppenhaus: Überlegen Sie sich, ob Sie das Produkt-Targeting nicht auf ergänzenden Produktseiten verwenden, wie z. B. auf den Detailseiten von Puppen, die Sie auch verkaufen. Basierend auf dem Traffic, den Sie auf der Detailseite Ihres Puppenhauses generieren, können Sie die Weitervermarktung nach Aufrufen verwenden, um Zielgruppen erneut zu erreichen, die Interesse an Ihrem Produkt gezeigt haben und beim Surfen auf Ihre Produkt-Targeting-Anzeigen geklickt haben.

Um die Kampagnen so effektiv wie möglich zu gestalten, können Verkäufer:innen wichtige Detailseitenattribute wie Marke, Preisspanne, Sternebewertung oder Prime-Versandberechtigung integrieren. Dank dieser Angaben lassen sich Zielgruppen erreichen, die Detailseiten mit den entsprechenden gewünschten Attributen angesehen haben. Einfügen lassen sich auch eigene Markenlogos oder passende Überschriften. Ein weiterer Vorteil der Kampagnen mit Sponsored-Display-Zielgruppen liegt darin, dass Amazon sie pausiert, sollte ein Produkt ausverkauft sein.

Die stetige Vermarktung und Weitervermarktung von Produkten im Amazon-Kosmos kann ein besonders relevanter Hebel bei der langfristigen Umsatzoptimierung sein. Auf dem Amazon Advertising Blog findest du noch ausführlichere Informationen rund um die Sponsored-Display-Kampagnen und -Zielgruppen sowie Optimierungstipps für Advertiser. Für diese bietet die neue Option zahlreiche Potentiale. Wenn du ebenfalls auf Amazon verkaufst und deine Produkte bewirbst, kannst du testen, ob du das Zielgruppen-Feature bereits nutzen kannst.

Kommentare aus der Community

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*