Video Marketing

YouTube verschärft sein Strafsystem – Uploads werden schnell eingefroren

Wer bei YouTube mit unzulässigem Content aufwartet, muss mit Strikes rechnen. Diese führen nun zu einheitlichen Strafen und direkt zum Einfrieren von Uploads.

© YouTube

Beim dritten Strike ist der Spieler raus. Das gilt auch für die Strafrichtlinien bei YouTube. Allerdings erschien den Nutzern das System zur Warnung und Bestrafung bei der Videoplattform bisher als unausgeglichen. Daher gleicht YouTube seine Richtlinien jetzt an – und stellt klarere Sanktionen in Aussicht.

Oft bleibt es bei einem Strike auf YouTube

Nur zwei Prozent aller YouTuber brechen nach Angaben der Plattform die Richtlinien bei YouTube. Bei der Masse des pro Minute hochgeladenen Contents bedeutet das aber immer noch eine Menge Inhalte, die aus Sicht der Plattform unzulässig sind. Deshalb gibt es natürlich ein System zur Warnung oder Bestrafung. Während die Richtlinien ganz explizit aufführen, was nicht erlaubt ist, kann es mitunter natürlich auch zu Zweifelsfällen kommen.

Das System scheint zu funktionieren, da bei 94 Prozent der Creator, die einen ersten Strike erhalten, kein zweiter oder gar dritter folgt. Dennoch möchten die User noch transparentere Richtlinien und eine einheitliche Durchsetzung von Strafen.

Ein Strike erfolgt beispielsweise, wenn Thumbnails oder externe Links bei Videos den Richtlinien zuwiderlaufen. Unzulässige Videos bedingen dies ebenso.

Unabhängig von Strikes und Warnungen, werden die Inhalte, die als unzulässig erkannt werden, auch entfernt.

Nun setzt YouTube auf ein neues Verwarnsystem

Das neue und einschlägigere Verwarnsystem bei der Videoplattform startet am 25. Februar. Demnach wird Kanälen, die unzulässige Inhalte hochladen, einmalig eine Warnung ausgesprochen, die außer der Entfernung des Inhalts keine weiteren Konsequenzen hat. Diese Warnung wird, anders als Strikes, jedoch nicht nach 90 Tagen zurückgesetzt.

Bei den Strikes gab es bisher verschiedene Strafsysteme, je nachdem, in welchem Bereich sie aufgetreten sind, also etwa bei Videos oder in den Stories etc. Ab dem 25. Februar werden alle Strikes einheitlich behandelt. Beim ersten Strike wird dem Kanal eine einwöchige Einfrierung von Uploads auferlegt, Livestreaming ist dann ebenfalls verboten. Nach 90 Tagen wird dieser Strike aber zurückgesetzt.

Der zweite Strike hingegen bedeutet eine zweiwöchige Uploadpause, wenn dieser in der 90-Tages-Frist erhalten wird.

Beim dritten Strike innerhalb dieser Zeit wird der Kanal komplett gelöscht.

YouTube gibt an, dass E-Mail- und Desktop-Benachrichtigungen deutlicher hervorheben sollen, welche Richtlinien konkret verletzt worden sind. So können die YouTuber sich darauf einstellen und künftig konformen Content einstellen. Zudem wird eine In-Product-Benachrichtigung für Mobile eingeführt, die dort alle Informationen zum Strike auf einen Blick präsentiert.

Klare und konsequent verfolgte Richtlinien helfen dem eigenen Branding

Die zentrale Videoplattform der digitalen Gesellschaft arbeitet also weiter daran, die Videos, Stories, Thumbnails, aber auch Links usw. frei von unangemessenem Content zu halten. Damit folgt man der Meldung, dass keine Verschwörungsvideos mehr empfohlen und gefährliche Challenges bald abgestraft werden. CEO Susan Wojcicki gab zuletzt per Brief an, dass YouTube sich in diesem Jahr mehr um die eigene Verantwortung kümmern werde.

Während YouTuber mit immer neuen Möglichkeiten ausgestattet werden, um ihre Inhalte zu monetarisieren, müssen sie auch sehr viel deutlicher auf die Einhaltung der Richtlinien achten. Nachdem YouTube im letzten Jahr Probleme mit Ads im Umfeld unseriöser und unangemessener Videos hatte, die zeitweise zum Fernbleiben wichtiger Advertiser führten, bedeutet die kontinuierliche Optimierung der eigenen Bestimmungen zu zulässigen Inhalten einen Fortschritt, der nicht nur für die Nutzer attraktiv wirkt, sondern YouTube als Werbeplattform in gutem Licht dastehen lässt.

Wer konkrete Fragen zu den Neuerungen hat, kann das Video mit YouTubes Matt ansehen, der viele solcher Fragen beantwortet.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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